Stehen wir vor einer Wende?

Gestern, am 21. Dezember 2020, wurde vielfach von Medien darüber berichtet, dass Jupiter und Saturn sich sehr nahe ständen. Wie nicht anders zu erwarten, wurde jedoch nur das „Sichtbare“ geschildert und nicht die geistigen Auswirkungen dieses Events. Beobachtung erfolgt schließlich nicht nur auf visueller Ebene (was sich am 21.12. aufgrund des Wetters sowieso als schwierig gestaltet hat). Dies war mir jedoch klar, da unsere Wissenschaft nicht wirklich Interesse an geistigen und subjektiven Phänomenen hat.

Darum beschäftige ich mich in diesem Beitrag einfach mal mit den geistigen Auswirkungen der „großen Konjunktion“ (Annäherung am Sternenhimmel) von Jupiter und Saturn. Es wird spannend für dich.

Bevor mich nun die ersten Leser in die New-Age Schublade stecken, möchte ich noch einmal die Urteilsfreiheit betonen. Du musst mir nicht glauben, was ich hier schreibe, aber du kannst dir zumindest erlauben, Anregungen von mir zu erhalten. Und es gibt bei diesem Thema ein Argument für mich, das muss ich so klar sagen, welches sofort die Meinung entkräftet, dass die Planeten und deren Konstellation keine Auswirkungen auf den menschlichen Geist haben.

Schau dir mal den Mond an. Der Mond ist laut Forschern winzig klein, er zählt noch nicht einmal als Planet, sondern nur als Satellit (astronomisches Objekt bzw. Trabant, dass ein anderes Objekt mit größerer Masse umkreist). Und obwohl der ☾ so winzig klein ist, hat er trotzdem die Kraft die Gezeiten auf der Welt zu beeinflussen. Ohne Mond entsteht auch kein Ebbe und Flut. Der Mond zieht das Wasser an wie ein Magnet.

Die wissenschaftliche Perspektive geht jedoch durchaus noch weiter: Ohne Mond kein Leben. Wir brauchen den Mond ebenso sehr, wie die Sonne. Der Mond stabilisiert die Rotationsachse und das Klima. Die Sonne sorgt für die notwendige Wärme und das Licht. Außerdem ist, wie wir inzwischen wissen, eine unglaubliche Feinabstimmung notwendig, damit die Planeten und deren Satelliten in ihren jeweiligen Umlaufbahnen bleiben und das Leben auf der Erde weiter existieren kann. Hinzu kommen noch viele andere astronomische Faktoren, allerdings sei an dieser Stelle nur nochmal bekundet, welches Wunder es eigentlich ist, dass wir alle am Leben sind. Die mathematische Wahrscheinlichkeit dafür ist fast gleich 0. Zumindest aus materialistischer Perspektive.

Wer nun glaubt, dass die anderen Planeten keinen Einfluss auf unser Leben haben, der unterliegt lediglich den eigenen Glaubenssätzen. Die Astrologie ist möglicherweise gar nicht so fernab der Wirklichkeit, wie viele bekennende Skeptiker glauben mögen. Schauen wir uns dazu auch einfach mal die Verbindung zwischen Planeten und Erdmetallen an.

Planeten & Metalle

In der römischen Mythologie (wie auch der griechischen Mythologie) erhielten die Planeten die Namen der Götter. Dies schien jedoch nicht wahllos zu geschehen, sondern mit einem intuitiven Gespür dafür, welche Kraft die jeweiligen Planeten auf unseren Geist und unseren Körper ausüben. Dafür gebe ich dir nun eine entsprechende Textpassage aus meinem Buch Odyssee im 21. Jahrhundert frei, die sich mit der Verbindung zwischen dem Planeten Mars und dem Mineralstoff Eisen beschäftigt.

„Nehmen wir als Beispiel den Planeten Mars und das dazugehörige Element Eisen: Der Kriegsgott Ares (röm. Mars) ist nach der griechischen Mythologie die Verkörperung für die Willenskraft und des Krieges, welche sich im Leben besonders durch Konfrontationen und Durchhaltevermögen zeigt. Wer keine Willenskraft hat, der fühlt sich auf geistiger Ebene energielos und schlapp. Natürliche Aggressivität ist ein normaler Bestandteil der Natur, der auf das Überleben, das Bewahren der eigenen Dominanz, ausgerichtet ist. Wer die Tapferkeit [als Tugend] erlangen möchte, der muss sich in gewissem Rahmen auch seine angeborene Aggressivität  erhalten. Auf körperlicher Ebene offenbart sich das Fehlen der Aggressivität durch Eisenmangel (Anämie) im Blut. Frauen sind häufiger von Anämien betroffen als Männer.[i] Durchsetzungsvermögen ist eher eine typisch männliche Eigenschaft, weshalb Ares auch als Sinnbild männlicher Kraft und Schönheit gilt.“

Weitere Beispiele für Analogien zwischen Mineralstoffen und deren Verbindungen zu den Planeten findest du in der folgenden Tabelle oder in meinem Buch (z.B. im Falle des Kupfers).

Was geschieht nun aktuell?

Jupiter und Saturn kommen sich sehr nahe. Dies geschieht etwa alle 20 Jahre. So nah, wie am 21. Dezember 2020 waren die Planeten jedoch vermutlich zuletzt im Jahr 1623.

Auf geistiger Ebene haben wir hier zwei Symbole die sich treffen: Das Glück bzw. die Fügung, verkörpert durch Jupiter und die Themen Zeit bzw. Tod verkörpert durch Saturn. Zugleich sind die zugeordneten Organe die Leber (Jupiter) und die Knochen bzw. Haut (Saturn).

Hierbei ist recht interessant, dass die astronomische Begegnung von Jupiter und Saturn auf die Schöpfungsgeschichte der griechischen Mythologie („Theogonie“ von Hesiod) um den Kampf der Götter und Titanen übertragen werden kann. Kurze Zusammenfassung:

Die Anführer beider Lager, Zeus (Jupiter) und Kronos (Saturn), liefern sich in der Geschichte einen erbitterten und zwieträchtigen Kampf, bis Zeus seinen Vater Kronos und die anderen Titanen in den Tartaros (tiefste Region der Unterwelt) einsperrt.

Dieser Mythos ist durchaus auf unsere heutige Zeit übertragbar – wenn auch mit Vorsicht. Wir erleben gerade wieder einmal einen erbitterten Kampf zwischen den verschiedenen Aspekten des menschlichen Geistes, der sich auch auf das Zwischenmenschliche überträgt. Saturn (Kronos) als Herrscher und Sicherheitsgarant, sowie Jupiter (Zeus) als Schützer und Ordner liefern sich alle 20 Jahre einen Kampf über die Vorherrschaft im menschlichen Geist. Nun bleibt die Frage offen – wer gewinnt diesen ständigen metaphorischen Kampf?

Gewinnt Jupiter, so stehen uns glückliche Zeiten bevor, die vielleicht auch entgiftend und reinigend wirken (s. Tabelle, Jupiter als Verbindung zur Leber.). So könnten alte Wunden heilen und eine neue Zeit des Friedens entstehen.

Gewinnt Saturn, werden die Hauptthemen der nahen Zukunft Zeit und Tod. Womöglich wird die Unbarmherzigkeit und das Mistrauen auch stärker ausgeprägt. Das Tod ist aber auch schon jetzt ein Thema, wie wir alle spüren. Die Frage ist nur, ob wir den Tod auch gesellschaftlich annehmen können.

Ich formuliere dies deshalb auch so eindeutig, weil ich den Zwispalt der Menschheit auch in der aktuellen Pandemie sehe. Hierzu hatte ich auch einen Beitrag über das Thema Freiheit oder Sicherheit? verfasst. In der nächsten Zeit wird sich für mich entscheiden, ob wir den Weg der Toleranz und des Gleichgewichts gehen oder, ob wir uns weiter in Extremen verlieren. Und ob wir einmal mehr in der Geschichte der Menschheit entzweit werden.

Es gibt viele astronomische Konstellationen, die in ihrer Bedeutung für den menschlichen Geist höchst interessant sind. Ein Beispiel hierfür ist der Lunisolarkalender. Laut dem Kalender wandern Mond und Sonne genau 33 Jahre, bis sie wieder am selben Punkt zueinanderstehen, wie 33 Jahre zuvor. Nach 33 Jahren sollen sich auch die Geschehen auf der Erde wiederholen – zugleich könnte man diesen Zyklus mit einer neuen menschlichen Generation gleichsetzen. Holger A. L. Faß schreibt hierzu:

Im spirituellen Sinn erscheint mir dieser Jahrgangs-Rhythmus einleuchtender als die sonst häufig zitierte alle 20 Jahre stattfindende Begegnung von Jupiter und Saturn. Während der Jupiter-Saturn-Zyklus mehr die konkreten Verhältnisse zwischen Wachstum und Beschränkung, zwischen Hybris und Meisterschaft anzeigt, weist der 33-Jahre-Rhythmus von Sonne und Mond auf die jeweilige Geist-Seele-Verbindung der entsprechenden Generation hin.

Aus Sicht der Numerologie ist die Zahl 33 als beginnender Generationenwechsel kein Zufall. Viele Kulturen schätzten die 3er-Zahlenfolge (3,6,9) als Zahlen der Harmonie und Natürlichkeit ein. So bilden Numerologen aus Zahlenkombinationen (wie dem Geburtsdatum) Quersummen – so lange, bis eine einzige Ziffer übrig bleibt. Ausnahmen werden bei den Zahlen 11, 22 und 33 gemacht. Dabei gilt die 33 als weiseste und sehr weit fortgeschrittene Zahl. Sie verkörpert hohe Spiritualität und wird daher auch als „Meisterzahl“ bezeichnet.

Bei mehr Interesse an astrophysikalischen Themen empfehle ich dir meinen Freund Dipl. Astrophysiker Robert Sarkis-Karapetians. Er hat in zwei Interviews bei Radio Berg im November über kommende astrophysikalische Ereignisse gesprochen. Und dabei hat er auch noch über den Tellerrand geblickt und die Ereignisse ins große Ganze (z.B. Maya-Kalender) eingebunden. Vielleicht ist es am Anfang nicht ganz leicht zu verstehen, aber dafür empfehle ich dir unbedingt beide Interviews anzuhören. Und auch das Interview mit Dieter Broers ist sehr spannend.


Interview 1

Interview 2


Interview mit Dieter Broers

https://www.youtube.com/watch?v=yHU42EWXVmw

Hoffen wir auf ein klärendes, friedvolles und empfindsames Jahr 2021.

Bis bald,
dein Tristan.


Literaturverzeichnis

[i]TD Johnson-Wimbley und DY Graham “Diagnosis and management of iron deficiency anemia in the 21st century” Therapeutic advances in gastroenterology vol. 4(3): S. 177-184 (2011).