Metaphysik der Spiritualität

spiritus

Leere & Lehre.

Im Jahr 2020 gibt es so viele Geistliche, Lehrer und Yogis, wie nie zuvor. Durch das Internet gibt es immer mehr Möglichkeiten Glaubenssätze und Wissensinhalte zu verbreiten. Dies bedeutet für uns eine ungeheure Menge an Informationen, Anweisungen und Angeboten, um zum spirituellen Ziel zur gelangen: Zur Erleuchtung, Weisheit oder wie man es nennen mag. Wie aber unterscheiden wir zwischen Informationen, die für uns relevant sind und Informationen, die für uns lediglich interessant sind, also keine Wichtigkeit für unser Leben haben? Denn eine solche Einteilung ist unbedingt notwendig, um nicht in den Weiten des Internets zu verschwinden.

Das Internet kann Bibliothek sein – aber auch Irrenhaus. Hierbei ist es wichtig, differenzieren zu können. Ansonsten droht geistige Verwirrung und daraus folgende Probleme für das eigene Leben.

Das Internet ganz aus dem eigenen Leben zu schließen ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum möglich. Dies würde allerdings auch nur in Frage kommen, wenn der negative Anteil des Internets solche Maße annehmen würde, dass es lediglich selbstzerstörerisch wirkt. Aber das tut es nicht.

Lediglich das eigene Handeln kann selbstzerstörerisch wirken. Ich kann mit meinem Handeln Tod bringen oder Leben einhauchen. Ich kann neue Lehren lernen und doch eine tiefe innere Leere spüren. Ich kann Spiritualität praktizieren und doch im Materialismus versinken. Wie also lernen wir den Umgang?

Durch Klarheit. Und Klarheit beginnt immer beim Selbst. Verstehe ich mich selbst, verstehe ich andere Menschen. Liebe ich mich selbst, kann ich andere Menschen lieben. Fühle ich mich wohl, fühlen sich andere Menschen in meiner Gegenwart wohl.

Die Bereitschaft seinen eigenen Geist kennenzulernen und stets neues über sich und die Welt zu erfahren, das ist für mich Spiritualität. Und das bedeutet, dass wir wirklich sinnbildlich greifen und begreifen können, was wir alltäglich von uns geben. Denn unsere Worte haben die Macht Bilder in unserem Kopf zu erzeugen. Und unsere Handlungen haben die Macht Bilder im Kopf von anderen zu erzeugen. Jene Bilder zu erkennen und sich anzupassen: Das ist für mich der Weg zur Erkenntnis des eigenen Geistes.

Spiritualität kann somit alles sein und schließt keinen Aspekt der Welt aus. Spirituelle Metaphysik bezeichnet für mich die Wahrnehmung der Welt aus einem nicht-materiellen, subjektiven und ganzheitlichen Blickwinkel. Wichtig ist, dass wir versuchen die Wirklichkeit bildlich (in unserem Kopf) zu erkennen und in unser Leben zu integrieren. Wer sich am spirituellen Weg versucht, der kann so vieles lernen. Du würdest dich wundern, welche Vorteile es in dein Leben bringt, einfach mal deine Perspektive zu schulen.

Aber wie beginnen wir? Aller Anfang ist die Beobachtung.

Wer sollte nicht durch die Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheiten geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden!

Nikolaus Kopernikus

Wie in der Meditation, so auch bei mystischen Erfahrungen, in der Wissenschaft oder im alltäglichen Leben. Um zur Erkenntnis zu gelangen, somit zu Veränderungen, müssen wir beobachten. Nur derjenige, der sich selbst zur Blindheit erzieht, verkennt die Schönheit des Lebens. Wer die Wunder des Lebens erkennen will, muss hinschauen. Wer sie verstehen will, muss sein eigenes Unverständnis eingestehen.

Alleine, dass wir leben ist für so viele Menschen zur Normalität geworden. Dabei gibt es hin und wieder Augenblicke im Leben, da wirkt alles so bizarr und surreal. Das wir existieren ist der Beweis für eine unendlich große Macht, die das hier alles geschaffen hat. Denn ohne Anstoß kann das Pendel nicht zum schwingen kommen. Wer allerdings glaubt, dass Pendel habe keinen Anstoß, der glaubt auch, dass er selbst nicht durch andere Menschen geboren wurde.

Um dir einen Anstoß in Richtung Spiritualität zu geben, habe ich meine Erkenntnisse und Beobachtungen aufgeschrieben und daraus mein erstes Werk „Odyssee im 21. Jahrhundert“ gemacht. Vielleicht zieht es dich ja an? Ich hoffe, dass du genau das findest, wonach du sucht. Und vielleicht sind es ja die Erkenntnise in meinem Buch, die dich zum Schwingen bringen.

Eines gebe ich dir jedoch noch mit: Egal, was du liest. Es ist nur meine Meinung. Wirst du es als absolut betrachten, dann wird es zu einer großen Leere in dir führen. Daher auch die etymologische Nähe der Wörter Lehre und Leere. Ich rate dir immer zu hinterfragen und zu prüfen, was du liest. Mache deine eigenen Erfahrungen, was Wahrheit ist.