Überraschung, Überraschung: Es gibt schon wieder ein neues Buch von mir! Damit sind es schon drei neue dieses Jahr… man munkelt, dass ich fleißig war. Jedenfalls stelle ich dir in diesem Blogartikel vor, worum es in diesem Buch geht. Kleiner Spoiler: „Die Würde des Ungeimpften“ ist ein Manifest von mir und Christopher Reusch gegen die Diskriminierung von ungeimpften Menschen!

Teil 2 des Trailers könnt Ihr hier ansehen

Medienecho:

Pressemeldung bei OpenPR
Gastbeitrag bei 1bis19
Gastbeitrag bei KaiserTV

Mein fünftes Buch: „Die Würde des Ungeimpften“

Kurzinfos:

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Auch erhältlich bei: Amazon | Thalia | Hugendubel | buecher.de & Co.

Titel: Die Würde des Ungeimpften – Ein Freiheitsgelübde in Kurzgeschichten
Kosten: Hardcover 13€ | Softcover 25€ | eBook 9,99€€
ISBN: Hardcover 978-3-347-47754-4  | Softcover 978-3-347-47752-0  | eBook 978-3-347-47757-5
Verlag: Tredition
Seitenzahl: 254
Wörter: ca. 48.000
Format: DIN Taschenbuch (19×12,5cm)
Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2021
Leseprobe: auf Tredition

Der Klappentext zum Buch lautet:

Die COVID-19-Pandemie wird ein historisches Ereignis für die Menschheit sein. Nicht, weil die Menschheit droht durch ein Virus ausgelöscht zu werden, sondern weil sich nun zeigt, mit welchem Bewusstsein die Menschheit in die Zukunft schreiten möchte.

Wollen wir die Diskriminierung gegenüber Andersdenkenden weiter akzeptieren?

Die aktuellen Debatten über Impfpflichten – Österreich hat die allgemeine Impfpflicht für 2022 bereits angekündigt – und 2G-Regeln (geimpft und genesen) sprechen für sich. Die Welt droht im Chaos ihrer eigenen Gesundheitsdiktatur zu versinken.

„Die Würde des Ungeimpften“ soll der Gesundheitsdiktatur und der Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Mit anschaulichen Kurzgeschichten über die Freiheit wird dem Leser aufgezeigt, welche irrwitzigen und tragischen Wege das Leben im 21. Jahrhundert angenommen hat.

Und wie die Gesellschaft wieder zu einem sinnvolleren Leben zurückkommen kann.

Die Würde des Ungeimpften – Ein Freiheitsgelübde in Kurzgeschichten (2021)

Du siehst, lieber Leser, mein guter Freund & Co-Autor Christopher und ich haben schon in der Zusammenfassung des Buches klare Worte gefunden. Noch deutlicher sind wir dann auch in unserem Buch „Die Würde des Ungeimpften“ geworden, denn wir haben unsere Gedanken Zum Zeitgeschehen in Form von Kurzgeschichten verpackt. Aktueller und metaphorischer kann ein Buch wirklich nicht sein.

Wir sind gegen die bewusste Diskriminierung, gegen die unverhältnismäßigen Einschränkungen und gegen die zunehmende Ungleichbehandlung von friedlichen und insbesondere ungeimpften Menschen! Das aktuelle Klima ist weder förderlich für den Ausgang der Pandemie, noch hilft es uns dabei, einen konstruktiven Austausch zu schaffen. Wir beobachten zunehmend, dass geimpfte Menschen ungeimpfte Menschen diskriminieren. Außerdem beobachten wir, dass ungeimpfte Menschen zunehmend wütend auf geimpfte Menschen für die Schikane werden. Beide Seiten sind verständlich, denn schließlich wollen wir endlich wieder freiheitlich leben können. Nur leider wird der Diskurs von Politikern und Medien zunehmend blockiert und in falsche Bahnen gelenkt… dabei bräuchten wir doch unbedingt den Austausch! Nicht nur, um gemeinsam Lösungen für die aktuelle Misere zu finden, sondern auch um unsere sozialen Bedürfnisse zu befriedigen.

Aber was können wir für dieses Ziel tun? In unserer Situation erscheint es geradezu unmöglich, einen alternativen Weg zu gehen und diesen mit friedlichen Methoden einzuleiten. Selbst der Versuch von #coronaaussoehnung hat nicht funktioniert.

Wir könnten sicherlich viele Fakten zur COVID-19-Pandemie und zur Diskriminierung nennen. Wir könnten darauf verweisen, wie Schweden die Krise gemeistert hat. Wir könnten auf wissenschaftliche Arbeiten wie die vom renommierten Epidemiologen John P. Ioannidis verlinken. Wir könnten über die Aufklärungsarbeit von Institutionen wie Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V., Swiss Policy Research oder Multipolar berichten. Auf der anderen Seite könnten wir bemerken, dass ungeimpfte Studenten an manchen Universitäten keinen Zugang mehr bekommen und Österreich für 2022 eine generelle Impfpflicht angekündigt hat. Aber schlussendlich haben wir bemerkt, dass diese Debatte weniger faktisch und mehr emotional ist.

Es geht hierbei um Angst und welche Rolle der Tod in unserer Gesellschaft spielt.

Die derzeitige Krise ist also kein epidemiologisches Dilemma – dies wurde auch bereits von einigen Forschern bemerkt und daher wurde der Ansatz versucht, die „Pandemie“ in eine „Syndemie“ umzubenennen – sondern auch eine philosophische Tragödie. Die Menschen haben vergessen oder verdrängt zu philosophieren und zu reflektieren! Und zwar darüber, was sie vom Leben und wollen und was sie erwarten.

In unserer aktuellen Situation macht es den Anschein, als würden die Menschen ihre eigene Verwundbarkeit unterdrücken wollen. Sie wollen sich nicht darum bemühen, ihre Verletzlichkeit anzuerkennen und potentiellen Gefahren vorzubeugen – sie wollen ihr selbstzerstörerisches Verhalten (rauchen, trinken, fernsehen, shoppen, Fastfood essen, Angst haben, Medien konsumieren…) immer weiter fortsetzen.

Das kann natürlich nicht der Sinn des Lebens sein. Und das kann auch keinem klar denken Menschen ein wirklich sinnerfülltes Leben bieten!

Ein sinnerfülltes Leben kann nur derjenige führen, der Verantwortung für sich selbst übernehmen kann. Eine Impfpflicht – genauso wie alle anderen Maßnahmen während der Pandemie – sind nur möglich, weil die Menschen keine Verantwortung übernehmen können. Damit meine ich nicht, dass die Menschen sich nicht an die Regeln der Regierung halten – im Gegenteil. Die Maßnahmen können nur dann umgesetzt werden, wenn die Menschen nicht daran glauben können, dass sie – wie es in der biopsychosozialen Medizin heißt – eine autoregulative Selbstkompetenz besitzen (Mehr dazu findest du auch im Buchtrailer und in der Einleitung des Buches).

Der Begriff der „autoregulativen Selbstkompetenz“ beschreibt ganz einfach den Zusammenhang zwischen dem eigenen Motiven, dem Verhalten und der Gesundheit des eigenen Körper-Geist-Systems. Alles drei hängt zusammen, genauso, wie auch Körper, Geist und Soziales analog miteinander verbunden sind. Ich weiß wovon ich da spreche, denn schließlich habe ich über das Biopsychosoziale Gesundheitsmodell in Bezug auf die COVID-19-Pandemie in Deutschland meine Masterarbeit geschrieben.

Anstatt diese Krise also weiterhin faktisch anzugehen, versuchen wir einen Neustart: Wir wollen allen Menschen eine Perspektive bieten, die über die Sachebene hinausgeht. Wir wollen jedem Interessierten eine Geschichte erzählen, die unsere aktuelle Zeit reflektiert. Wir wollen unsere Erzählungen mit Poesie, Ironie und Zynismus würzen, damit auch wirklich jeder einen Zugang zu diesem Thema bekommt.

Wir wollen mit unserem Buch keine Schuldzuweisung formulieren! Wir sehen es in unserer Pflicht zu reflektieren, wie wir in 20 oder 30 Jahren auf die aktuelle Situation schauen werden. Können wir dann mit gutem Gewissen sagen, dass wir alles Mögliche getan haben, um eine ethische Verwahrlosung zu verhindern?

Ich – Tristan Nolting – werde meinen Enkeln in 50 Jahren erzählen, dass ich die Diskriminierung nicht hingenommen habe. Ich habe für die Würde, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie gekämpft. Wir möchten jeden bitten, dies ebenso zu tun.

Eine Geschichte aus unserem Buch wollen wir bereits in diesen Blogbeitrag mit einfließen lassen.

Eine Spritze voller Liebe

Dies ist die Geschichte von Mino Weiß, einem 14 Jahre alten Achtklässler auf einem Gymnasium. Die Stadt spielt in dieser Geschichte keine Rolle, es könnte jede Stadt in Deutschland oder einem anderen Land sein.
 
Mino ist ein guter Junge, der brav auf das hört, was seine Eltern ihm sagen. Er versucht stets seine Eltern zu beeindrucken, indem er gute Noten schreibt und bei seinem Lieblingshobby, dem Fußballspielen, sein Bestes gibt. Seine Eltern sind auch sehr stolz auf ihn und erzählen regelmäßig den befreundeten Paaren, welche neuen Erfolge Mino in der Schule oder beim Sport erzielt hat.
Seit Mino klein ist, möchte er Arzt werden wie sein Vater. Sein Vater ist aber kein klassischer niedergelassener Arzt, der nach der gängigen schulmedizinischen Methode handelt, sondern nach den Leitlinien der naturheilkundlichen Therapie, genauer gesagt der Homöopathie. Häufiger schon wurde der Junge auf seinen Vater angesprochen, da Dr. Weiß in der Stadt sehr bekannt ist. Im Grunde genommen gibt es da zwei Lager. Die einen sind zutiefst überzeugt von Dr. Weiß und seinen Methoden, die anderen verachten ihn dafür, dass er sich von den streng wissenschaftlichen Leitlinien verabschiedet hat. Lustigerweise waren diejenigen, die von Dr. Weiß überzeugt waren gerade die, die schon einmal in Behandlung bei ihm waren, während diejenigen, die ihn verachteten, einfach Vorurteile hatten. Aber so viel zum Thema Wissenschaft und Erfahrung.

Mino hatte mit der Zeit gelernt, mit negativen Kommentaren gegenüber seinem Vater umzugehen. Meistens erwiderte er nur „Ich vertraue meinen Eltern. Vertraust du deinen?“
 
Dies war tatsächlich auch nicht gelogen. Mino wurde schon öfter von seinem Vater behandelt und wusste daher, dass die Homöopathie eine sinnvolle Heilmethode war. Mino war auch schon nach schulmedizinischen Methoden behandelt worden, aber diese hatten für ihn immer erhebliche Nebenwirkungen bedeutet. Insbesondere die Behandlung mit Schmerzmitteln – eine Marke sei an dieser Stelle nicht genannt - führte bei ihm oft zu starken Entzündungen im Körper. Wie sagt man so schön: „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.“ Der ausschlaggebende Punkt für Dr. Weiß war jedoch, als ein befreundeter Arzt am Universitätsklinikum im Alter von sechs Jahren Stimmbandknötchen bei Mino festgestellt hatte. Von nun an sollte sich Mino vierteljährlich auf unbestimmte Zeit einer Operation unterziehen, damit die Knötchen nicht größer wurden.
 
Dies veranlasste Dr. Weiß mit der Schulmedizin zu brechen. Er suchte mit Mino einen Homöopathen auf, der ihm ein Mittel („C-irgendwas“, wie Mino gerne zu sagen pflegte) gegen die Krankheit verschrieb. Und siehe da: Innerhalb weniger Wochen war die Beschwerde abgeheilt und trat nie wieder auf.
 
Die Einfachheit der Anwendung und die Abgestimmtheit der Homöopathie auf den Patienten stimmten Dr. Weiß schließlich dazu ein, selbst Homöopath zu werden. Er wusste, dass der Schritt nicht leicht wird. Viele namhafte Ärzte hatten schon ihren Ruf verloren, weil sie die Heilmethode gewechselt hatten. Nun, da Mino vor Kurzem 14 geworden ist, wendet Dr. Weiß schon seit mehreren Jahren die Homöopathie erfolgreich an.

Natürlich war Mino in seiner Kindheit auch geimpft worden. Nicht gegen alles, aber gegen so manches. Im Gegensatz zu den meisten Ärzten nahm sich Dr. Weiß immer Zeit, um eine ausgewogene Risiko-Nutzen-Abwägung für seine Patienten anzustellen, insbesondere auch bei seinem Sohn. Er hielt es für unmöglich, wie manche Ärzte sich nur zehn Minuten oder noch weniger Zeit für ein Impfaufklärungsgespräch nahmen. Aber Dr. Weiß wusste auch, dass dies am System lag. Würde ein Impfgespräch auch ohne erfolgreich vermittelte Impfung vergütet werden, würden wahrscheinlich sehr viel weniger Kinder geimpft werden. Aber da er selbst kein Kinderarzt war, ging er letztlich mit seinem Sohn zu einem Kollegen, der ähnlich dachte.

Wogegen er sich jedoch ganz und gar wehrte, war der Druck, Mino vor COVID-19 impfen zu lassen. Nur zum Verständnis: Dr. Weiß war ganz und gar kein Impfgegner! Er erkannte den Wert, den das Impfen der Menschheit gebracht hatte. Impfungen konnten vor vielen Krankheiten schützen und haben dies auch schon oft in der Menschheitsgeschichte bewiesen.

Bei COVID-19 war dies jedoch anders. Oft redete er mit Mino, um ihm klar zu machen, dass er keine Angst zu haben brauche, COVID-19 zu bekommen. Er habe ein starkes Immunsystem, das mehr als fähig sei, dieses Virus auszuhalten. Auch ganz ohne Schmerzen! Mino würde, so sagte er ihm, ganz bestimmt nicht schwer an der Infektion erkranken, egal was die anderen zu ihm sagen würden. Für Mino bedeutete COVID-19 nicht mehr als ein grippaler Infekt. Außerdem würde er auch niemand anderes durch die Impfung schützen, da die Impfung keine sterile Immunität erzeuge.

Mino vertraute seinem Vater auch in dieser Hinsicht. Doch leider ging es hier weniger um eine individuelle Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.

Eines Tages kam Mino von der Schule nach Hause. Seine Mutter fragte ihn, warum er so bedrückt gucken würde, doch Mino antwortete nur: „Es ist nichts.“ Als dann abends sein Vater Dr. Weiß nachhause kam, berichtete ihm seine Frau, dass Mino sehr niedergeschlagen sei und den ganzen Tag auf seinem Zimmer verbracht hatte. Also klopfte Minos Vater am Kinderzimmer und fragte, ob er reinkommen dürfte: „Ja, komm herein.“

„Hey, deine Mutter hat mir erzählt, dass du den ganzen Tag auf deinem Zimmer geblieben bist… ist alles in Ordnung?“, fragte der Vater vorsichtig. „Ich möchte nicht darüber reden.“, gab Mino zurück. „Bist du dir sicher? Manchmal ist es sehr hilfreich, wenn man sich seinen Frust von der Seele redete.“

Mino schaute weg und überlegte einen Moment.

„Okay, ich sage es dir, aber versprich mir, dass du nicht gegen meine Entscheidung bist!“

Der Vater guckte erschrocken. „Was mag der Junge nur haben?“, fragte er sich. Schließlich antwortete Dr. Weiß: „Nun gut, ich sage dir meine Meinung, aber ich werde dich nicht umstimmen.“

Sein 14-jähriger Sohn antwortete ihm: „Der Tag heute war schrecklich! Weißt du, bisher hat es mir nie etwas ausgemacht, nicht geimpft zu sein. Aber heute war es anders. Uns wurde in der Schule gesagt, dass wir demnächst auf Klassenfahrt fahren. Alle dürfen mit, aber nur, wenn sie geimpft sind! Und… dann… du weißt doch, ich habe dir letztens erzählt, dass unsere Schule vor dem Sommer eine Jugend-Disco veranstaltet. Unsere Lehrer haben uns aufgefordert, Mädchen zu fragen, ob sie mit uns tanzen wollen. Also habe ich heute all meinen Mut zusammengenommen und Arielle gefragt… Aber (und er fing an zu schluchzen) … Sie hat gesagt, dass sie nicht mit mir tanzen will, weil ich nicht geimpft bin…“

Der Vater blickte traurig seinen Sohn an. Er wusste nicht, was er sagen sollte.

„Ich will mich impfen lassen!“, schluchzte Mino, „bitte Papa! Sonst werde ich nicht mehr glücklich.“

„Aber Mino …“, Dr. Weiß wollte gerade protestieren, doch dann merkte er, wie ernst es um seinen Sohn war. Er nahm seinen Sohn in den Arm.

„Weißt du, mein Sohn…“, fing Dr. Weiß an, „…das Wichtigste war mir immer, dass du gesund und glücklich bist. Und auch wenn ich glaube, dass du die Impfung nicht brauchst, so will ich nicht, dass du unglücklich bist. Ich mache einen Termin für gleich nächste Woche aus. In Ordnung?“

„Danke Papa, du bist der Beste!“, platzte es aus Mino heraus. 
„Und nun komm, es gibt Abendessen.“

Und während Mino schon mal zum Abendessen vorging, ging Dr. Weiß kurz in sein Arbeitszimmer. Für einen Moment kamen viele Gefühle in ihm auf. Wut. Trauer. Verzweiflung. Und dann dachte er sich: „So weit ist es also schon gekommen? Wir machen eine Impfentscheidung von der sozialen Teilhabe abhängig? Wie vielen Kindern ist es wohl schon so gegangen? …

…ist das noch die Medizin, an die ich glauben kann?“

Für das weitere Lesen und Stöbern wünschen viel Spaß!

Christopher Reusch & Tristan Nolting
1. Dezember 2021


Autorenportraits

Geschrieben von Tristan

Christopher Reusch ist ein freundlicher und umsichtiger Zeitgeist, der gerne auf Deutsch und Englisch philosophiert. Genauer gesagt ist er Autor, Podcaster und Waldliebhaber.

Wenn er nicht gerade den Wald zum Abenteuerspielplatz macht, dann lässt er uns über seine Kanäle (https://christopher-reusch.com) an seinen vielfältigen Erkenntnissen teilhaben. Am liebsten spricht er über Spiritualität, Angst, Ernährung und Workouts (Calisthenics). Und mit diesen Themen hat er nicht zu wenig Erfahrungen gesammelt…

Neben seiner Spontanität zähle ich den Mut zu seinen bedeutendsten Eigenschaften. Mal eben mit dem Fahrrad 300km nach Amsterdam fahren? Bei Nacht im Wald die Slackline spannen und dann akrobatisch über das Seil tanzen? Das kann nur Christopher. 

Christopher zeigt uns auch in hoffnungslosen und dunklen Situationen, wie wir unser Licht zum Leuchten bringen können. Wenn du dich für seine intuitive Sichtweise öffnen kannst, wirst du eine Menge lernen.

Hör doch einfach mal bei „Spiritual advice from a barbarian lunatic“ rein!

Geschrieben von Christopher

Tristan Nolting ist der beste Freund, den du haben kannst. Er ist wortgewandt, respektvoll und voller Wissen. Zumindest ist er das, wenn dein Ego mit ihm klarkommt. Wenn es das nicht tut, dann ist Tristan immerhin ein hervorragender Diskussionspartner, denn auch hierbei wird er niemals unter die Gürtellinie zielen.

Mir wurde Tristan damals von einem gemeinsamen Freund mit den Worten: „Das ist Tristan. Er hat ein Buch geschrieben.“, vorgestellt. Sofort hatte ich das Gefühl, ich wollte ihn näher kennenlernen. Wieso konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht sagen, aber ich wusste, dass dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden würde.

Umso glücklicher war ich natürlich, als sich herausstellte, dass Tristan und ich ein Projekt gemeinsam starten würden. Da dieser Abschnitt Tristan vorstellen soll, versuche ich mich kurz zu halten und ihn wirklich akkurat zu beschreiben:

Tristan bildet sich sehr gerne weiter und liest Bücher, bei denen die meisten einfach weglaufen oder gar nichts verstehen würden. Tristan steckt voller Kraft und man sollte ihn trotz seines ruhigen Auftretens nicht unterschätzen.

Er ist ein sehr fokussierter Mensch und weiß vermutlich gar nicht, was Langeweile ist. Dazu hat er nämlich zu viele Ideen und Projekte, die ihn beschäftigt halten. Sein Podcast, seine Bücher und noch vieles mehr aus seiner Kreativkiste findest du auf seiner Homepage.


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Hast du dir nicht auch schon einmal wunderliche Fragen im Alltag gestellt oder vielleicht in Tagträumen, auf die du keine Antwort gefunden hast? Ich auch.

Wie sollte deiner Vorstellung nach eine ideale Welt aussehen? 
Was zeigt dir ein De-ja Vù?
Sind Träume für dein Bewusstsein so real, wie der Wachzustand?

In spannenden Gesprächsrunden versuche ich Interesse durch Bewusstheit und Einfachheit mit Wissenschaft & Esoterik zu kombinieren. Dabei entstehen dann faszinierende Denkansätze, welche zu mehr Fantasie und Kreativität anregen können. Nimm dir ein wenig Zeit und lass dich von den Ideen anstacheln.

☼ Setz dich in Bewegung und die Welt mit dir ☽

Ich bin ein Freund davon, von allem und jedem zu lernen. Das gilt auch für Animes. Wieso also nicht darüber philosophieren, was sich der Macher des legendären Mangas/Animes One Punch Man bei seinem Werk gedacht hat? Lasst uns dafür zu Beginn klären, was Geschichten für eine Bedeutung in unserem Leben haben.

Geschichten sind nicht nur dafür da, uns abends bei einem Lagerfeuer glücklich zu machen, zu trösten oder die Einsamkeit zu vertreiben. Vielmehr sind die Geschichten, die wir kennen, ganz eng an unsere Wahrnehmung geknüpft. Je nach dem, welche Geschichten wir im Leben schon gehört und durchlebt haben, reagieren wir anders auf die Chancen und Möglichkeiten in unserer Gegenwart. Ist deine persönliche Geschichte mit sehr viel Leid durchtränkt, so wirst du vermutlich die Welt anders sehen, als jemand, der immer nur Gutes erlebt und gehört hat.

Es ist kein Wunder, dass in unserem Informationszeitalter Geschichten (bzw. Informationen) die primäre Währung sind. Nachrichten, Hollywood-Filme/Serien, Youtube-Tutorials, Bücher, Musik, soziale Medien, ja sogar unsere Freunde und Familie – sie alle haben eine Geschichte zu erzählen. Gleichzeitig färben sie uns jeden Tag mit ihren Gedanken und Gefühlen und tragen dazu bei, dass wir sind, wie wir sind.

Wer glaubt, dass Geld die Währung unserer Zeit ist, den muss ich enttäuschen. Geld hat auch eine Geschichte, vielleicht sogar die älteste Geschichte der Welt, aber Geld ist nicht das, was unser Leben lebenswert macht. Wir können mit Geld bestimmte Dinge kaufen, die uns Geschichten erzählen sollen. Was wir kaufen, ist jedoch davon abhängig, was wir bereits für Geschichten erlebt haben. Damit ist Geld zwar das Mittel, um neue Geschichten zu erfahren, allerdings kann durch bestimmte Informationen und Geschichten (z.B. Nachrichten) gezielt manipuliert werden, welche Geschichten wir noch hören wollen.

Darum sind Nachrichten übrigens auch nicht ungefährlich: Nachrichten erschaffen einen Drang bzw. eine Sucht nach immer neuen Informationen. Ob diese Informationen positiv oder negativ sind, ist gar nicht unbedingt wichtig, da es bei Nachrichten primär um die Aktualität geht. Wer nicht ständig aktualisiert (wie z.B. auch bei Social Media) fühlt sich abgehängt (und dies kann Urängste triggern, aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden).

Dieser Trend wird übrigens immer weiter dadurch manifestiert, dass Informationen durch das Internet kostenfrei zur Verfügung stehen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zum Narrativ: Zu unserer Zeit fühlt es sich an, als ob es unendlich viele Geschichten gäbe. Das Internet macht es möglich. Aber was, wenn ich euch sage, dass der Ablauf von Geschichten immer derselbe ist?

Es gibt viele Konzepte darüber, wie die basale Struktur von Geschichten aussieht. Aber vielleicht hat es bisher niemand so gut beschrieben, wie der Philosoph und Theologe Joseph Campbell.

Campbell erklärte in seinem Buch Der Heros in tausend Gestalten (Hero with a Thousand Faces), dass sich eine Geschichte für einen Helden immer nach den gleichen Motiven entwickelt, unabhängig von Religion, Abstammung, oder Zeit. Ein Held einer Geschichte sei somit ein Archetyp, der in jedem Menschen angeboren sei. Im Grunde genommen läuft es so ab: Die Reise beginnt, der Held trifft seinen Mentor, der Held muss „das Unbekannte“ bzw. einen unbekannten Bereich betreten, macht Fehler und steckt Niederlagen ein, lernt aber gleichzeitig Helfer kennen, erlernt neue Fähigkeiten, wandelt an der Schwelle des Todes (und wird manchmal wiedergeboren), erfährt eine Offenbarung und verändert sich, tut Buße, wird beschenkt (durch z.B. äußere Umstände, Gegenstände, die ihm helfen oder Freunde) und kehrt „stärker“ in die normale Welt zurück. Dann beginnt die Reise von Neuem, aber auf einem höheren Niveau. Auf dreidimensionaler Ebene ließe sich dieser Kreislauf auch als Upward Spiral (Aufwärtsspirale) vorstellen.

Eine weitere Art und Weise die Geschichte eines Helden zu beschrieben, hat Dan Harmon, Erfinder der beliebten TV-Serie Rick & Morty entwickelt. Dabei sei jedoch gesagt, dass die Grundzüge seiner Beschreibung auf Campbell zurückzuführen sind, dessen Buch Harmon kennt.

Dan Harmon beschreibt acht Schritte, in denen der Held einer Geschichte sich verändern muss, um die Reise zu bestehen. Die obere Hälfte des Tortendiagramms zeigt dabei Start bzw. Ende der Geschichte an, somit nach Campbell „das Bekannte“, während die untere Hälfte Wachstum und Veränderung anzeigt, nach Campbell „das Unbekannte“. Häufig gehen mit dem bekannten Bereich einer Geschichte Licht, Fröhlichkeit, Ordnung und Heilung/Leben einher (was sich auch filmisch gut darstellen lässt), während mit dem unbekannten Bereich das genaue Gegenteil einhergeht (Dunkelheit, Chaos, Trauer, Tod etc.). Mit dieser Dualität wird in einer Geschichte ganz bewusst gespielt. Wäre diese Dualität nicht vorhanden, wäre auch keine Veränderung zu erwarten. Sowohl in deiner eigenen Geschichte, als auch im Film und TV.

Diese acht Schritte sind: 1. Komfortzone, 2. Bedürfnis oder Wunsch, 3. Ungewohnte Situation, 4. Anpassung, 5. Kriegen, was man wollte, 6. Aber einen Preis dafür zahlen, 7. Zurück zur Gewohnheit 8. Sich geändert haben

„Alles Leben, einschließlich des menschlichen Geistes und der Gemeinschaften, die wir schaffen, marschiert im selben, sehr spezifischen Takt. Wenn Ihre Geschichte auch zu diesem Takt marschiert – ob Ihre Geschichte der große amerikanische Roman oder ein Furzwitz ist – wird sie mitschwingen. Es wird das Ego Ihres Publikums auf eine kurze Reise ins Unbewusste und zurück schicken. Ihr Publikum hat einen instinktiven Geschmack dafür und sie werden „lecker“ sagen.

Dan Harmon

Und glaubt mir nicht, sondern überprüft es. Von Arielle die kleine Meerjungfrau, über Heavy Metal Musik bis hin zu Menschen, die sich in den Urwald nach Peru auf den Weg machen, um Ayahuasca zu trinken: Sie alle machen diesen Story Circle durch.

Wie lässt sich nun die Serie One Punch Man dort einordnen? Grundsätzlich verfügen Serien auch über einen Story Cycle, auch wenn dieser etwas ausgedehnt wird. Zudem spiegelt sich der Story Cycle auch in jeder einzelnen Folge wieder und existiert damit sowohl im Mikrokosmos, als auch im Makrokosmos einer Serie.

Bei One Punch Man geht es um den Helden Saitama, einen übermächtigen Helden, der die Welt vor Monstern schützt. Und ja, Saitama sieht nicht danach aus, aber er ist so stark, dass niemand, wirklich NIEMAND ihm auch nur das Geringste anhaben kann. Selbst den Gebieter des Universums hat er schon in der ersten Staffel besiegt. Tatsächlich ist der Titel der Serie auch so gewählt, weil Saitama jeden Gegner mit nur einem einzigen Schlag platt macht. Saitama kommt eigentlich fast immer zu spät zu den wirklich wichtigen Kämpfen, in denen seine Freunde besiegt wurden, aber am Ende siegen doch immer die Guten. Oder naja, er. Aber er selbst zählt sich zu den Guten.

Und genau hier fängt das Problem an: Saitama bleibt konstant in Phase 1: Die Komfortzone. Er kommt da aber auch einfach nicht raus, so sehr er es versucht. Seine Freunde entwickeln sich im Gegensatz zu ihm weiter, auch wenn sie niemals in ihrem Leben so stark werden können, wie er. Aber Saitama hat durch seine unheimliche Stärke sein Lebensziel erreicht und kann sich nun nicht mehr weiterentwickeln. Niemand kitzelt das aus ihm heraus, was eine gute Geschichte ausmacht: Dass der Held sich verändern und anpassen muss.

Und das merkt Saitama. Versteht mich nicht falsch, die Serie One Punch Man selbst verläuft nach demselben Schema, wie jede andere Geschichte auch. Saitama ist zwar der Hauptcharakter, aber die Serie selbst besteht aus vielen kleinen Nebenhandlungen über Helden, die immer wieder mit Saitama in Kontakt kommen. Insofern sehen wir immer stärkere neue Gegner, an die sich alle Helden anpassen müssen, d.h. sich selbst überwinden müssen, um zu gewinnen. Außer Saitama.

Die Rolle von Saitama könnte also nicht irrwitziger und ironischer sein. Er ist der einzige Charakter, der stets „er selbst bleiben darf.“ Es gibt schlichtweg keinen Antrieb und keine Veränderung mehr für Saitama als Helden. Und hier erhalten wir auch einen Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt. Er hat eine sehr leidvolle Geschichte und wusste nie, wo er hingehört. Eines Tages hat ein Monster seinen Kampfgeist geweckt und er hatte das Ziel, der stärkste Held aller Zeiten zu werden. Daraufhin hat er – laut ihm – so verrückt trainiert, dass er unbesiegbar wurde (und ihm die Haare ausgefallen sind). Seine Leidenschaft für das Heldendasein schien also so extrem zu sein, dass er der Allerbeste wurde. Jedoch für einen Preis, den er zahlen musste, ebenso wie jeder andere Held auch.

Er fühlt sich abgestumpft, leer und völlig angstfrei. Angstfreiheit kann für die einen etwas Gutes bedeuten. Es kann aber auch die totale Gleichgültigkeit bedeuten. Letztlich ist Mut auch nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Entscheidung trotz Angst zu handeln.

Jeder Mensch verbindet einen Helden mit Mut. Saitama braucht diesen Mut nicht mehr, gerade weil er schon der allerstärkste Held ist. Vielleicht fehlt ihm deshalb die Leidenschaft für seinen Beruf als Held. Wieso anstrengen und mutig sein, wenn er sowieso weiß, dass er gewinnt? Diese Frage bringt ihn in eine tiefe Depression.

Aber, wer die Serie versteht, der merkt, dass Saitama sich doch verändert: Nicht als Held, aber als Mensch. Zu Beginn der Serie war er alleinstehend, ohne Freunde oder Beruf. Inzwischen hat er einen Schüler, einen Freund und wird von der Heldenliga als hauptberuflicher Held eingestuft (wenn auch in einer Klasse, die ihm nicht gerecht wird). Er lernt wieder Gefühle zu fühlen, nicht auf dem Schlachtfeld, aber bei seinen Freunden. Während die anderen Charaktere der Serie noch darum kämpfen, die Stärksten oder Mächtigsten zu sein, lernt Saitama, worauf es wirklich ankommt. Vielleicht ist Saitama in der Serie fehl am Platz – wie ein Gott aus einem anderen Universum – aber genau das macht den Charme der Serie aus.

Übertragen auf das echte Leben wirft die Serie einige ernsthafte Fragen auf, mit denen auch wir im Alltag konfrontiert werden. Exemplarisch:

  • Wozu weiterkämpfen, wenn wir unser Ziel erreicht haben?
  • Liegt der Sinn des Lebens in Macht, Stärke und Überlegenheit oder eher in Ebenbürtigkeit und Austausch?
  • Brauchen wir Ideale, um nicht der Gleichgültigkeit unseres Daseins zu erliegen?
  • Erfahren diejenigen, die stark und machtvoll sind, automatisch einen Gott-Komplex?

Und zum Abschluss findet ihr noch ein Video, in dem sich Saitama über seine Misere klar wird… und durch einen guten Freund eine Anregung erhält, seine Ideale zu überdenken.

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