Lieber Leser,

jeder kennt sie, die unaufhaltbaren und unzweifelbaren Experten, die uns auf die einzig richtige Weise aus der Pandemie führen. *Zwinker*

Natürlich bin ich mir der Menschlichkeit von Fehlern bewusst, die im Laufe einer solchen Krise geschehen können. Doch mein anklingender Sarkasmus ist zweifelsohne berechtigt, wenn man sich einmal genauer damit befasst, mit welcher Perfidität bestimmte Maßnahmen begründet werden.

Allen voran werden immer wieder unpassende Vergleiche genutzt, um die eigene Argumentation zu stützen. Vergleiche haben im Zuge der Diskussion ihre unersetzbare Position und Berechtigung, doch sollten auch Vergleiche gewählt werden, die stimmig sind und schlicht Sinn ergeben.

Den Virokraten unserer Gesellschaft scheint eine schlüssige Argumentation eher unwichtig zu sein. Kenntnisse in Germanistik, Rhetorik oder Hermeneutik könnten da vielleicht weiterhelfen. 

Hier habe ich einen Blogbeitrag über Platons Trivium verfasst.

Nachfolgend möchte ich drei Beispiele von schlechten Vergleichen anführen, die im Zuge der COVID-19-Pandemie genannt wurden, um bestimmte Maßnahmen zu rechtfertigen. Viel Spaß beim Lesen.

Lauterbach: „Ungeimpfte sind wie Nicht-Schwimmer.“

Der stetig „besorgte“ neu gewählte Gesundheitsminister Lauterbach hat nicht nur häufiger mal einen Zahlendreher in den unzähligen Talkshows und Interviews zu verzeichnen – der Hashtag #Lauterbachluegt ist auch noch nicht allzu lange her. (0)(1)(2)(3) Er nutzt hin und wieder aber auch zweifelhafte Vergleiche, um seine kruden Thesen zu verbreiten.

Im Bild-Doppelinterview mit Lauterbach und Streeck kam die Frage auf, ob 2G ein Impfdruck durch die Hintertür sei oder zumindest eine Zwei-Klassengesellschaft erschaffe. (4) Daraufhin kam Herr Lauterbachs fabulöser Einwand:

„Also zunächst einmal, wenn die 2G-Regel gilt können die Ungeimpften weiter am Sozialleben teilhaben. Es sind nur bestimmte Bereiche, zu denen sie keinen Zugang mehr haben. […] Und das ist auch keine Diskriminierung, ich will versuchen, dies an einem Beispiel festzumachen.

Als bei einem Schwimmbad gibt es tiefere und nicht so tiefe Bereiche. Die Nicht-Schwimmer dürfen nicht in die tiefen Bereiche hinein. Dann könnte man auch sagen: „Es ist die Freiheit der Nicht-Schwimmer, in die tieferen Bereiche zu dürfen.“ Aber ich will ja nicht, dass sie ertrinken. Darum kommen nur Schwimmer in diesen Bereich.

Und das mag zunächst als ein weit hergeholtes Bild erscheinen, aber es gibt tatsächlich Situationen, in denen dieses Bild zutreffend ist, wie etwa in Diskotheken mit der hohen Aerosolkonzentration. Das heißt, ich muss die Menschen voreinander schützen. (…) 

Und wenn der Nicht-Schwimmer ertrinkt, das ist grauenvoll und möchte niemand, aber es ist nur der Nicht-Schwimmer. Aber in der Diskothek stecken sich die Menschen untereinander an. Somit glaube ich gibt es gute Gründe, aber nur natürlich in den besonders gefährdeten Situationen.“

Lauterbach, BILD TV (2021)

Übrigens haben einige Kolumnisten ähnliche Vergleiche wie Herr Lauterbach gemacht. (5) Wer hat sich hier wohl von wem inspirieren lassen?

Wie dem auch sei, ein wirklich fundierter Vergleich ist das nicht. Im Grunde genommen ist das ein unzuverlässiger, geradezu irreführender Vergleich, und zwar aus mehreren Gründen.

Wer Nicht-Schwimmer ist und trotzdem in tiefen Gewässern schwimmen geht, der wird definitiv sterben, wenn ihm nicht jemand hilft. Das ist leider unausweichlich. 

Bei einer Corona-Infektion ist das überhaupt nicht so. Jeder Mensch hat ein angeborenes Immunsystem, welches sehr lernfähig ist. Ein gesunder Lebensstil schützt ohne Frage vor einem schweren Verlauf! Alles andere würde schlicht keinen Sinn machen und es ist müßig, darüber zu streiten. Es mag Einzelfälle geben, in denen auch gesunde (oder nennen wir sie mal nicht mit einer Krankheit diagnostizierten) Menschen einen schweren Verlauf haben. Inzwischen ist aber nur allzu gut bekannt, dass Risikofaktoren wie Rauchen, wenig Sport, Vorerkrankungen und hohes Alter zu einem schweren Verlauf führen. Studien hierzu finden sich massenhaft auf Pubmed.gov.

Eine italienische Studie hat übrigens festgestellt, dass über 99% der Menschen, die an COVID-19-gestorben sind, Vorerkrankungen aufwiesen. (6)

Dies sind bekannte Tatsachen. Und trotzdem werden solche Vergleiche gezogen, um unsinnige Maßnahmen zu begründen. Besonders interessant ist es, dass sich Herr Lauterbach die Fakten immer so dreht, wie es gerade passt. Im einen Interview mit der WELT erzählt er, dass die ungeimpften Menschen um jeden Preis geschützt werden müssen [selbst wenn sie nicht geschützt werden wollen, T.N.], in diesem Video argumentiert er wiederum, dass die ungeimpften Menschen ja die geimpften Menschen anstecken würden und damit eine Gefahr sein würden. 

Wen wollen wir also schützen, die ungeimpften oder geimpften Menschen? Wovor hat Herr Lauterbach Angst, wenn die geimpften Menschen geschützt sind? Zudem steigt die Anzahl an Impfdurchbrüchen immer weiter an, ganz zu schweigen von der derzeitigen Omicron-Welle, bei der es viel mehr Impfdurchbrüche als Neuinfektionen gibt. Also: Auch Geimpfte können Geimpfte infizieren. (7)

Was soll also dieser Schwimmbad-Vergleich? Er hat nicht nur keine Relevanz, er erweckt ganz einfach einen falschen Eindruck. Das Leben ist kein großes Schwimmbad, in dem die ungeimpften Menschen Nicht-Schwimmer sind und jede Sekunde drohen zu ertrinken. Klingt übertrieben? Nach der Ausweitung von 2G auf den Einzelhandel könnte man den Eindruck haben, unsere Politiker haben vor allem und jedem Angst… Ein Geimpften-Bändchen hilft da sicher weiter… (8)

Nguyen-Kim: „Impfpflicht ist wie Anschnallpflicht“

Besonders erstaunt hat mich mailabs Video „Impfpflicht ist ok“. (9)

Ich habe bereits in meinem Podcast eine Reaktion auf das Video veröffentlicht, möchte mir hier aber noch mal die Zeit nehmen, um den Höhepunkt des Videos zu kommentieren. Wörtlich kommentiert Nguyen-Kim die Diskussionen in diesem Video wie folgt:

„Ich versteh nicht, wie man eine Impfpflicht kategorisch ausschließen kann, so wie die Regierung dies aktuell tut.

Ganz rational betrachtet ist eine Impfpflicht sogar weniger krass als die Gurtpflicht im Auto. Denn der Sicherheitsgurt schützt ja nur mich selbst. Da könnte man ja noch argumentieren, ist ja jeder selbst schuld, wer sich nicht anschnallt.

Aber wer sich impfen lässt, schützt ja nicht nur sich. Da sich Geimpfte seltener anstecken, können sie auch das Virus seltener weitergeben. Und Geimpfte haben eher mildere Verläufe oder gar keine Symptome. Und wenn ich jemandem ins Gesicht huste, stecke ich den natürlich auch eher an, als wenn ich keine Symptome habe.“

Nguyen-Kim, Impfpflicht ist ok (2021)

Sapperlot! Mailabs technokratisches Verständnis des Menschen ist geradezu bahnbrechend. Nguyen-Kim könnte sich in eine Reihe mit der Richterin des Supreme Court stellen, die Anfang Januar 2022 gefragt hat, was der Unterschied zwischen Mensch und Maschine ist. (10)

Eine solche „rationale Auffassung“ der Impfpflicht wäre tatsächlich gegeben, wenn der Mensch nicht mehr wäre als eine Maschine. Aber jeder Mensch, der noch etwas von Selbstbestimmung, Autonomie und Würde hält, würde dem entgegenstehen und klarstellen, dass der Mensch ein Innenwesen ist, der Roboter jedoch nur ein Außenwesen. Hast du vielleicht schon mal einen Roboter mit echten Gefühlen und „Bewusstsein“ gesehen? Natürlich nicht, der modernen Wissenschaft ist das Bewusstsein noch heute ein Rätsel (und wird es vielleicht auch immer bleiben). Auch die Entwicklung um K.I. wird das nicht ändern.

Mailab scheint also überzeugt zu sein, dass der Mensch eine Maschine ist. Für sie macht es vielleicht auch keinen Unterschied, ob der Gurt im Auto in den Körper eingeführt wird oder nur entlang geführt wird. Aber es gibt eben einen riesig großen Unterschied, der in der Grenzüberschreitung zwischen Innen und Außen liegt. Eine Grenze, die es für Maschinen schlicht nicht gibt.

Das Missverständnis fängt also dort an, wo der Mensch nicht begreift, dass das Innenleben eines Menschen ein empfindliches Zusammenspiel aus psychischen und physischen Kräften ist, an denen nicht leichtfertig rumgespielt werden sollte. Dieses Argument sollte nicht im Sinne der Kirche genutzt werden, die in der Geschichte bewiesen hat, dass sie die Menschheit nur an der Vermehrung von Wissen hindern wollte, sondern im Sinne der Demut nach Karl Popper: Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, den Menschen so zu erschaffen, wie er heute ist. Der Mensch ist ganz und gar nicht „imperfekt“, aber er kann sich selbst dazu degradieren.

Auch das Argument, der Gurt schütze nur einen Selbst, die Impfpflicht auch andere ist nicht mehr als eine Behauptung. Die Daten mehren sich, dass auch Geimpfte ansteckend sind. (7) Aber auch hier gilt wieder: Für gesunde Menschen besteht keinerlei Gefahr durch SARS-CoV-2, sodass ein Eingriff in den Körper des Menschen schlicht unnötig ist. Und wofür sollte ich mich denn nun impfen lassen, wenn für mich kein Risiko besteht und ich auch als Geimpfter das Virus weitergeben könnte? Wie soll man bitte Nguyen-Kims Argument des „ins Gesicht Hustens“ ernstnehmen? Wer hustet anderen ins Gesicht?

Die hyperrationale Argumentation von mailab enthüllt neben einigen Ich-mach-mir-die-Welt-wie-sie-mir-gefällt-Aussagen auch eine gewisse abfällige Betrachtung des Menschen, den man dann bald nach ihr nur noch als Impf-Cyborg kennen könnte. Die nächste Welle kommt bestimmt. Und danach die nächste Pandemie.

Hier gibt es einen lustigen Clip über mailabs Video „Impfpflicht ist ok“.

Ein Spiegel-Artikel ganz im Sinne von Mai Thi Nguyen-Kim

Drosten: „Eine Infektion trainiert das Immunsystem wie ein Steak die Verdauung“

Wer kann das „unsinnige Impfgejammer“ bald auch nicht mehr hören? Unser Star-Virologe.

Während andere Menschen für ihre Ausrutscher und Frust-Posts von den Medien diffamiert werden, erhält Prof. Drosten rege Zustimmung. (11)(12)(13)(14)

Der Aufhänger:

Besonders bemerkenswert: Vor ein paar Monaten behauptete Herr Drosten das genaue Gegenteil. (15) Eine natürliche Immunität schütze besser:

„Wer sich infiziert, hat ja mit dem ganzen Virus Kontakt gehabt, während das Immunsystem Geimpfter sich ja, zumindest bei denen hier bei uns zugelassenen Impfstoffen, nur mit dem Spike-Protein auseinandersetzen muss“ (16)

Wer hier voreilig darauf schließt, dass Herr Drosten empfiehlt, man solle mit dem Virus in Kontakt kommen, der irrt: Erst brauchen wir die endemische Situation… und jeder muss natürlich geimpft sein. Ist doch logisch. *Zwinker*

Viel interessanter ist aber der Vergleich zwischen Steak & Infektion, oder besser gesagt zwischen Immunsystem und Verdauung. In seinem Beispiel ist die Impfung nämlich der metaphorische Grünkohl (kein Scherz). Bei diesem Vergleich tun sich ganz viele ernährungsphysiologische Probleme auf, die Herr Drosten natürlich alle nicht kennt. 

Zum einen haben NATÜRLICH Menschen mit regelmäßigem Fleischkonsum eine bessere Verdauung und Resorption der Nährstoffe. Wer jahrelang vegan oder vegetarisch lebt und seine Ernährung umstellt, kann sich zu Beginn auf ein Feuerwerk der Darmprobleme einstellen. Hier muss man sagen, dass das Prinzip der Anpassung gilt. Der menschliche Körper stellt sich auf die Gewöhnung ein und wer sich bestimmte Verhaltensweisen abgewöhnt, der muss bei Umstellung auch mit Konsequenzen rechnen. Hier sei allen voran das Darmmikrobiom genannt.

Zum anderen musste das Steak für sein Beispiel einer Infektion herhalten. Inzwischen glaubt jeder Laie, dass rotes Fleisch schlecht wäre, dabei ist dem nicht so. Es kommt immer auf das Maß an (vgl. Paracelsus). Damit wird wieder mal die Infektion als etwas „Schlechtes“ assoziiert, die Impfung wieder mal als etwas „Gutes“.

Solche pauschalen Einteilungen sind eins der vielen Probleme, die sich in dieser Krise offenbart haben. Es werden gerade deshalb gerne Vergleiche gezogen, weil sich damit etwas pauschal als gut oder schlecht bewerten lässt. Es gibt jedoch nichts per se Gutes oder Schlechtes, es kommt immer auf die individuelle Situation drauf an. Das immer wieder gerne genutzte Zitat vom römischen Philosophen Epiktet hat hier seine Anwendung:

Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge. Wenn wir also auf Schwierigkeiten stoßen, in Unruhe und Kümmernis geraten, dann wollen wir die Schuld niemals auf einen andern schieben, sondern nur auf uns selbst, das heißt auf unsere Meinung von den Dingen.“

Epiktet

Weder ist eine Infektion schlecht, noch die Impfung. Beides kann seine Berechtigung haben, es kommt immer auf die Situation und Ausgangsbedingungen an.

Grundsätzlich auszuschließen, dass man sein Immunsystem trainieren oder stärken könne, ist aber eine fatale Annahme. Denn sie läuft darauf hinaus, dass der Mensch nichts für sich selber tun könne, sondern von der Impfung als einziges mögliches „Update“ (wie es Dr. Jen Gunter vertritt) abhängig bleibt.

Dem steht die biopsychosoziale Medizin als derzeit kohärenteste Medizintheorie eindeutig entgegen. Autoregulative Selbstkompetenz ist kein Mythos, sondern Realität.

Lesenswert hierzu: Ein Beitrag von Prof. Rießinger auf reitschuster.de. (17)

Was soll ich abschließend noch sagen? Wir haben gesehen, dass die hier angeführten Vergleiche in vielen Punkten unzureichend sind. Wäre ich Professor in Philosophie, wären diese Studenten bei mir allesamt durchgefallen. 

Aber das ist schließlich nur meine bescheidene Meinung. Wer bin ich, um das zu beurteilen?

Sagt mir gerne, was ihr dazu denkt: info@tristanstrivium.com

Herzlich
Tristan Nolting


Update: 18. Januar 2022

Wieder mal Prof. Drosten, wieder mal ein schlechter Vergleich: diesmal zwischen COVID-19 und einem KFZ-Schaden.

Was mich an solchen Vergleichen neben der Perfidität immer wundert, ist die fehlende Reflexion. Kann sich Prof. Drosten wirklich nicht vorstellen, dass es einen entscheidenden Unterschied zwischen COVID-19 und KFZ-Schäden gibt? Nein? Dann kläre ich gerne auf.

Ein KFZ-Schaden ist ein PROBLEM. Soweit so gut, da dürften die meisten Menschen zustimmen. Ein Problem wird per Definition als einfache und linear zu bewältigende Herausforderung aufgefasst. Dies bedeutet, dass der KFZ-Mechaniker aufgrund seiner Erfahrung (und Theorie) weiß, was er zu tun hat. Das Problem bleibt konstant und stringent, es verändert sich nicht. Es mag verschiedene Lösungswege geben, aber das Endergebnis bleibt das Gleiche.

COVID-19 bzw. SARS-CoV-2 ist ein PRÄDIKAMENT! Nach Richard Farson sind Prädikamente komplexe Probleme, die möglicherweise nie ganz erfasst werden können und für die es auch keine einfache Lösung gibt – wenn es überhaupt eine Lösung gibt. Denn weder Theorie noch Praxis sind ausgereift – aber selbst wenn in dem jeweiligen Fachgebiet über Jahrhunderte an Erfahrung vorherrschen würde, so wäre doch nicht davon auszugehen, dass eine Lösung in Sichtweite ist. Denn: Die Anzahl an Variablen, die ein Prädikament umfasst, ist so hoch, dass es den menschlichen Verstand (und die Leistung jedes Computers, der auch nur von Menschen bedient wird) bei Weitem übersteigt.

Weitere Beispiele für Prädikamente sind das Bienensterben oder der Klimawandel.

Ich habe das Thema näher in meinem Buch die Würde des Ungeimpften behandelt und auch in Podcast-Folge 54 besprochen. Wer Interesse an der Komplexitäts-Theorie und Chaos-Forschung hat, wird hier viel Freude finden.

Solche trivialen Vergleiche als Wissenschaft zu verkaufen zeugt weniger von tatsächlichem Reflexionsvermögen und mehr von eindimensionaler Betrachtung eines hochkomplexen Themas. Wer die simpelsten Annahmen und Erkenntnisse der Wissenschaftstheorie nicht versteht, sollte sich kaum trauen, über den Tellerrand seines eigenes Fachgebietes zu schauen und breite Wissenschaftskommunikation betreiben.


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Was zeigt dir ein De-ja Vù?
Sind Träume für dein Bewusstsein so real, wie der Wachzustand?

In spannenden Vorträgen versuche ich Interesse durch Bewusstheit und Einfachheit mit Wissenschaft & Esoterik zu kombinieren. Dabei entstehen dann faszinierende Denkansätze, welche zu mehr Fantasie und Kreativität anregen können. Nimm dir ein wenig Zeit und lass dich von den Ideen anstacheln.

☼Setz dich in Bewegung und die Welt mit dir ☽

Überraschung, Überraschung: Es gibt schon wieder ein neues Buch von mir! Damit sind es schon drei neue dieses Jahr… man munkelt, dass ich fleißig war. Jedenfalls stelle ich dir in diesem Blogartikel vor, worum es in diesem Buch geht. Kleiner Spoiler: „Die Würde des Ungeimpften“ ist ein Manifest von mir und Christopher Reusch gegen die Diskriminierung von ungeimpften Menschen!

Teil 2 des Trailers erscheint am 5. Dezmber 2021!

Medienecho:

… wird hier aktualisiert …

Mein fünftes Buch: „Die Würde des Ungeimpften“

Kurzinfos:

Kaufen bei Tredition
Auch erhältlich bei: Amazon | Thalia | Hugendubel | buecher.de & Co.

Titel: Die Würde des Ungeimpften – Ein Freiheitsgelübde in Kurzgeschichten
Kosten: Hardcover 13€ | Softcover 25€ | eBook 9,99€€
ISBN: Hardcover 978-3-347-47754-4  | Softcover 978-3-347-47752-0  | eBook 978-3-347-47757-5
Verlag: Tredition
Seitenzahl: 254
Wörter: ca. 48.000
Format: DIN Taschenbuch (19×12,5cm)
Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2021
Leseprobe: auf Tredition

Der Klappentext zum Buch lautet:

Die COVID-19-Pandemie wird ein historisches Ereignis für die Menschheit sein. Nicht, weil die Menschheit droht durch ein Virus ausgelöscht zu werden, sondern weil sich nun zeigt, mit welchem Bewusstsein die Menschheit in die Zukunft schreiten möchte.

Wollen wir die Diskriminierung gegenüber Andersdenkenden weiter akzeptieren?

Die aktuellen Debatten über Impfpflichten – Österreich hat die allgemeine Impfpflicht für 2022 bereits angekündigt – und 2G-Regeln (geimpft und genesen) sprechen für sich. Die Welt droht im Chaos ihrer eigenen Gesundheitsdiktatur zu versinken.

„Die Würde des Ungeimpften“ soll der Gesundheitsdiktatur und der Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Mit anschaulichen Kurzgeschichten über die Freiheit wird dem Leser aufgezeigt, welche irrwitzigen und tragischen Wege das Leben im 21. Jahrhundert angenommen hat.

Und wie die Gesellschaft wieder zu einem sinnvolleren Leben zurückkommen kann.

Die Würde des Ungeimpften – Ein Freiheitsgelübde in Kurzgeschichten (2021)

Du siehst, lieber Leser, mein guter Freund & Co-Autor Christopher und ich haben schon in der Zusammenfassung des Buches klare Worte gefunden. Noch deutlicher sind wir dann auch in unserem Buch „Die Würde des Ungeimpften“ geworden, denn wir haben unsere Gedanken Zum Zeitgeschehen in Form von Kurzgeschichten verpackt. Aktueller und metaphorischer kann ein Buch wirklich nicht sein.

Wir sind gegen die bewusste Diskriminierung, gegen die unverhältnismäßigen Einschränkungen und gegen die zunehmende Ungleichbehandlung von friedlichen und insbesondere ungeimpften Menschen! Das aktuelle Klima ist weder förderlich für den Ausgang der Pandemie, noch hilft es uns dabei, einen konstruktiven Austausch zu schaffen. Wir beobachten zunehmend, dass geimpfte Menschen ungeimpfte Menschen diskriminieren. Außerdem beobachten wir, dass ungeimpfte Menschen zunehmend wütend auf geimpfte Menschen für die Schikane werden. Beide Seiten sind verständlich, denn schließlich wollen wir endlich wieder freiheitlich leben können. Nur leider wird der Diskurs von Politikern und Medien zunehmend blockiert und in falsche Bahnen gelenkt… dabei bräuchten wir doch unbedingt den Austausch! Nicht nur, um gemeinsam Lösungen für die aktuelle Misere zu finden, sondern auch um unsere sozialen Bedürfnisse zu befriedigen.

Aber was können wir für dieses Ziel tun? In unserer Situation erscheint es geradezu unmöglich, einen alternativen Weg zu gehen und diesen mit friedlichen Methoden einzuleiten. Selbst der Versuch von #coronaaussoehnung hat nicht funktioniert.

Wir könnten sicherlich viele Fakten zur COVID-19-Pandemie und zur Diskriminierung nennen. Wir könnten darauf verweisen, wie Schweden die Krise gemeistert hat. Wir könnten auf wissenschaftliche Arbeiten wie die vom renommierten Epidemiologen John P. Ioannidis verlinken. Wir könnten über die Aufklärungsarbeit von Institutionen wie Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V., Swiss Policy Research oder Multipolar berichten. Auf der anderen Seite könnten wir bemerken, dass ungeimpfte Studenten an manchen Universitäten keinen Zugang mehr bekommen und Österreich für 2022 eine generelle Impfpflicht angekündigt hat. Aber schlussendlich haben wir bemerkt, dass diese Debatte weniger faktisch und mehr emotional ist.

Es geht hierbei um Angst und welche Rolle der Tod in unserer Gesellschaft spielt.

Die derzeitige Krise ist also kein epidemiologisches Dilemma – dies wurde auch bereits von einigen Forschern bemerkt und daher wurde der Ansatz versucht, die „Pandemie“ in eine „Syndemie“ umzubenennen – sondern auch eine philosophische Tragödie. Die Menschen haben vergessen oder verdrängt zu philosophieren und zu reflektieren! Und zwar darüber, was sie vom Leben und wollen und was sie erwarten.

In unserer aktuellen Situation macht es den Anschein, als würden die Menschen ihre eigene Verwundbarkeit unterdrücken wollen. Sie wollen sich nicht darum bemühen, ihre Verletzlichkeit anzuerkennen und potentiellen Gefahren vorzubeugen – sie wollen ihr selbstzerstörerisches Verhalten (rauchen, trinken, fernsehen, shoppen, Fastfood essen, Angst haben, Medien konsumieren…) immer weiter fortsetzen.

Das kann natürlich nicht der Sinn des Lebens sein. Und das kann auch keinem klar denken Menschen ein wirklich sinnerfülltes Leben bieten!

Ein sinnerfülltes Leben kann nur derjenige führen, der Verantwortung für sich selbst übernehmen kann. Eine Impfpflicht – genauso wie alle anderen Maßnahmen während der Pandemie – sind nur möglich, weil die Menschen keine Verantwortung übernehmen können. Damit meine ich nicht, dass die Menschen sich nicht an die Regeln der Regierung halten – im Gegenteil. Die Maßnahmen können nur dann umgesetzt werden, wenn die Menschen nicht daran glauben können, dass sie – wie es in der biopsychosozialen Medizin heißt – eine autoregulative Selbstkompetenz besitzen (Mehr dazu findest du auch im Buchtrailer und in der Einleitung des Buches).

Der Begriff der „autoregulativen Selbstkompetenz“ beschreibt ganz einfach den Zusammenhang zwischen dem eigenen Motiven, dem Verhalten und der Gesundheit des eigenen Körper-Geist-Systems. Alles drei hängt zusammen, genauso, wie auch Körper, Geist und Soziales analog miteinander verbunden sind. Ich weiß wovon ich da spreche, denn schließlich habe ich über das Biopsychosoziale Gesundheitsmodell in Bezug auf die COVID-19-Pandemie in Deutschland meine Masterarbeit geschrieben.

Anstatt diese Krise also weiterhin faktisch anzugehen, versuchen wir einen Neustart: Wir wollen allen Menschen eine Perspektive bieten, die über die Sachebene hinausgeht. Wir wollen jedem Interessierten eine Geschichte erzählen, die unsere aktuelle Zeit reflektiert. Wir wollen unsere Erzählungen mit Poesie, Ironie und Zynismus würzen, damit auch wirklich jeder einen Zugang zu diesem Thema bekommt.

Wir wollen mit unserem Buch keine Schuldzuweisung formulieren! Wir sehen es in unserer Pflicht zu reflektieren, wie wir in 20 oder 30 Jahren auf die aktuelle Situation schauen werden. Können wir dann mit gutem Gewissen sagen, dass wir alles Mögliche getan haben, um eine ethische Verwahrlosung zu verhindern?

Ich – Tristan Nolting – werde meinen Enkeln in 50 Jahren erzählen, dass ich die Diskriminierung nicht hingenommen habe. Ich habe für die Würde, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie gekämpft. Wir möchten jeden bitten, dies ebenso zu tun.

Eine Geschichte aus unserem Buch wollen wir bereits in diesen Blogbeitrag mit einfließen lassen.

Eine Spritze voller Liebe

Dies ist die Geschichte von Mino Weiß, einem 14 Jahre alten Achtklässler auf einem Gymnasium. Die Stadt spielt in dieser Geschichte keine Rolle, es könnte jede Stadt in Deutschland oder einem anderen Land sein.
 
Mino ist ein guter Junge, der brav auf das hört, was seine Eltern ihm sagen. Er versucht stets seine Eltern zu beeindrucken, indem er gute Noten schreibt und bei seinem Lieblingshobby, dem Fußballspielen, sein Bestes gibt. Seine Eltern sind auch sehr stolz auf ihn und erzählen regelmäßig den befreundeten Paaren, welche neuen Erfolge Mino in der Schule oder beim Sport erzielt hat.
Seit Mino klein ist, möchte er Arzt werden wie sein Vater. Sein Vater ist aber kein klassischer niedergelassener Arzt, der nach der gängigen schulmedizinischen Methode handelt, sondern nach den Leitlinien der naturheilkundlichen Therapie, genauer gesagt der Homöopathie. Häufiger schon wurde der Junge auf seinen Vater angesprochen, da Dr. Weiß in der Stadt sehr bekannt ist. Im Grunde genommen gibt es da zwei Lager. Die einen sind zutiefst überzeugt von Dr. Weiß und seinen Methoden, die anderen verachten ihn dafür, dass er sich von den streng wissenschaftlichen Leitlinien verabschiedet hat. Lustigerweise waren diejenigen, die von Dr. Weiß überzeugt waren gerade die, die schon einmal in Behandlung bei ihm waren, während diejenigen, die ihn verachteten, einfach Vorurteile hatten. Aber so viel zum Thema Wissenschaft und Erfahrung.

Mino hatte mit der Zeit gelernt, mit negativen Kommentaren gegenüber seinem Vater umzugehen. Meistens erwiderte er nur „Ich vertraue meinen Eltern. Vertraust du deinen?“
 
Dies war tatsächlich auch nicht gelogen. Mino wurde schon öfter von seinem Vater behandelt und wusste daher, dass die Homöopathie eine sinnvolle Heilmethode war. Mino war auch schon nach schulmedizinischen Methoden behandelt worden, aber diese hatten für ihn immer erhebliche Nebenwirkungen bedeutet. Insbesondere die Behandlung mit Schmerzmitteln – eine Marke sei an dieser Stelle nicht genannt - führte bei ihm oft zu starken Entzündungen im Körper. Wie sagt man so schön: „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.“ Der ausschlaggebende Punkt für Dr. Weiß war jedoch, als ein befreundeter Arzt am Universitätsklinikum im Alter von sechs Jahren Stimmbandknötchen bei Mino festgestellt hatte. Von nun an sollte sich Mino vierteljährlich auf unbestimmte Zeit einer Operation unterziehen, damit die Knötchen nicht größer wurden.
 
Dies veranlasste Dr. Weiß mit der Schulmedizin zu brechen. Er suchte mit Mino einen Homöopathen auf, der ihm ein Mittel („C-irgendwas“, wie Mino gerne zu sagen pflegte) gegen die Krankheit verschrieb. Und siehe da: Innerhalb weniger Wochen war die Beschwerde abgeheilt und trat nie wieder auf.
 
Die Einfachheit der Anwendung und die Abgestimmtheit der Homöopathie auf den Patienten stimmten Dr. Weiß schließlich dazu ein, selbst Homöopath zu werden. Er wusste, dass der Schritt nicht leicht wird. Viele namhafte Ärzte hatten schon ihren Ruf verloren, weil sie die Heilmethode gewechselt hatten. Nun, da Mino vor Kurzem 14 geworden ist, wendet Dr. Weiß schon seit mehreren Jahren die Homöopathie erfolgreich an.

Natürlich war Mino in seiner Kindheit auch geimpft worden. Nicht gegen alles, aber gegen so manches. Im Gegensatz zu den meisten Ärzten nahm sich Dr. Weiß immer Zeit, um eine ausgewogene Risiko-Nutzen-Abwägung für seine Patienten anzustellen, insbesondere auch bei seinem Sohn. Er hielt es für unmöglich, wie manche Ärzte sich nur zehn Minuten oder noch weniger Zeit für ein Impfaufklärungsgespräch nahmen. Aber Dr. Weiß wusste auch, dass dies am System lag. Würde ein Impfgespräch auch ohne erfolgreich vermittelte Impfung vergütet werden, würden wahrscheinlich sehr viel weniger Kinder geimpft werden. Aber da er selbst kein Kinderarzt war, ging er letztlich mit seinem Sohn zu einem Kollegen, der ähnlich dachte.

Wogegen er sich jedoch ganz und gar wehrte, war der Druck, Mino vor COVID-19 impfen zu lassen. Nur zum Verständnis: Dr. Weiß war ganz und gar kein Impfgegner! Er erkannte den Wert, den das Impfen der Menschheit gebracht hatte. Impfungen konnten vor vielen Krankheiten schützen und haben dies auch schon oft in der Menschheitsgeschichte bewiesen.

Bei COVID-19 war dies jedoch anders. Oft redete er mit Mino, um ihm klar zu machen, dass er keine Angst zu haben brauche, COVID-19 zu bekommen. Er habe ein starkes Immunsystem, das mehr als fähig sei, dieses Virus auszuhalten. Auch ganz ohne Schmerzen! Mino würde, so sagte er ihm, ganz bestimmt nicht schwer an der Infektion erkranken, egal was die anderen zu ihm sagen würden. Für Mino bedeutete COVID-19 nicht mehr als ein grippaler Infekt. Außerdem würde er auch niemand anderes durch die Impfung schützen, da die Impfung keine sterile Immunität erzeuge.

Mino vertraute seinem Vater auch in dieser Hinsicht. Doch leider ging es hier weniger um eine individuelle Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.

Eines Tages kam Mino von der Schule nach Hause. Seine Mutter fragte ihn, warum er so bedrückt gucken würde, doch Mino antwortete nur: „Es ist nichts.“ Als dann abends sein Vater Dr. Weiß nachhause kam, berichtete ihm seine Frau, dass Mino sehr niedergeschlagen sei und den ganzen Tag auf seinem Zimmer verbracht hatte. Also klopfte Minos Vater am Kinderzimmer und fragte, ob er reinkommen dürfte: „Ja, komm herein.“

„Hey, deine Mutter hat mir erzählt, dass du den ganzen Tag auf deinem Zimmer geblieben bist… ist alles in Ordnung?“, fragte der Vater vorsichtig. „Ich möchte nicht darüber reden.“, gab Mino zurück. „Bist du dir sicher? Manchmal ist es sehr hilfreich, wenn man sich seinen Frust von der Seele redete.“

Mino schaute weg und überlegte einen Moment.

„Okay, ich sage es dir, aber versprich mir, dass du nicht gegen meine Entscheidung bist!“

Der Vater guckte erschrocken. „Was mag der Junge nur haben?“, fragte er sich. Schließlich antwortete Dr. Weiß: „Nun gut, ich sage dir meine Meinung, aber ich werde dich nicht umstimmen.“

Sein 14-jähriger Sohn antwortete ihm: „Der Tag heute war schrecklich! Weißt du, bisher hat es mir nie etwas ausgemacht, nicht geimpft zu sein. Aber heute war es anders. Uns wurde in der Schule gesagt, dass wir demnächst auf Klassenfahrt fahren. Alle dürfen mit, aber nur, wenn sie geimpft sind! Und… dann… du weißt doch, ich habe dir letztens erzählt, dass unsere Schule vor dem Sommer eine Jugend-Disco veranstaltet. Unsere Lehrer haben uns aufgefordert, Mädchen zu fragen, ob sie mit uns tanzen wollen. Also habe ich heute all meinen Mut zusammengenommen und Arielle gefragt… Aber (und er fing an zu schluchzen) … Sie hat gesagt, dass sie nicht mit mir tanzen will, weil ich nicht geimpft bin…“

Der Vater blickte traurig seinen Sohn an. Er wusste nicht, was er sagen sollte.

„Ich will mich impfen lassen!“, schluchzte Mino, „bitte Papa! Sonst werde ich nicht mehr glücklich.“

„Aber Mino …“, Dr. Weiß wollte gerade protestieren, doch dann merkte er, wie ernst es um seinen Sohn war. Er nahm seinen Sohn in den Arm.

„Weißt du, mein Sohn…“, fing Dr. Weiß an, „…das Wichtigste war mir immer, dass du gesund und glücklich bist. Und auch wenn ich glaube, dass du die Impfung nicht brauchst, so will ich nicht, dass du unglücklich bist. Ich mache einen Termin für gleich nächste Woche aus. In Ordnung?“

„Danke Papa, du bist der Beste!“, platzte es aus Mino heraus. 
„Und nun komm, es gibt Abendessen.“

Und während Mino schon mal zum Abendessen vorging, ging Dr. Weiß kurz in sein Arbeitszimmer. Für einen Moment kamen viele Gefühle in ihm auf. Wut. Trauer. Verzweiflung. Und dann dachte er sich: „So weit ist es also schon gekommen? Wir machen eine Impfentscheidung von der sozialen Teilhabe abhängig? Wie vielen Kindern ist es wohl schon so gegangen? …

…ist das noch die Medizin, an die ich glauben kann?“

Für das weitere Lesen und Stöbern wünschen viel Spaß!

Christopher Reusch & Tristan Nolting
1. Dezember 2021


Autorenportraits

Geschrieben von Tristan

Christopher Reusch ist ein freundlicher und umsichtiger Zeitgeist, der gerne auf Deutsch und Englisch philosophiert. Genauer gesagt ist er Autor, Podcaster und Waldliebhaber.

Wenn er nicht gerade den Wald zum Abenteuerspielplatz macht, dann lässt er uns über seine Kanäle (https://christopher-reusch.com) an seinen vielfältigen Erkenntnissen teilhaben. Am liebsten spricht er über Spiritualität, Angst, Ernährung und Workouts (Calisthenics). Und mit diesen Themen hat er nicht zu wenig Erfahrungen gesammelt…

Neben seiner Spontanität zähle ich den Mut zu seinen bedeutendsten Eigenschaften. Mal eben mit dem Fahrrad 300km nach Amsterdam fahren? Bei Nacht im Wald die Slackline spannen und dann akrobatisch über das Seil tanzen? Das kann nur Christopher. 

Christopher zeigt uns auch in hoffnungslosen und dunklen Situationen, wie wir unser Licht zum Leuchten bringen können. Wenn du dich für seine intuitive Sichtweise öffnen kannst, wirst du eine Menge lernen.

Hör doch einfach mal bei „Spiritual advice from a barbarian lunatic“ rein!

Geschrieben von Christopher

Tristan Nolting ist der beste Freund, den du haben kannst. Er ist wortgewandt, respektvoll und voller Wissen. Zumindest ist er das, wenn dein Ego mit ihm klarkommt. Wenn es das nicht tut, dann ist Tristan immerhin ein hervorragender Diskussionspartner, denn auch hierbei wird er niemals unter die Gürtellinie zielen.

Mir wurde Tristan damals von einem gemeinsamen Freund mit den Worten: „Das ist Tristan. Er hat ein Buch geschrieben.“, vorgestellt. Sofort hatte ich das Gefühl, ich wollte ihn näher kennenlernen. Wieso konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht sagen, aber ich wusste, dass dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden würde.

Umso glücklicher war ich natürlich, als sich herausstellte, dass Tristan und ich ein Projekt gemeinsam starten würden. Da dieser Abschnitt Tristan vorstellen soll, versuche ich mich kurz zu halten und ihn wirklich akkurat zu beschreiben:

Tristan bildet sich sehr gerne weiter und liest Bücher, bei denen die meisten einfach weglaufen oder gar nichts verstehen würden. Tristan steckt voller Kraft und man sollte ihn trotz seines ruhigen Auftretens nicht unterschätzen.

Er ist ein sehr fokussierter Mensch und weiß vermutlich gar nicht, was Langeweile ist. Dazu hat er nämlich zu viele Ideen und Projekte, die ihn beschäftigt halten. Sein Podcast, seine Bücher und noch vieles mehr aus seiner Kreativkiste findest du auf seiner Homepage.


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Hast du dir nicht auch schon einmal wunderliche Fragen im Alltag gestellt oder vielleicht in Tagträumen, auf die du keine Antwort gefunden hast? Ich auch.

Wie sollte deiner Vorstellung nach eine ideale Welt aussehen? 
Was zeigt dir ein De-ja Vù?
Sind Träume für dein Bewusstsein so real, wie der Wachzustand?

In spannenden Gesprächsrunden versuche ich Interesse durch Bewusstheit und Einfachheit mit Wissenschaft & Esoterik zu kombinieren. Dabei entstehen dann faszinierende Denkansätze, welche zu mehr Fantasie und Kreativität anregen können. Nimm dir ein wenig Zeit und lass dich von den Ideen anstacheln.

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Folge 66 – Eine Pandemie der schlechten Vergleiche DENKMAL Podcast

In diesem Podcast möchte ich drei Beispiele von schlechten Vergleichen anführen, die im Zuge der COVID-19-Pandemie von "Experten" genannt wurden, um bestimmte Maßnahmen zu rechtfertigen.

Immer wieder lese ich in den Medien – aber auch von Wissenschaftsjournalisten – dass man Intoleranz nicht tolerieren dürfe. Dabei ist diese Auslegung der Toleranz nicht mehr als eine pervertierte Interpretation von Karl Poppers Ansicht. Der folgende Beitrag soll dabei helfen, eine tolerante Ansicht über das Toleranz-Paradox in intoleranten Zeiten zu erhalten.

Zu erst einmal zum Menschen: Wer war Karl Popper?

Karl Popper, Wissenschaftsphilosoph

Karl Popper war ein britisch-österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, der den kritischen Rationalismus begründete. Der kritische Rationalismus ist eine Form der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten und beschreibt eine ideale Haltung zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen. Der kritische Rationalist soll somit nach Popper ein Mensch sein, der weder wissenschaftsgläubig (Szientismus) noch viel zu skeptisch gegenüber anderen Meinungen ist (Relativismus). Diesen Sachverhalt hat Karl Popper in seinen Büchern und seinen Vorträgen verarbeitet, unter anderem in Alles Leben ist Problemlösen und Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (Band 1 und 2).

Der von Popper entwickelte Falsifikationismus kann durchaus als sein Vermächtnis angesehen werden, da er gleichzeitig eine Lösung für den kritischen Rationalisten darstellt. Der Falsifikationismus sagt in Einklang mit dem Gödelschen Unvollständigkeitssatz, dass es kein in sich geschlossenes logisches System und damit auch keine vollständige Theorie geben kann. Somit ist jede Theorie, egal wie ausgereift sie sein mag, zu irgendeinem Zeitpunkt unlogisch oder inkonsistent.

Der kritische Rationalist kann idealerweise die Unvollständigkeit der eigenen Weltanschauung erkennen und bemüht sich damit stetig, seine eigenen Theorien zu verbessern. Karl Popper schreibt schon 1965 in Das Elend des Historizismus:

Diese Methode der rechtzeitigen Fehlerkorrektur zu verfolgen ist nicht nur eine Weisheitsregel, sondern geradezu eine moralische Pflicht: es ist die Pflicht zur dauernden Selbstkritik, zum dauernden Lernen, zu dauernden kleinen Verbesserungen unserer Einstellung, unserer Urteile auch der moralischen und unserer Theorien.

Popper (1965)

Unter eben jenen Gesichtspunkten von Karl Popper wollen wir auch das Toleranz-Paradox verstehen lernen.

Das Toleranz-Paradox in den Medien

Das Toleranz-Paradox wird von Medien, Politikern, Journalisten und sogar Wissenschaftlern immer wieder auf das folgende Zitat von Popper reduziert:

„Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

Popper, 2003, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Dazu möchte ich ein paar Beispiele geben:

  • Der Autor Till Eckert bezeichnet in einem Artikel für ZEIT (16. Oktober 2017) das Toleranz-Paradox als „logische Gleichung“, welches bei der Frankfurter Buchmesse bei Rechten anzuwenden gewesen wäre. Denn: „Rechtes Gedankengut ist stark, es lässt Austausch nicht zu, keinen Dialog und auch keine Toleranz. Rechtes Gedankengut ist per se ein intolerantes.“ Wer wiederum gegen Menschen mit „rechtem Gedankengut“ angekämpft hat, würde Haltung zeigen (auch wenn man dabei „nicht so ruhig“ geblieben wäre, wie die Frankfurter Buchmesse). Übrigens: 2021 ist die Diskussion erneut aufgeflammt.
  • In einem Video von mailab vom Mai 2021 referiert Mai Thi Nguyen Kim über das Toleranz-Paradox: „Rassismus beispielsweise darf in einer freien, toleranten Gesellschaft nicht toleriert werden, wenn man Freiheit und Toleranz schützen möchte. Alles zu tolerieren führt zu Intoleranz“. Darum werden zukünftig potentiell antitolerante Kommentare gelöscht. Bleibt die Frage: Woher kommt die Intoleranz in den Kommentaren von mailab?
  • Auch im Spiegel (Autor: Hasnain Kazim, 7. März 2020) wird das Toleranz-Paradox behandelt – sogar mehrfach. Traurig deshalb, dass der Artikel zur Streitkultur mit folgender Passage endet: „Versuchen wir also, mit den Intoleranten zu reden. Aber wenn sie nicht bereit sind, vernünftig zu diskutieren, wenn sie nicht auf rationale Argumente hören, wenn sie gar zu Gewalt greifen und die Grundpfeiler unseres demokratischen Gemeinwesens einreißen wollen – dann auf sie mit Gebrüll!
  • In der SZ schneidet Autor Martin Beyer (8. November 2020) das Toleranz-Paradox an. Jedoch vornehmlich, um seine Argumentation zu stützen, dass Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen falsch sei: „Begriffe wie „Widerstand“ oder „Freiheit“ werden – ohne sie historisch einzuordnen – in diesem neuen Kontext ad absurdum geführt.“ Die Intoleranz sei auf eine „Filterblase“ zurückzuführen. Von der Gefährlichkeit der Grundrechtseinschränkungen – was auch eine Form der Intoleranz darstellt – fehlt im Artikel des geschichtsbelesenen Autors jede Spur.

Glücklicherweise gibt es auch sehr aufschlussreiche Artikel über das Toleranz-Paradox, welche sehr viel vorsichtiger formuliert sind: beispielsweise im DLF oder im Tagesspiegel. In diesen Artikeln wird auch näher behandelt, dass für Toleranz Mut gebraucht wird: „Toleranz, im Sinne eines Existierenlassen des Menschen, nicht der Meinung, muss immer die Voraussetzung sein – für jede Diskussion, für jede persönliche Haltung. […] Toleranz ist schließlich nichts für Feiglinge.“ (Tagesspiegel). Außerdem wird auch angeregt, das engstirnige und überhebliche Konzept von Toleranz zu überwinden, da es den Menschen auf bestimmte Eigenschaften reduziert: „Denn wer eine Minderheit nur toleriert, reduziert sie weiterhin nur auf die eine Eigenschaft, die sie als Minderheit definiert, zum Beispiel das Muslimischsein. Jemanden zu akzeptieren hieße, diese Eigenschaft nicht mehr in den Mittelpunkt zu stellen – mit der Folge, dass sich dieser Unterschied zu den Nichtmuslimen allmählich auflöst.“ (DLF) Bedeutet: Echte Toleranz führt zur Anerkennung verschiedener Positionen, zum Brückenbauen und zum Herstellen von Gemeinsamkeiten.

Ich möchte jedoch an dieser Stelle lieber auf die – meiner Meinung nach – hermeneutische Fehlinterpretation des Toleranz-Paradoxons eingehen. Ich stimme hierbei nicht nur nicht mit den Medien überein, sondern auch nicht mit Popper (zumindest nicht 100 %) – auch wenn ich viele Gedanken des Wissenschaftsphilosophen sehr schätze. Ich denke, dass jeder mal falsch liegen kann, darin bin ich eingeschlossen. Trotzdem respektiere ich Poppers Meinung und möchte deshalb wohlwollende Kritik anbringen.

Ein vorsichtiges Verständnis

Für mich sind immer die vorsichtigeren Interpretationen des Toleranz-Paradoxons richtiger als die radikaleren Positionen. Auch Karl Popper vertrat diese Ansicht und war sich bewusst, dass man selbst nur in ausweglosen Situationen selbst intolerant sein dürfe (Ultima Ratio).

Als intolerant erkennt Popper also zwei Gruppen von Menschen: Solche, die sich dem kritischen Diskurs verweigern und solche, die zu Gewalt aufrufen oder sie gegen Andersdenkende anwenden.

Erst wenn jemand in seiner Toleranz eingeschränkt wird, solle man laut Popper selbst intolerant werden, um weitere Intoleranz zu verhindern. Dass diese Gleichung mehr als irrational ist, erkennt man auch an der vereinfachten Gleichung des Paradoxons:

Intoleranz + Intoleranz = Toleranz

Unterstützt wird diese Gleichung aber von der Erfahrung, dass intolerante Menschen untereinander Anklang finden und somit wieder füreinander Toleranz empfinden. Zumindest in ihren intoleranten Positionen.

Ein bisher unwiderlegbares Gegenargument zu dieser Position ist jedoch der Umkehrschluss. Wenn Intoleranz + Intoleranz = Toleranz ist, dann müsste Toleranz + Toleranz = Intoleranz sein.

Spaßeshalber lassen wir jedoch den Umkehrschluss an dieser Stelle nicht gelten. Dann könnten wir auch versuchen, das Ganze mathematischer zu formulieren. Dann wird Intoleranz zum Minus-Pol und Toleranz zum Plus-Pol. So würden Intoleranz und Intoleranz tatsächlich zu Toleranz führen und Toleranz und Toleranz würden Toleranz bleiben, aber Intoleranz und Toleranz würden nur zu mehr Intoleranz führen (1+2=3). Gewinnen also am Ende doch die Intoleranten wenn sie genug sind – so wie Karl Popper gesagt hat? Würden die Toleranten vernichtet werden, wenn die Intoleranten integriert werden?

Ich halte diesen Ansatz ehrlich gesagt für sehr kurz gedacht. Diese Ansicht geht in keiner Weise darauf ein, WARUM Menschen überhaupt intolerant werden. Das ist doch der ausschlaggebende Punkt, um den wir uns als Gesellschaft kümmern sollten!

Eine mögliche Lösung

Menschen, die intolerant werden, sind unzufrieden. Es ist erst einmal wichtig, dies anzuerkennen. Wir sollten nicht die Menschen auf ihre Intoleranz reduzieren, damit verstärken wir sie ja nur in ihrer Ideologie. Ein gutes Beispiel hierfür sind Querdenker. Ungeachtet der Tatsache, dass Querdenker auch ganz normale Menschen wie du und ich sind, tragen die Medien ganz entscheidend dazu bei, dass diese Menschen intolerant werden. Aber nicht ohne Grund, sondern weil die Medien und Politik ihrem Anliegen auch intolerant gegenüber sind!

Aktuelle Beispiele: ZEITcampus, Hessenschau, taz

Das ist angewandter kritischer Rationalismus! Zu erkennen, dass die Intoleranz irgendwo ihren Anfang genommen hat und sich nicht einfach so gebildet hat. Es ist immer leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Dass dadurch, dass ich mit dem Finger auf andere Menschen zeige, Menschen verletze und sie somit zwinge, sich in ihrer Würde und ihrem Stolz zu verteidigen, das wird gerne vergessen.

In vielen Fällen ließe sich Intoleranz ganz einfach dadurch vermeiden, dass man bestimmte Menschengruppen einfach mal in Ruhe ließe. Oder indem man das vorurteilsfreie Gespräch mit Andersdenkenden sucht. Doch im Angesicht der Corona-Syndemie scheint das kaum noch möglich zu sein. Kein Wunder also, dass tatsächlich immer mehr Menschen radikalisieren. Aber nicht nur bei den Querdenkern, sondern in allen Gesellschaftsgruppen.

Einige Politiker wollen, dass Ungeimpfte eingeschränkt werden.
Einige Geimpfte wollen, dass Ungeimpfte nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen.
Einige Medienvertreter wollen, dass Querdenker gelyncht werden.
Einige Ideologen wollen, dass die BRD abgeschafft wird.

und und und …

Das hängt alles miteinander zusammen. Hat es schon jemals geholfen, die AfD und ihre Anhänger systematisch auszugrenzen? Dies führt doch nur zu noch mehr Leid und zu noch mehr Extremen. Radikalisierung findet immer auf allen Seiten statt, denn ein Kampf wird nicht nur von einer Seite aus geführt. Das nächste Mal, wenn jemand etwas vom Toleranz-Paradox erzählt, dann kannst du hoffentlich entgegnen:

Was ist denn die primäre Ursache für die Intoleranz?

Wenn wir uns die offene Gesellschaft bewahren wollen, dann sollten wir aufhören zu kämpfen und versuchen, uns zu vertragen. Niemand muss in den sozialen Medien einen Streit provozieren. Niemand muss mit aller Gewalt die Welt retten. Das Schicksal der Welt liegt nicht auf „dem einen Medienverteter“, sondern auf allen Menschen. Wir alle sind füreinander verantwortlich. Und dies anzuerkennen schafft vielleicht etwas mehr Toleranz und Gerechtigkeit in der Welt. Und vielleicht auch etwas mehr Vielfalt.

Ein Sinnbild für Schönheit durch Vielfalt.

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Von meiner Wenigkeit…

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In spannenden Vorträgen versuche ich Interesse durch Bewusstheit und Einfachheit mit Wissenschaft & Esoterik zu kombinieren. Dabei entstehen dann faszinierende Denkansätze, welche zu mehr Fantasie und Kreativität anregen können. Nimm dir ein wenig Zeit und lass dich von den Ideen anstacheln.

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Es ist mal wieder so weit. Nach monatelanger Tüftelei kann ich endlich wieder ein neues Buch veröffentlichen. Das Buch heißt „Warum Ernährungslehren scheitern – Und was Ernährungsgurus dir nicht verraten“. und ist inzwischen das vierte Buch im Bunde. Außerdem erhält mein Kommunen-Buch eine Neuauflage.

Mein 4. Buch: Warum Ernährungslehren scheitern

Kurzinfos:

Kaufen bei Tredition: Warum Ernährungslehren scheitern
Erhältlich bei: Amazon | Thalia | Hugendubel | buecher.de & Co.

Titel: Warum Ernährungslehren scheitern – Und was Ernährungsgurus dir nicht verraten
Kosten: Hardcover 30€ | Softcover 18€ | eBook 9,99€
ISBN: Hardcover 978-3-3474-5323-0  | Softcover 978-3-3474-5322-3  | eBook 978-3-3474-5324-7
Verlag: Tredition
Seitenzahl: 150
Wörter: ca. 13.000
Format: DIN A6
Veröffentlichungsdatum: 11. November 2021
Quellenangaben: 30
Leseprobe: Bald auf Weiterlesen.de

Der Klappentext zum Buch lautet:

Ein Update für Ernährungsgurus. Die rein materielle Auffassung von Lebensmitteln – Kalorien, Nährstoffe, Diäten – führt nicht zu einem verbesserten Wohlbefinden oder zur Linderung von chronischen Krankheiten. Im Gegenteil, häufig führen Vorsätze und Vorgaben zu mehr Verwirrung und Leid bei Menschen, die ihre Ernährung verbessern wollen.

Woran liegt das? Ein wirkliches Verständnis für die eigene Ernährung wird durch das intuitive Gespür möglich. Erst dann wird erkannt, was Körper und Geist wirklich brauchen. Anhand der Fünf-Finger-Methode erklärt der Autor in diesem ernährungspsychologischen Buch, worauf es wirklich bei gesunder Ernährung ankommt.

Nun dürftest du einen ersten Eindruck haben, worum es in dem Buch geht. Ich möchte mich mit dem Buch von bisherigen Konzepten lösen, die dir erzählen wollen, dass die neue Diät oder das neueste Pflanzenextrakt deine Gesundheit verbessern. Es geht für mich bei gesunder Ernährung also ganz und gar nicht um die optimale Lebensmittelauswahl und Nährstoffzufuhr. Ich beobachte seit Jahren solche Ratgeber und Blogs, die (auch angetrieben von wissenschaftlichen Erkenntnissen) erzählen, wie toll Magnesium, Chrom oder Mangan sind. Oder wie perfekt Low-Carb bis hin zu ketogener Ernährung funktioniert.

Das alles möchte ich in dem Buch nicht behandeln. Ich möchte dich eher zu einer gewissen Gleichgültigkeit gegenüber dem quantitativen Aspekt der Ernährung aufrufen. Ganz sicher sind Nährstoffe nicht unnütz oder unnötig. Aber ich glaube, dass dort der falsche Punkt ist, um bei der Reise zur individuellen Ernährung zu starten. Denn wenn Menschen sich auf diesen Punkt fixieren, dann sind sie ihr Leben lang abhängig davon, dass ihnen die Wissenschaft sagt, ob Nitrat gerade förderlich oder schädlich ist. Ein kurzer Spoiler: Vermutlich ist es wie bei allem der Mittelweg.

Ich möchte dich mit der von mir entwickelten 5-Finger-Methode auf einen Weg einladen, der dir die psychologische Seite der Ernährung beibringt. Du könntest dieses Buch also auch als Ernährungspsychologie-Buch betrachten.

Über die 5 Finger-Methode erkläre ich dir die fünf psychologischen Aspekte, auf die es ankommt, damit Ernährung gelingen kann. Mir fällt zum Beispiel auf, dass Menschen eine gute Nährstoffzufuhr haben, die Nährstoffe aber irgendwie nicht dorthin kommen, wo sie hinsollen. Woran kann das liegen? Vielleicht – und so ist meine Annahme – sind die Bedingungen nicht die richtigen.

Vielleicht versteht dieser Mensch, der einen Nährstoffmangel hat, einfach nicht, dass es nicht darauf ankommt, immer mehr Protein, Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe in sich hineinzustopfen, sondern er müsste lernen, dass er sich entspannen muss, um Nährstoffe richtig aufzunehmen. Vielleicht empfindet dieser Mensch Ernährung sogar als Last, die ihm aufgebürdet wurde, um sich gesund zu erhalten. Und ganz vielleicht ist dieser Mensch auf der Stufe der physiologischen Grundbedürfnisse stehen geblieben, anstatt nach höherem zu streben, beispielsweise nach Selbstverwirklichung und Transzendenz.

Dies sind nur einige Aspekte, die ich herausgreifen möchte. Ich habe diese Themen tiefergehend in meinem Buch erläutert und jeweils in Bezug zur 5-Finger-Methode erläutert.

Das spannende an dieser Methode ist letztlich auch, dass du dir meine Ausführungen dadurch besser behalten kannst. Wenn dir die symbolische Bedeutung des Daumens (z. B. Pi Mal Daumen, Daumen hoch …) klar ist, dann kannst du sie auch auf die Ernährung übertragen. Außerdem wirst du dann nie wieder vergessen, wie Ernährung aus psychologischer Perspektive gelingen kann.

Einen kleinen Abschnitt aus meinem Buch möchte ich dir schon zur Verfügung stellen:

«Die Hand selbst ist ein Instrument des Menschen, welches dem Menschen hilft, sich selbst und seine Umwelt zu be-greifen und zu (be)hand-eln. Der Mensch handelt nicht nur mit Nahrungsmitteln, letztlich ist die Ernährung ein zentrales physiologisches Grundbedürfnis, dass für sein Überleben sorgt und Wachstum ermöglicht. Alles Handeln und Behandeln ist somit auch immer Grundlage der eigenen Existenz. Weiterhin können Nahrungsmittel dem Menschen auch helfen, sich selbst und seine Umwelt zu begreifen. Dies trifft nicht nur für Nahrungsmittel zu, die direkt die Psyche eines Menschen verändern (psychoaktive Mittel), sondern auch ganz alltägliche Nahrungs- und Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Süßigkeiten wie Schokolade. Jedes Nahrungsmittel hat einen mindestens subtilen Einfluss auf den Menschen; und so wundert es nicht, dass einst der Satz: „Du bist was du isst.“, zur Versinnbildlichung dieses Gedankens erfunden wurde.

Versteh mich nicht falsch. Eingangs beschrieb ich noch, dass der Effekt von Nahrungsmitteln auf den Menschen überschätzt werde. Dies meine ich auch so, da von vielen Menschen der Effekt der Nahrungsmittel auf den Körper überschätzt wird. Andererseits wird er von vielen Menschen, die sich leider unbewusst der Be-sinn-ungs-los-igkeit hingeben, auch unterschätzt.

Der tatsächliche Effekt der Nahrung wird deutlich, wenn wir die psychologische Komponente der Ernährung verstehen. Der Geist – darin inbegriffen sind Gedanken, Gefühle und Erfahrungen – hat über das zentrale Nervensystem als „Mittelkraft“ einen ganz realen Einfluss auf den Körper. Deine geistige Verfassung ist somit dafür verantwortlich, auf welche Nahrungsmittel du Lust hast, wie du sie konsumierst und wie du dich danach fühlst. Gleichzeitig können bestimmte Lebensmittel diesen Effekt noch potenzieren: Burger, Pommes, Snacks & Co. können dauerhaft zur Kompensation bestimmter Emotionen und Gedanken genutzt werden. Während die meisten Wissenschaftler das Übel in eben jenen Lebensmitteln selbst sehen, sehe ich erfahrungsgemäß, dass die Menschen sich nicht darüber bewusst sind, wieso sie überhaupt das Bedürfnis haben, diese Lebensmittel zu konsumieren. Und hier greift wieder die Metapher der Hand: Die Menschen begreifen nicht, wieso sie tun, was sie tun. Dies liegt daran, dass sie nicht in sich selbst schauen, um zu erkennen, welche geistigen Bedürfnisse sie haben.»

Wenn du also etwas aus meinem Buch lernen kannst, dann warum dich die modernen Ernährungsgurus nicht zu einer gesunden Ernährung und einem intuitiven und ausgewogenen Gespür bringen können. Meine These ist: Das kannst nur du selbst, indem du dich besser kennen lernst.

Ich freu mich sehr, wenn du mich unterstützen willst!


Neuauflage: Leben in Kommunen

Kurzinfos:

Kaufen bei Tredition: Leben in Kommunen
Ebenso erhältlich bei: Amazon | Thalia | Hugendubel | buecher.de & Co.

Titel: Leben in Kommunen – Ein Modell zur spirituellen Weiterentwicklung der Gesellschaft
Kosten: Hardcover 11€ | Softcover 22€ | eBook 4,99€
ISBN: Hardcover 978-3-347-46950-1 | Softcover 978-3-347-46949-5  | eBook 978-3-347-46951-8 
Verlag: Tredition
Auflage: 2
Seitenzahl: 279
Wörter: ca. 38.000
Veröffentlichungsdatum: 11. November 2021
Format: DIN A5
Quellenangaben: 38
Leseprobe: Bald auf Weiterlesen.de

Der Klappentext zum Buch lautet:

Kommunen sind nicht mehr als eine Utopie?

Diesem Argument hält der Autor einfache und pragmatische Argumente entgegen, die das zukünftige Zusammenleben der Gesellschaft nachhaltig verändern könnten.

Die moderne Zivilisation kann sich nur dann gegen die aktuellen Krisen behaupten, wenn miteinander gelebt und gearbeitet wird und nicht gegeneinander. Das Leben in Kommunen bietet nicht nur einen Ausweg für Unzufriedene, sondern schafft auch Lösungen für die aktuellen Probleme.

Wie kurz zu Beginn erwähnt, erhält mein zweites Buch „Die wahre Bedeutung der Kommunion“ eine Neuauflage und heißt nun:

Leben in Kommunen – Ein Gesellschaftsmodell zur spirituellen Weiterentwicklung der Menschheit

Der Grund für die Umbenennung liegt schlicht in der Verständlichkeit und Klarheit. Mir gefällt der Name der ersten Auflage nach wie vor gut, aber ich möchte es auch deutlich machen, worum es in diesem Buch geht. Mit der Kommunion verbinden die meisten Leute heute leider die katholische Kirche.

Neben der Namensänderung und einigen Fehlerkorrekturen finden sich auch umfangreiche Ergänzungen in dem Text. Beispielsweise habe ich sehr ausführlich das Leben des indischen Meisters Osho und seinen Traum der Kommune beschrieben, der meinem Traum sehr ähnlich sieht. Doch haben Osho und seine Neo-Sannyasins für mich entscheidende Fehler im Aufbau und Leben der Kommune gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Letztlich ist wie bei jeder anderen Gesellschaftsform auch höchste Achtsamkeit im Umgang miteinander und in der Kommunikation geboten. Für mich ist die Osho-Bewegung dennoch ein lehrreiches Exempel, durch das auch meine Vorstellung der Kommune immer reifer wird.

Weiterhin habe ich auch über die sogenannten Tiny Houses geschrieben. Vielleicht haben einige von euch schon etwas über diesen Trend gehört. Im Grunde genommen ist die Idee von „kleinen Häusern“ im Zuge des Minimalismus und suffizienten Lebens entstanden. Durch den ressourcenschonenden und energieeffizienten Bau eignen sich die Tiny Houses doch vielleicht sogar für kommunenähnliche Projekte, oder? Diese Frage möchte ich dir ebenfalls im Buch beantworten.

Als dritte Ergänzung möchte ich noch einige aktuelle Entwicklungen charakterisieren. Im Zuge der COVID-19-Pandemie ist schließlich bei vielen Menschen das Bedürfnis entstanden, von der Stadt auf das Land zu ziehen. Aber hält dieser Trend an? Was hat die COVID-19-Pandemie mit der Idee der Kommune zu tun? Und werden es überhaupt jemals genug Menschen, damit eine Kommunen-Revolution erfolgreich sein kann?

Antworten auf diese Fragen und noch vieles mehr findest du in der zweiten Auflage meines Kommunenbuches. Übrigens: Zuletzt habe ich noch einige system-theoretische Ergänzungen hinzugefügt. Wer an fachgesimpel Gefallen findet, wird hier nicht zu kurz kommen.

Ein kurzer Abschnitt aus dem Buch:

Der Grund für das Zusammenleben ist uns Menschen in die Wiege gelegt. Durch die Fähigkeit des Menschen, sich in alles Mögliche spezialisieren zu können, gibt es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, der Kreativität in dieser Welt Ausdruck zu verleihen. Kreativität kann allerdings nur gelebt werden, wenn der Mensch sich aus seiner Zwangsrolle löst, die er in der Gesellschaft angenommen hat. Der Zwang, einzig dem Leistungsdruck in der Gruppe gerecht zu werden und sonst keiner höheren Aufgabe verpflichtet zu sein, schafft eine Abwärtsspirale der Unterdrückung und Ausbeutung, aus der sich besonders Arbeiter nahe der Armut nicht befreien können. Dafür ist die Angst vor der Einsamkeit und der Verbannung aus der Gruppe zu groß. Die Ausbeutung der Arbeitskraft (heute spricht man bereits vom Begriff des Humankapitals) innerhalb bestehender Gesellschaften schafft eine äußere Illusion der Verbundenheit. Im Inneren herrscht jedoch die Einsamkeit, denn die Isolation und Loslösung von spirituellen Wurzeln begrenzt auch die Freundschaft und den liebevollen Umgang mit Mitmenschen auf materielle Weise. 

Dieses Problem wurde bereits von Denkern wie Ken Wilber beleuchtet und im Quadranten-Modell eingehender dargestellt. Kurzum: Die Wirklichkeit lässt sich aus der Perspektive von innen oder außen betrachten und vom Standpunkt des Individuums oder des Kollektivs. Daraus entstehen vier Quadranten, der intentionale (innerlich, individuell), der kulturelle (innerlich, kollektiv), der verhaltensbezogene (äußerlich, individuell) und der soziale (äußerlich, kollektiv). Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte offenbart nach Wilber eine Verwesung der gesamten Inneren Sphäre, insbesondere jedoch der individuell-inneren Sphäre. Die Gesellschaft in der Postmoderne scheint sich mehr für die kollektiven Fragen zu interessieren und blendet demnach das Individuum und seine Bedürfnisse fast vollständig aus. Ein Beispiel: Nicht selten erleben Menschen, dass ihre Meinung als „subjektiv“ abgestempelt wird und damit nichts wert ist, weil es im Gegensatz zur allgemeingültigen Wissenschaft steht. Ein weiteres Beispiel: Insbesondere in Deutschland ist kaum noch Kultur vorhanden, dies hat der Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoguz deutlich gemacht: „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“[1]

Demgegenüber blüht die Politik der Sozialsysteme, der deutsche Bürger, so scheint es, kommt kaum ohne seine Rentenversicherung, Krankenversicherung, Kfz-Haftpflichtversicherung oder sein Arbeitslosengeld aus. Aber nicht nur die obligatorischen Sozialsysteme haben Hochkonjunktur, insbesondere auch die freiwilligen Sozialversicherungen sind gefragter denn je. Hier schlägt der „äußere Quadrant“ ganz eindeutig den „inneren Quadranten“. Zur Veranschaulichung füge ich eine einfache Darstellung des Quadranten-Modells ein...
Abbildung: Das Quadranten-Modell in der Integralen Theorie nach Ken Wilber. Jeder Quadrant stellt dabei eine Perspektive der Wirklichkeit dar. *Eigene Darstellung
[1] Andreas von Delhaes-Guenther (2017). Keine deutsche Kultur. Bayernkurier. URL: https://www.bayernkurier.de/inland/25087-keine-deutsche-kultur/

Für eine Unterstützung in Form eines Buchkaufes bin ich dir sehr dankbar!


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Wir alle haben nur eine begrenzte Lebenszeit. Dies wird uns gerade in dieser Epoche immer wieder aufgezeigt. Überall lauern Krankheiten, die den Tod bedeuten können. Das macht dem kleinen Ego mächtig Angst und hält es gefangen in einem Strudel der Unsicherheit. Wie aber können wir diese Unsicherheit überwinden, um die eigene Lebenszeit sinnvoll nutzen zu können?

Philosophie der Zeit

Wenn ich von Zeit spreche, ist damit einerseits die eigene Lebenszeit gemeint, andererseits auch der generelle Gedanke an die Zeit. Fangen wir mit der generellen Sicht auf die Zeit an.

Was ist Zeit? Im Grunde genommen ist Zeit nach all den Jahrtausenden der Grübelei und Philosophie nach wie vor ein Mysterium. Niemand kann sagen, aus welchem Urgrund die Zeit entspringt, wir wissen nur, dass sie da ist. Wir können sie schließlich messen.

Sir Isaac Newton (*1642, †1727), der einst als Halbgott geltende Physiker, sagte über das objektive Wesen der Zeit:

Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äußeren Gegenstand.

Mathematische Grundlagen der Naturphilosophie, 1687.

Und weiter beschreibt er auch das subjektive Wesen der Natur:

Die relative Zeit, die unmittelbar sinnlich wahrnehmbare und landläufig so genannte, ist ein beliebiges sinnlich wahrnehmbares und äußerliches Maß der Dauer, aus der Bewegung gewonnen (sei es ein genaues oder ungleichmäßiges), welches man gemeinhin anstelle der wahren Zeit benutzt, wie Stunde, Tag, Monat, Jahr.

Mathematische Grundlagen der Naturphilosophie, 1687.

Newton war sich somit sehr wohl bewusst, dass es zwar eine absolute Annahme der Zeit gibt, diese jedoch auch in Abhängigkeit zur eigenen Wahrnehmung und Empfindung steht. So mag die Uhr durchaus einem immer gleich bleibendem Takt folgen, der Wahrnehmende selbst mag dieses Voranschreiten der Zeit jedoch ganz anders empfinden. Zeit ist somit in gewissem Maße abhängig vom Bewusstsein, ferner von der Bewegung oder Aktivität des Bewusstseins, welches die Zeit empfindet.

Den Ursprung der Zeit konnte Newton nicht festmachen. Newton war der festen Überzeugung, dass das Universum von Gott wie ein Uhrwerk aufgezogen wurde, dass der Mensch mittels seines Verstandes nun entdecken und prognostizieren konnte. Für ihn war das Universum schlicht eine Frage der Genauigkeit: Je genauer der Beobachter hinzuschauen vermag, desto mehr präzise physikalische Gleichungen wird er auch erhalten.

Dennoch war Newton der Überzeugung, dass es Gott geben müsse – wie kann das sein?

Für Newton stand fest, dass es mehr Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten über das Universum gibt als Gleichungen. Die Zeit war vielleicht das einzig Absolute bei Newton. Aber auch nur in ihrer objektiven Betrachtung. Denn wenn wir die subjektive Komponente hinzuziehen, die ja niemals völlig außen vor bleiben kann, wie wir seit dem 20. Jahrhundert um Quantenphysiker wie Werner Heisenberg wissen, wird die Betrachtung der Zeit schon sehr viel schwieriger.

Wenn Zeit kein völlig objektives bzw. äußerliches Phänomen sein kann, ist es auch niemals vom Raum getrennt. Der Raum kann nur existieren, wenn sich innerhalb des Raumes ein Beobachter befindet, der den Raum erkennt. Die Raum-Zeit-Beziehung kann neu aufgefasst werden und auch wissenschaftlich von einem anderen Punkt aus definiert werden, der in der Wissenschaft (immer noch) recht unüblich ist: Beim Subjekt.

Zeit und Raum ohne Subjekt zu denken, ist wunderbar und führt sicherlich zu vielen spannenden Erkenntnissen. Letztlich geht es jedoch auch ganz pragmatisch einfach darum, welche Bedeutung Zeit für das Subjekt hat. Zeit ohne Subjekt – was kann da der tiefere Sinn sein? Wenn kein Subjekt da ist, kann es letztlich auch nicht über die Zeit nachdenken.

Zeit im Alltag

So lassen sich schon im Alltag bestimmte Beobachtungen über die Zeit machen:

  • Die Zeit vergeht unterschiedlich schnell, je nachdem, wie die Zeit empfunden wird
  • Zeitempfinden kann den Organismen des Menschen über Stress schädigen…
    ….aber auch heilen (in der Meditation wird Zeit „vergessen“)
  • Die Struktur im Alltag hilft bei der Produktivität und Effizienz… also beim Zeit sparen

Wie wir anhand dieser Auflistung sehen, ist Zeit ziemlich stark abhängig von der eigenen Interpretation. Sind wir spät dran, so haben wir Angst zu spät zu kommen, denn es könnte ja Ärger geben. Pünktlich zu sein ist hingegen ein Zeichen von Anstand und Respekt! Das Zeitmanagement ist in vielen Ländern der Welt so genau getaktet, dass es erheblich zum Wohlstand der Welt beiträgt.

Letztlich kann der Umgang mit Zeit zu wirklich allem führen. Es kommt jedoch ganz darauf an, wie mit der persönlichen Lebenszeit umgegangen wird. Wenn Aktivitäten, die guttun, vermehrt werden, dann kann dies zu dauerhafter Zufriedenheit beitragen. Wenn manchen Aktivitäten jedoch zu viel Zeit zugeordnet wird, kann dies schon wieder schädlich werden oder unzufrieden machen.

Zeit ist interessanterweise also ein Indikator für Gleichgewicht (Ich erinnere an Paracelsus Ausspruch: „Die Dosis macht das Gift.“). Aber warum ist dem so?

Zeit folgt einem bestimmten Rhythmus. Jeder kennt das Geräusch einer Uhr: Tik. Tak. Tik. Tak. Tik. Tak. Auf ein Geräusch folgt eine Pause. Dann wieder ein Geräusch und eine Pause. Und immer gleichmäßig so weiter. Viele Menschen werden von diesem Geräusch wahnsinnig (gerne mal selbst fragen wieso…). Aber grundsätzlich zeigt sich in dem Geräusch der Uhr auch der Puls des Lebens.

Puls des Lebens, was meine ich damit? Es ist eine alte esoterische Weisheit, dass die Wirklichkeit polar aufgebaut ist. Dies habe ich schon häufig auf meinem Blog, Podcast und in meinen Büchern angesprochen und soll daher hier nicht (schon wieder) ausführlich behandelt werden. Für mich zeigt sich jedoch auch in der objektiven und subjektiven Zeit die Ausgeglichenheit eines Menschen. Denn: Je ausgeglichener ein Mensch für mich ist, desto besser hat er beide Pole (Licht und Schatten, Leid und Freude, Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, Chaos und Ordnung) in seine Wahrnehmung integriert.

Buddhistische Weisheiten

Wer den Rhythmus des Lebens akzeptiert hat, der wird keine Probleme mit Alterung haben, mit potentiellem Leid und Krankheit, mit Tod, mit Einsamkeit oder Enttäuschung. Um den Rhythmus des Lebens anzunehmen, muss jedoch gleichzeitig akzeptiert werden, dass es schlicht Zeit gibt. In mancherlei Esoterik-Kreisen wird schon darüber gesprochen, dass Zeit unwirklich ist, bevor akzeptiert wurde, dass der Körper dennoch auf den Verfall ausgelegt ist.

Die Basis dafür, dass eine Existenz außerhalb der Zeit angenommen werden kann, ist für mich die Akzeptanz darüber, dass wir in diesem Leben zeitlich limitiert sind. Oder, wie die Buddhisten sagen: Alles ist vergänglich. Die edlen vier Wahrheiten des Buddha sind zugleich eine Lehre von der Annahme der Zeit:

1. Dukkha: Glück ist vergänglich, Leben ist Leiden.
2. Samudaya: Ursachen für Leid sind Gier, Hass und Verblendung. Das Leiden entsteht also, weil die Menschen immer mehr haben wollen als sie besitzen und nicht zufrieden sind mit dem was sie haben.
3. Nirodha: Das Leiden hört auf, wenn die Menschen diese Ursachen überwinden.
4. Magga: Es gibt einen Weg zum Glück. Das ist der Achtfache Pfad.

Wenn die Buddhisten sagen „Glück ist vergänglich“, meinen Sie damit, dass es bedeutungslos ist, kurzfristigen Freuden hinterherzurennen. Das eigentliche Ziel des Buddhismus ist ja dauerhafte Zufriedenheit bzw. Glückseligkeit. Diese kann jedoch nicht innerhalb der Zeit gefunden werden, da Zeit flüchtig ist. Je mehr der Mensch hinter seiner Flüchtigkeit bzw. Vergänglichkeit herläuft, desto mehr wird er auch leiden.

Deshalb: Zeit existiert, nimm die Zeit wahr, erkenne deine eigenen notorischen Muster und versuche dich zu lösen. Dein Körper ist an die Zeit gebunden, den Geist jedoch nicht.

Die ewige Wiederkehr

Der wohlbekannte deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche (*1844, †1900) verfolgte mit seiner Philosophie der Ewigen Wiederkehr einen ähnlichen Appell. Während die Buddhisten die Reinkarnation auf Körper und Geist des Menschen beziehen, bezieht Nietzsche die Reinkarnation auf das gesamte Weltengespann. Nietzsche geht also einen Schritt weiter als die Buddhisten und fragt: Was, wenn mein Geist nicht nur immer wieder in neue Körper geschickt wird, um neue Erfahrungen zu machen, sondern immer und immer wieder das absolut Gleiche zur gleichen Zeit erlebt? Am deutlichsten wird dies vielleicht in seinem Werk „Also Sprach Zarathustra“:

Alles geht, Alles kommt zurück; ewig rollt das Rad des Seins. Alles stirbt, Alles blüht wieder auf, ewig läuft das Jahr des Seins.

Alles bricht, Alles wird neu gefügt; ewig baut sich das gleiche Haus des Seins. Alles scheidet, Alles grüsst sich wieder; ewig bleibt sich treu der Ring des Seins.

In jedem Nu beginnt das Sein; um jedes Hier rollt sich die Kugel Dort. Die Mitte ist überall. Krumm ist der Pfad der Ewigkeit.

Also sprach Zarathustra, 1884, S. 95.

Für Nietzsche ist die Akzeptanz der Ewigen Wiederkehr zugleich die absolute Selbstbejahung, der Quell höchster Zufriedenheit. Wer diesen Gipfel erklimmt, nimmt nicht nur all das Leid an, was je geschehen ist und geschehen wird, sondern wird daran sogar die Freude entdecken. In seiner Autobiographie beschrieb Nietzsche, wie ihm der Gedanke kam:

Die Grundconception des Werks [Also sprach Zarathustra], der Ewige-Wiederkunfts-Gedanke, diese höchste Formel der Bejahung, die überhaupt erreicht werden kann –, gehört in den August des Jahres 1881: er ist auf ein Blatt hingeworfen, mit der Unterschrift: ‚6000 Fuss jenseits von Mensch und Zeit.‘ Ich ging an jenem Tage am See von Silvaplana durch die Wälder; bei einem mächtigen pyramidal aufgethürmten Block unweit Surlei machte ich Halt. Da kam mir dieser Gedanke.

Ecce homo, 1908, S. 305.

Natürlich bleibt auch mir die Frage, ob Nietzsche diesen Gedanken jemals hat verwirklichen können. Es scheint umso unwahrscheinlicher, wenn es stimmt, dass Nietzsche am 3. Januar 1889 ein Pferd umarmte, darunter zusammenbrach und den Verstand verlor. Vielleicht trug dieser Gedanke dazu bei und war letztlich doch eine Illusion, ein Hirngespinst, dass vom Menschen nicht verwirklicht werden kann?

Ich bin der Auffassung, dass wir dies niemals auf rein rational-intellektuellem Wege erfahren werden.

Siddhartas Verhältnis zur Zeit

Ein Gedanke, der mir fast täglich kommt, ist der, den Hermann Hesse (*1877, †1962) in seinem Buch „Siddharta“ in Form von Buddha an seinen Hauptcharakter Siddharta äußerte:

Ein Einblick in das Hermann Hesse Museum in Calw (Baden-Würtemberg)

Klug bist du, klug weißt du zu reden. Hüte dich vor allzu großer Klugheit!

Siddharta, 2004, 72. Auflage, S. 36.

Ich habe bereits in meinem Podcast über Hermann Hesse und Siddharta gesprochen, aber ich möchte gerade in Bezug auf das Thema Zeit noch mal einige Anstöße dazu geben.

Das geniale an der indischen Dichtung „Siddharta“ ist, dass Hesse in perfektem Einklang eine Parallelwelt zur westlich-modernen Industriegesellschaft erschafft. Ein jeder von uns wird in dem Glauben aufgezogen, die materialistische Perspektive ist die einzig Wahrhaftige. Darum ist der Verstand auch in überwältigender Mehrheit nur auf das ausgerichtet, was materiell erfassbar ist – Glück ist nicht mehr als sinnliche Lust, Krankheit nicht mehr als biologische Fehlfunktion und Zeit nicht mehr als Produktivität.

Der Protagonist Siddharta wächst ganz andersartig auf: Siddharta lebt bei den Brahmanen, ein Volk spiritueller Weiser und Angehöriger der obersten Kaste Indiens. Wie der Name sagt, strebt der Brahmane nach Brahman, der Verwirklichung der individuellen Seele (Atman) in der Weltenseele (Brahman) und der spirituellen Erleuchtung. Doch Siddharta sind die Lehren nicht genug.

So macht er sich unter Protest seines Vaters mit seinem Freund Govinda auf den Weg, um bei den Samanas zu leben. Samanas sind Bettelmönche, die sich der Askese, d.h. Enthaltsamkeit verschrieben haben. Samanas stehen im Gegensatz zu den Brahmanen sehr weit unten im Kastensystem Indiens. Doch mit der Zeit sind auch die Samanas nicht genug für das suchende Herz Siddhartas.

Siddharta und Govinda hören von Gautama, auch Buddha genannt, der Erleuchtete, der den Menschen eine Lehre bietet, die ihn zur Erleuchtung führen soll. Während Govinda sich entscheidet, bei Buddha zu bleiben und seiner Lehre zu folgen, entscheidet Siddharta sich anders. Siddharta hat genug von Lehren.

Also konfrontiert er Gautama. Die Begegnung zwischen Siddharta und Gautama ist aus mehreren Gründen legendär. Zum einen ist der Name Buddhas „Siddharta Gautama“, d.h. Hesse lässt hier den „jungen und unerfahrenen“ Buddha mit dem „älteren und erfahreren“ Buddha sprechen. Zum anderen hallt das Gespräch der beiden noch in der weiteren Geschichte nach. Denn: Gautama lobt Siddharta zwar für sein Verständnis von Freiheit, offenbart ihm aber auch seine Schwäche bzw. Anfälligkeit, je nachdem wie man es nennen möchte.

Gautama sagt Siddharta ganz offen, dass er aufpassen solle, nicht zu klug zu werden. Auch Klugheit bedarf einer Grenze, ansonsten folgt Arroganz, List und Leichtfertigkeit. Und obwohl es im ersten Moment so scheint, als hätte die Konsultation mit Gautama Siddharta von der Fremdbestimmung anderer befreit – es wirkt geradezu, als wäre Siddharta fortan erleuchtet – ist es eigentlich genau andersherum.

Die Euphorie frei zu sein, hat Siddharta dazu gebracht, seine Klugheit auszunutzen, um sich ein zu gutes Leben zu bescheren. Er ging in die Stadt, fing eine Liebesbeziehung mit der Kurtisane Kamala an, stellte sich in den Dienst des Kaufmann’s Kamaswami und lebte trotz seines Spottes gegenüber der Welt und Gesellschaft anhaftenden Menschen immer mehr wie eben jene Menschen, auf die er hinunterblickte. Zumindest bis ihn eines Tages der Überdruss packte und er floh, weil er dieses Leben mit seinem spirituellen Wissen nicht mehr ertragen konnte.

Er hat – wortwörtlich – seine Zeit verschwendet.

Nicht, weil er nicht produktiv war. Nach heutigen Maßstäben war er sehr produktiv, er hat sehr viele Güter angehäuft. Sondern weil er immer häufiger Wein trank, nicht mehr seine Emotionen zu kontrollieren im Stande war und seine kindliche Leichtigkeit und Distanz gegenüber der Welt verloren hatte. Und in seinem Alter sind dadurch sicherlich auch die ersten körperlichen Beschwerden hinzugekommen.

Als er sich dann radikal befreite, fing er ein neues, ein bescheidenes Leben bei einem alten Bekannten an: dem Fährmann Vasudeva. Vasudeva war es, der ihn damals über den Fluss brachte, sodass Siddharta in die Stadt gelangen konnte. Wieder ist Vasudeva derjenige, der an einem Grenzbereich seines Lebens auf ihn wartete, um ihn bei seiner Metamorphose zu begleiten, bis Vasudeva schließlich an Altersschwäche starb.

Das besondere an Vasudeva war, dass er Siddharta einen neuen Lehrmeister bescherte, der ihm ein anderes Verhältnis zur Zeit lehrte: die Welt selbst. Über die Beobachtung des Flusses gelang es dem Fährmann, und dann auch Siddharta, die weltlichen Probleme zu relativieren und jeden einzelnen Augenblicke im Leben zu genießen. Gedanken sind flüchtig, was aber bleibt, ist das Verhältnis zwischen Wahrnehmendem und Wahrgenommenem, zwischen Beobachter und Beobachtetem. Der Fluss dient gleichzeitig als Metapher für „den Fluss der Zeit“, ein Symbol, für die Energie, Vergänglichkeit und Reinigung.

Wie Siddharta am Ende des Buches zugab, hatte er viele Lehrmeister Zeit seines Lebens, obwohl er diese nach Gautama beschlossen hatte aufzugeben. Kamala, Kamaswami, Vasudeva, der Fluss, ja sogar sein Sohn waren für ihn alle Lehrmeister. Alles, was das Leben für ihn zu bieten hatte, war ihm eine Lehre. Eine Lehre, die Siddharta selbst am Ende wie folgt ausdrückte:

Die Welt selbst aber, das Seiende um uns her und in uns innen, ist nie einseitig. Nie ist ein Mensch, oder eine Tat, ganz Sansara oder ganz Nirvana, nie ist ein Mensch ganz heilig oder ganz sündig. Es scheint ja so, weil wir der Täuschung unterworfen sind, dass Zeit etwas Wirkliches sei. Zeit ist nicht wirklich, Govinda, ich habe dies oft und oft erfahren. Und wenn Zeit nicht wirklich ist, so ist die Spanne, die zwischen Welt und Ewigkeit, zwischen Leid und Seligkeit, zwischen Böse und Gut zu liegen scheint, auch eine Täuschung.

Siddharta, 72. Auflage, 2004.

Abschließende Worte

Sicherlich ließe sich noch viel mehr zum Thema Zeit sagen. So könnte man auch fragen:

Was hat das Ich für ein Verhältnis zur Zeit?
Was ist der Zustand der Zeitlosigkeit und wie kann er möglicherweise sogar erfahren werden?
Welche Rolle spielt die Zeit bei systemischen und metaphysischen Entwürfen?

Mein primäres Ziel war es jedoch nicht, alles zu erfassen und zu beschreiben, was es zur Zeit zu sagen gibt. Mir war es wichtig, Anstöße zu geben, die über unser alltägliches Verständnis von Zeit hinausgehen.

Die eigentliche Ressource unserer Zeit ist für mich nicht das Geld, nicht die Information und auch nicht die Fantasie. Die wichtigste Ressource ist für mich die Zeit. Denn im Umgang mit der eigenen Zeit merken wir auch, wie wir mit uns selbst und anderen umgehen. Wer sich selbst wertschätzen lernt, der wird die ein oder andere destruktive Aktivität vermeiden…

Wer aus der Perspektive der Zeit einen Klassiker wie „Faust.“ oder „Der Steppenwolf“ liest, wird staunen. Es lassen sich nicht nur extrem viele Hinweise auf die Wichtigkeit des Elements Zeit in den berühmtesten Geschichten und Gedichten finden, nein, sie regen einen auch an, selbst einmal über das Thema Zeit nachzudenken: beruflich wie privat.

Alles Feindliche verschwindet plötzlich und ist besiegt,
sobald es gelingt, die Zeit aus seinen Gedanken auszuschalten.

Der Steppenwolf, 64. Auflage, 2001.

Meist realisieren wir erst, wie wichtig die Zeit ist, wenn wir älter und erfahrener sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass unsere heutige Gesellschaft vorsieht, dass wir einen Großteil unseres Lebens mit Arbeit zubringen und erst spät im Leben (>65) ruhen und unsere Zeit sinnvoll nutzen sollen. Doch meist ist es dann zu spät: Je älter wir werden, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit eines körperlichen Leidens, wenn wir nicht Zeit unseres Lebens darauf geachtet haben uns selbst zu schützen. Der Dalai Lama sagte sehr passend auf die Frage eines Reporters, was ihn am meisten am Menschen überrasche:

Der Mensch. Er opfert seine Gesundheit, um Geld zu verdienen. Wenn er es hat, opfert er sein Geld, um seine Gesundheit zurückzuerlangen. Und er ist so auf die Zukunft fixiert, dass er die Gegenwart nicht genießt. Das Ergebnis ist, dass er weder die Gegenwart, noch die Zukunft lebt. Er lebt so, als ob er nie sterben würde und schließlich stirbt er, ohne jemals richtig gelebt zu haben.

Das kann nicht unser Ziel sein. Wir sollten nicht Zeit unseres Lebens, unsere Zeit und Energie dafür aufwenden, dass wir am Ende des Lebens unter grausigen Bedingungen aus dem Leben treten. Ich plädiere eher dafür, sich darauf zu konzentrieren, dass das Leben im Jetzt vernünftig und sinnvoll gestaltet wird. Damit wir am Ende nicht auf den Gedanken kommen: Ich habe mein Leben verschwendet und ich hätte meine Zeit hier auf Erden besser gestalten können.

Doch diese Entscheidung treffe ich nur für mich selber. Und jeder andere für sich.

Herzlich
Tristan


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Hast du dir nicht auch schon einmal wunderliche Fragen im Alltag gestellt oder vielleicht in Tagträumen, auf die du keine Antwort gefunden hast? Ich auch.

Wie sollte deiner Vorstellung nach eine ideale Welt aussehen? 
Was zeigt dir ein De-ja Vù?
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In spannenden Monologen und Gesprächsrunden versuche ich Interesse durch Bewusstheit und Einfachheit mit Wissenschaft & Esoterik zu kombinieren. Dabei entstehen dann faszinierende Denkansätze, welche zu mehr Fantasie und Kreativität anregen können. Nimm dir ein wenig Zeit und lass dich von den Ideen anstacheln.

☼Setz dich in Bewegung und die Welt mit dir ☽

Im Rahmen des Seminars „Erkenne dich Selbst“ habe ich einen Vortrag über das Thema Medizin gehalten. Wer Interesse daran hat, eine holistische Perspektive auf das Thema Gesundheit zu bekommen, der wird an dem Vortrag viel Interesse haben. Es geht vom Thema Medizingeschichte über Medizintheorie, Biomedizin, Biopsychosoziales Krankheitsmodell nach Engel (1977) und was in der COVID-19-Pandemie falsch läuft bzw. was besser gemacht werden kann.

Ich beschreibe den Menschen als ganzheitliches Lebewesen, als Verbindung von qualitativen und quantitativen Eigenschaften und als Erkennender der Dualität von Körper und Geist. Ich glaube, dass wir im 21. Jahrhundert eine qualitative Medizinrevolution benötigen, die nur dadurch Einzug in die Praxis von Medizinern findet, dass der Mensch nach dem biopsychosozialen Modell von Engel als Leitbild der Medizin aufgefasst wird. Hier bedarf es jedoch auch den Mut der Mediziner, die in einem System stecken, dass lediglich biomedizinisch und pharmazeutisch ausgerichtet ist.

Letztlich ist es auch eine gesellschaftliche Frage, die wir uns stellen wollen: Wollen wir das steigende Unverständnis gegenüber Krankheit und Gesundheit, welches sich auch in den steigenden Krankheitszahlen und -arten offenbart, weiter ignorieren? Oder wollen wir allen Menschen begreiflich machen, wie ein nachhaltiger Heilungsprozess aussieht, damit jeder Mensch seine Aufgaben und Ziele im Leben erfüllen kann?

„Die Kunst der Medizin besteht darin, den Kranken solange bei Stimmung zu halten, bis die Natur die Krankheit geheilt hat.“

―Voltaire

Wer Interesse an dem Seminar hat kann sich unter seanin@web.de melden. Viel Spaß mit dem Vortrag! Herzlich, Tristan.

Es ist schon ein interessantes Phänomen. Nach der Veröffentlichung von #nichtmeinaerztetag war ich von der erstaunlichen Resonanz auf Youtube überwältigt: 1.8 Millionen Aufrufe, +26.000 Abonnenten, Ø 99 % positive Rückmeldungen (Daumen hoch) und zahlreiche Kommentare und Segenssprüche von Eltern und Familien, die sich für den unermüdlichen Einsatz gegenüber den Kindern bedanken.

Auf Twitter zeichnete sich ein anderes Bild ab: Dort tummeln sich unter dem Hashtag #nichtmeinaerztetag zahlreiche Meinungen von Usern, die empört sind, ja geradezu fassungslos, als hätten die Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. eine Grenze überschritten, an die sich niemals auch nur jemand heranwagen darf:

Das brachte mich dann ins Grübeln. Zum einen darüber, weshalb auf Twitter so ein hohes Spannungspotential herrscht. Vielleicht liegt es am unterschiedlichen Algorythmus der verschiedenen Social Media Kanäle?

Vielleicht eignet sich Twitter aber auch einfach besser, um kurze und emotionale Statements abzugeben. Schließlich ist die Zeichenzahl auf Twitter stark begrenzt und damit auch die Möglichkeit zur Argumentation. Mehr Eindruck als Fakten schinden womöglich harsche Rhetorik, düstere Prognosen und geplante Affronts.

Aus meinem bisherigen Wissen über Wissenschaftstheorie und Medizintheorie wusste ich schon recht früh, dass die Debatte COVID-19 sehr einseitig bzw. begrenzt, d.h. biomedizinisch geführt wird. Das biopsychosoziale Modell in der Erforschung der COVID-19-Pandemie als Prämisse zu nutzen, ist leider eine Rarität. Dies wäre jedoch dringend notwendig, um anzuerkennen, welche Schritte für eine erfolgreiche Überwindung der COVID-19-Pandemie notwendig wären. Und diese Schritte sind wesentlich reichhaltiger, als nur das Virus einzudämmen. Vielmehr besteht die Kunst in der COVID-19-Pandemie darin, sie auch als eine Krise des menschlichen Geistes auf sozialer und psychologischer Ebene anzuerkennen. In seinem jetzigen Bewusstsein ist der Mensch tief gefangen darin, seine Glaubenssätze für Wissen zu halten (z.B. das Immunsystem würde nicht ausreichen, um vor COVID-19 zu schützen). Und viele Institutionen, die uns tagtäglich begleiten, führen nicht unbedingt dazu, bestimmte Glaubenssätze zu hinterfragen, sondern diese noch zu befeuern.

Hast du dich schon mal gewundert, weshalb während menschlicher Krisen Ideologien erstarken? Ganz einfach, weil nicht genug hinterfragt wird. Der menschliche Geist braucht einfach zur intuitiven Orientierung die Fähigkeit sich zu wundern, zu hinterfragen und neu auszurichten, falls notwendig. Eine Neuorientierung kann durchaus Angst machen. Ein und denselben Kurs in einer sich ständig ändernden Umwelt zu wählen, kann jedoch mit einem vorgefertigten Plan zu einem fatalen Fehler werden. Und wie sagte das uns weltbekannte Genie so schön:

„Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum.“

Albert Einstein

Wieso ist #nichtmeinaerztetag in diesem Zusammenhang so immens wichtig?

Die Aktion von Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. erinnert uns daran, bestehende Paradigmen zu hinterfragen, wie etwa den Beschluss des 124. Deutschen Ärztetags:

„Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden. Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führt ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung.Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“

124. Deutscher Ärztetag, 4. & 5. Mai (Beschlussprotokoll S. 31/32).

Wissenschaftstheorie funktioniert nicht nach dem Prinzip von Wahrsagekugeln. Es gibt einen gewissen Rahmen, innerhalb dessen wissenschaftliche Hypothesen Ergebnisse postulieren können. Dazu gehört aber nicht, dass Studien zu Impfstoffen, die innerhalb mehrerer Monate mit ein paar Tausend Menschen durchgeführt werden, voraussagen können, welche langfristigen Folgen (z.B. in 20 Jahren bei Kindern) auftreten können.

Das Video von Dr. Grüner wurde übrigens entfernt, da es gegen die Nutzungsbedingungen von Youtube verstößt. Der Notfallarzt schilderte, dass er keine Pandemie in seinen vielfältigen Einsätzen sieht, aber Impfkomplikationen bei Personen an der Tagesordnung stehen. Ein Beispiel für mediale Verzerrung? Youtube scheint hier seine Erfahrung ganz einfach unterdrücken zu wollen.

Die Medizin sollte durch die Erforschung von Medikamenten nur zu gut wissen, dass keine Wirkung ohne Nebenwirkung einhergeht. In den meisten Fällen kann die schulmedizinische Theorie nicht genau erklären, wie Medikamente funktionieren, sondern nur, dass sie funktionieren. Und wir sollten uns nichts vormachen: Wir sind weit davon entfernt, erklären zu können, wie COVID-19-Impfstoffe wirken.

Wenn wir nicht mal erklären können, wie Leben ensteht, wie die Wechselwirkung von Körper und Geist entsteht und funktioniert, was Bewusstsein ist und welche Rolle es für die Wissenschaft spielt, wie können wir dann erwarten, dass wir die Prinzipien von Impfstoffen zur Anwendung beim Menschen bis zur Vollendung erklären können?

Wollen wir davon ausgehen, dass es Sinn macht, „die kleinen Fragen“ annähernd beantworten zu können, „die großen Fragen“ aber nicht? Wie lange wollen wir noch nach dem folgenden Prinzip in der Wissenschaft fortsetzen?:

„Die moderne Wissenschaft basiert auf dem Prinzip: »Gib uns ein Mysterium und wir erklären den Rest.« Dieses Mysterium ist das Erscheinen aller Masse und Energie im Universum und aller regierenden Gesetze in einem einzigen Augenblick aus dem Nichts.“

Rubert Sheldrake

Ich möchte damit nicht sagen, dass wir keine Ahnung haben, was wir tun oder nicht wissen, wie bestimmte Wirkstoffe/Impfstoffe funktionieren könnten. Im Gegenteil, sie funktionieren in vielen Fällen sehr gut. Aber beruht der Effekt auf der Theorie, die den Effekt postuliert? Wohl eher nicht. Theorien können niemals wirklichkeitsgetreu beschreiben, wie ein Phänomen wirkt.

Dass unsere Evidenz begrenzt ist, ist eine der Prämissen des Vereins Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. – zugleich sind für den Verein „Impfstoffe […] Teil der ärztlichen Fürsorge.“ Im Gegensatz zu den angeführten Tweets lässt sich bei dem Verein eine differenzierte Sichtweise erkennen, die weder eine Maßnahme grundsätzlich verteufelt, noch naiv befürwortet.

Es kommt letztlich immer auf die Evidenz an, d.h. wie viele Daten stehen über welchen Zeitraum in welchem Kontext zur Verfügung? Und abhängig von diesen Resultaten sollte individuell abgewogen werden, wer sich impfen möchte und wer nicht.

Es geht letztlich im Leben auch nicht darum, jemanden „Zwangszubeglücken“. Das war auch Gesundheitsminister Jens Spahns Meinung, bis er diese zur Einführung der Masernimpflicht mal eben änderte. Es geht darum, gegenseitig die Integrität zu wahren. Und das sehe ich momentan in der derzeitigen Disskusionskultur in deutschen sozialen Medien nicht. Viel zu häufig wird Statement mit Beleidigung und Fakt mit Fiktion verwechselt. Das ist im öffentlichen Raum, ebenso wie in der Wissenschaft der Fall.

Wieso sehen wir nicht, dass die Kinder keine COVID-19-Impfung brauchen, da sie nicht nur in seltensten (!) Fällen erkranken, sondern auch kein Treiber des Infektionsgeschehens sind? Wieso sehen wir nicht, dass die Wahrung der Individualität eins unserer höchsten Güter ist?

Vielleicht sehen wir es nicht, weil wir nach einem Jahr Pandemie einfach nur nach einem Ausweg suchen. Und da kann der Wahn schon einmal überhandnehmen. Insbesondere, wenn massenpsychologische Phänomene das Treiben der Gesellschaft bestimmen.

Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken, Verderblich ist des Tigers Zahn, Jedoch der schrecklichste der Schrecken, Das ist der Mensch in seinem Wahn.

Friedrich Schiller

Letztlich sollte auch jeder merken, dass es bei #nichtmeinaerztetag nicht darum geht, jemanden zu verletzen oder anzugreifen. Es geht darum, eine auf Fakten basierende Diskussionskultur zu erschaffen, in der jede (konstruktive) Meinung erlaubt ist. Von mir aus sind auch destruktive Meinungen erlaubt, allerdings sollten sich diese Personen auch einfach einmal bewusst machen, weshalb sie diesen Drang (psychologisch) verspüren, Beleidigungen oder gezielte Verletzungen zuzufügen.

Wer nicht mit sich selbst umgehen kann, kann es vermutlich auch nicht mit dem Internet oder sozialen Medien… Genauso wenig, wie wir uns von Angst leiten lassen sollten, sollten wir uns von Hass leiten lassen. Vielleicht ist ein grundsätzlicher Paradigmenwechsel notwendig, der auch über die rein rationale Auffassung zukünftiger Entwicklungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse hinausgeht? Vielleicht sind Bestrebungen zur emotionalen Intelligenz und Transzendenz hilfreiche Komponenten, die mehr Licht auf den dunklen Weg der Gesellschaft werfen können?

Liebe Leser,

in letzter Zeit sind einige interessante Beiträge und Artikel von mir erschienen, auf die ich euch mit diesem Blogbeitrag kurz hinweisen möchte. Durch den Lockdown haben wir alle wohl etwas mehr Zeit zum Lesen. Vielleicht besteht also Interesse an meinen Inhalten. Hierzu füge ich jeweils entweder einen Abschnitt als Leseprobe ein und/oder gebe eine kurze Einführung in die Thematik.

Drei Beiträge für das MHRx Magazin

Das Magazin Metal Health Rx von Aesir Sports ist eine renommierte digitale Zeitschrift, die monatlich erscheint. Hierfür schreiben verschiedene Autoren Artikel über die Themen Gesundheit, Kraftsport & Training. Den Zugang zum Magazin erhaltet ihr, indem ihr das Magazin kostenpflichtig abonniert (jährlich/life-time). Inzwischen durfte ich bereits drei Artikel für das Metal Health Rx Magazin schreiben. Eine kurze Einführung in die Artikel findet ihr anbei.

Baue Stress ab & booste Wohlbefinden sowie Erholung: 3 effektive Entspannungstechniken für den Alltag

15. November 2020

»Du kennst dieses Gefühl nach harter Arbeit oder einem anstrengenden Tag genauso gut wie ich: Du bist platt, erschöpft, ausgelaugt und weißt eigentlich ganz genau, dass jetzt Entspannung notwendig ist. Wie handeln aber wohl sehr viele Menschen? Auf die Couch setzen, Fernseher anschalten und dann entweder Nachrichten oder einen Film bzw. Serien angucken.

Warum das so ist, soll an dieser Stelle nicht Gegenstand der Diskussion sein. Viel wichtiger ist, dass bei diesem Verhalten die Entspannung schon mal auf der Strecke bleiben kann. Es gibt zahlreiche, sehr eindrückliche Studien, welche von der Verstärkung negativer Gefühle (1), über Angst (2) und Depressionen (3) (bei hoher Nutzung elektronischer Geräte von >6h), Suchtverstärkung (4) und Beeinflussung des Ernährungsverhaltens (5durch elektronische Geräte sprechen.

6 Stunden mag für den ein oder anderen viel erscheinen – diejenigen, die jedoch auch auf der Arbeit an einen elektronischen Bildschirm gebunden sind, erreichen relativ schnell diesen Wert. Wie auch Twenge et al. (2018) feststellten, waren bei Kindern und Jugendlichen bereits „mehr als 1 Stunde Bildschirmzeit pro Tag mit einem geringeren psychischen Wohlbefinden verbunden, einschließlich weniger Neugier, geringerer Selbstkontrolle, mehr Ablenkbarkeit, größeren Schwierigkeiten, Freunde zu finden, weniger emotionaler Stabilität, schwierigerer Pflege und Unfähigkeit, Aufgaben zu erledigen.“ (6)

Die Assoziationen zwischen Bildschirmzeit und geringerem psychischen Wohlbefinden waren bei Jugendlichen größer, als noch bei jüngeren Kindern (6).«

[…]

Mehr in der Ausgabe MHRx 10/2020 // Hier geht’s direkt zum Artikel

Das Gleichgewicht bewahren: Was uns die Psychosomatik über qualitative Ernährung lehren kann

12. Oktober 2020

»Die Ernährung aus dem Standpunkt der Psychosomatik zu betrachten ist relativ ungewöhnlich – speziell auch für mich als Ernährungswissenschaftler.

Meist wird das Thema Ernährung ziemlich einseitig beleuchtet. Ob in der Ernährungswissenschaft, in Medienberichten, in sozialen Netzwerken oder im Fitnessstudio – heutzutage, so habe ich den Eindruck, geht es wesentlich mehr um den körperlichen und objektiven Aspekt der Ernährung. Also um den physikalischen Brennwert (kcal), um die biochemisch-optimale Ernährung oder Diät(Nährstoffzusammensetzung und -timing, Leistungsfähigkeit etc.) oder um den präventiven und therapeutischen Nutzen bestimmter Pflanzen(-bestandteile).

  • Schlichtweg geht es um die Frage: „Was esse ich?“ 
  • Weniger behandelt wird die Frage: „Wie esse ich?“

Der Unterschied zwischen dem „Was“ und dem „Wie“ in Bezug auf die Ernährung wird zunehmend auch von dem Forschungsfeld der Psychosomatik behandelt. Um aber die Sichtweise der Psychosomatik zu verstehen, müssen wir vorab wieder einige Prämissen klären.

Durch die Fokussierung des objektiven Nutzens der Ernährung wird zunehmend der quantitative Aspekt der Lebensmittel in den Vordergrund gerückt. Weniger wird auf die Qualität der Lebensmittel bzw. auf die Beziehung zwischen Mensch und Lebensmittel geachtet. Würde aber tatsächlich darauf geachtet werden, so würden sich plötzlich neuartige Fragen erschließen, die vorher noch nicht behandelt wurden, wie etwa: „Passt das Lebensmittel zu meiner individuellen Situation?“. Andere Fragen, wie z.B. „Welches Lebensmittel ist das Beste?“, würden dann eher in den Hintergrund rücken.«

[…]

Mehr in der Ausgabe MHRx 09/2020 // Hier geht’s direkt zum Artikel

Die Auswirkungen eines gesunden Lebensstils auf Pandemien

19. September 2020

»Das Thema Pandemie, aber vor allem die aktuelle Corona-Pandemie, ist wohl das emotionalste Thema, das es seit langem in unserer Gesellschaft gab. Einmal mehr sind Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten wichtig, die im Chaos des Internets Fakten verbreiten und somit Ruhe zwischen den sich auftuenden Camps von Befürwortern und Kritikern der aktuellen Maßnahmen stiften.

Mir persönlich sind immer zwei Dinge ganz wichtig, welche die Menschen aus den Informationen mitnehmen können, die ich anbiete:

  • Konstruktive Kritik gegen jede Art von Meinung zu äußern.
  • Sich nicht von Meinungen beeinflussen zu lassen, sondern zu beobachten, unwiderlegbare Fakten zu sammeln und diese zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzusetzen.

Beides sehe ich leider bei den wenigsten Inhalten im Internet, dabei ist es gerade diese Denkweise, die den Wissenschaftler auszeichnet. Und auch im Metal Health Rx Magazin finde ich diese Denkweise glücklicherweise vor. Damit betrachte ich dich nun auch im folgenden Artikel als Wissenschaftler, der eben diese Denkweise anwendet.

Es ist im Sinne der Wissenschaft ganz wichtig jedes Thema erst einmal mit der nüchternen Klarheit eines Wissenschaftlers zu betrachten. Dadurch erlaubst du dir nämlich nicht von Anfang an zu bestimmten Themen „Nein, das ist unmöglich“ zu sagen, sondern sagst grundsätzlich „Vielleicht ist da was dran“.

Der Religionsphilosoph Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter schrieb ebenso in „Eine philosophische Abhandlung des neuen Coronavirus“ über eine Notwendigkeit zur Meinungsvielfalt, um wissenschaftliches Scheuklappendenken während der aktuellen Pandemie zu vermeiden und gesellschaftliche Konflikte zu minimieren (1). Darum geht es auch schließlich: Die Diversität an Meinungen belebt den Konsens und durch den Konsens finden wir zu Fakten. Darum ist auch keine Meinung auszuschließen.

Dieser Beitrag hat also die Aufgabe zum Konsens beizutragen und nicht etwa Recht für sich zu beanspruchen. Karl Popper, einer der bedeutendsten Denker und Wissenschaftsphilosophen des 20. Jahrhunderts sagte einst sehr passend: „Der Rationalist ist einfach ein Mensch, dem mehr daran liegt zu lernen, als recht zu behalten.“ (2)

Dieser Beitrag soll dich also zu einer Perspektive anregen, die aus einem, für die bisherige Diskussion, recht ungewöhnlichen Standpunkt vertreten wird. Nämlich aus einem metaphysischen (ontologischen) Standpunkt. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass du eine Menge über die Beziehung zwischen den Themen „Pandemie“ und „Gesundheit“ dazulernst.«

[…]

Mehr in der Ausgabe MHRx 08/2020 // Hier geht’s direkt zum Artikel

Analyse: COVID-19 (SARS-CoV-2) in Germany

1. November 2020

Passend zum Artikel Die Auswirkungen eines gesunden Lebensstils auf Pandemien für das Metal Health Magazin ist auch meine COVID-19 Analyse, welche ich im Oktober auf Englisch übersetzt habe und mit einem 10-seitigen Update versehen habe. Obwohl ich von dem Thema in den letzten Wochen abgewichen bin, da ich gemerkt habe, dass die Emotionen in diesem Thema überhand nehmen, würde ich auch hier gerne nochmal die wichtige Passage am Ende der Analyse einfügen. Die Übersetzung findet ihr auf meinem Blog.

[…]

»To me, trusting experts on their opinion cannot be future standard. Every citizen is responsible for informing himself/herself to estimate the current situation. For the lockdown-policy on the 2ndof November, for example, every citizen has to express concerns and considerations, in particular when it comes to one’s own economic existence.[i] And also to question the prevailing opinion of the government and to make them change their political course in the interest of everyone’s health, but especially for kids, as childhood researcher Michael Hüter warns the German policy: „A whole generation has been collectively traumatized.“

I myself started to recognize the importance of Plato’s Trivium, especially when I read news reports, social media posts and watch television narratives about SARS-CoV-2. In his Trivium, Plato defined the logical errors, which are very helpful to weigh others arguments. If, for example, someone is claiming to know something about SARS-CoV-2, just because some scientist said something about it, the logical errors help recognizing it as an appeal to authority. Authority can never replace arguments, otherwise society would not act rational. Another example could be the appeal to fear, which was used many times as an instrument to achieve certain political regulations. There are few more examples and I can just recommend it to use it in relation to question given opinions.

Finally, I want to remind the reader again about the importance of one’s own health. No one else can be responsible for the physical and mental health than the individual who owns the body. We as a society cannot not expect that scientists rescue us if ourselves forget about the importance of a healthy lifestyle and disease prevention. Starting with ourselves, we can also remind other people to go out and enjoy nature, food and our communication with others. If we try to isolate ourselves completely, the situation will get even worse. The immune system should be again at the center of our attention. To not only prevent diseases, but also to make life for everybody highly enjoyable again.«

Hier geht’s zum researchgate Artikel // zur deutschen Übersetzung

Blogbeitrag: Freiheit oder Sicherheit?

13. November 2020

Es sind alte Frage, die jedoch aktueller sind, denn je: Was ist uns wichtiger, Freiheit oder Sicherheit? Was sind wir bereit an Freiheit aufzugeben, um Sicherheit zu erlangen? Kann es so etwas wie Sicherheit überhaupt geben? Und (wann) sind wir bereit, beide Aspekte miteinander in Einklang zu bringen?

Diese Fragen habe ich versucht in meinem aktuellen Blogbeitrag zu beantworten. Ich habe anhand der aktuellen „Pandemie“, aber auch durch das Beispiel von OSHO und seinen Sannyasins gezeigt, dass verschiedene Menschen unterschiedliche Prioritäten haben. Je nachdem, welcher Typ man selbst tendenziell ist – Sicherheitsfanatiker oder Freiheitsidealist – verhält man sich in Gefahrensituationen anders. Letztendlich geht es jedoch immer um das nackte Überleben:

Die Freiheit dient dazu, das Überleben zum Erleben zu machen, wohingegen die Sicherheit danach strebt, das Überleben grundsätzlich zu sichern. Bei einem anfallenden Risiko ist es klar, dass die Bewertung des Risikos unterschiedlich ausfällt. Und, dass damit die Konflikte beginnen.

Mehr im aktuellen Blogbeitrag

Blogbeitrag: Planton’s Trivium

26. Oktober 2020

Wie können wir Wahrheit erlangen?

Diese Fragen hat viele Philosophen beschäftigt. Besonders aber Platon, wie man an seinen Dialogen mit Sokrates (z.B. Phaidon) oder seinem Höhlengleichnis erkennt. Um seinen Argumentationspartner in seinen Aussagen nach Wahrheitsgehalt zu überprüfen, hat Platon ein ziemlich schlaues Tool entwickelt: Die logischen Irrtümer.

Mehr im Blogbeitrag

Buch: Atmen • Nicht-Atmen

10. Oktober 2020

Ich habe es bereits mehrfach vorgestellt… aber es wird trotzdem nicht alt. Mein Poesie und Geschichtenbuch Atmen • Nicht-Atmen könnt ihr gratis als eBook von mir erhalten, indem ihr meinen Newsletter abonniert. Ich habe von vielen schon sehr positive und inspirierende Rückmeldungen erhalten. Dafür möchte ich mich schon mal bedanken!

Als kleines Dankeschön möchte ich noch eine kleine Geschichte einfügen. Ich hoffe sie gefällt euch. Falls ihr mehr lesen möchtet, abonniert einfach meinen Blog. Dann schicke ich euch mein eBook zu!

Der Brauch

»Ein Muslim, ein Buddhist und ein Jude treffen sich im Schlossgarten, um darüber zu diskutieren, welche Tradition die Wahrheit gefunden hat. Der Muslim argumentiert, dass Gott die eine Wahrheit ist und, dass der heilige Kampf der einzige Weg ist, die Wahrheit (Gott) zu finden. Denn Wahrheit bedeutet Errettung und wer gerettet werden will, der muss bereit sein, für die Rettung zu sterben.

Der Buddhist bestreitet, dass ein materieller Tod wirklich notwendig sei, um zu dem zu finden, der im Koran als „Gott“ dargestellt wird. Ihresgleichen höchstes Ziel sei das Nirwana, das nur durch den noblen Pfad des Buddhas in stiller Meditation gefunden werden kann. 

Schließlich ist der Jude empört und witzelt über des Buddhisten Pfad. Buddha habe nicht einmal Muße gehabt, um eine Schrift zu hinterlassen. Und gerade, als der Jude ausführen wollte, dass sich der echte Gott, Jahve, der Eine, nur den Juden offenbart, unterbrach sie ein Fremder. Und er spricht:

„Wie ich sehe, streitet ihr über eure Herkunft. Aber bevor ihr weiterredet, geht dort vornhin in diese Richtung, dort werdet ihr einen Mann sitzen sehen, der kann euch weiterhelfen.“

Und die drei machen sich auf und wandern entlang des Schlossgartens, bis sie am blumengeschmückten Springbrunnen ankommen. Dort sitzt ein alter Mann mit langem Haar und Robe. Und als sie vor ihm stehen, da bittet er sie, sich zu setzen. Er schaut ihnen tief in die Augen und stößt einen tiefen Seufzer aus.

Und in den nächsten Stunden hören sie Gleichnisse über Leben und Tod, über die rechte Art, sich frei zu machen, über die rechte Atmung und über die Streitschlichtung. Denn laut dem alten Mann gehe es darum, allen Religionen, Lehren und Traditionen Wahrheit zuzugestehen.

Der Muslim, der Buddhist und der Jude waren nicht nur entzückt, sondern lauschten voller Stille und Ehrfurcht. Und als der Mann sich erhob und ging, denn er hatte schließlich nichts mehr hinzuzufügen, da fielen sich die drei Gottesfürchtigen in die Arme. Sie versprachen sich nicht mehr zu streiten. Denn dazu war kein Grund mehr. Sie erkannten, dass sie dieselbe Herkunft hatten, diese Herkunft nur aus anderen Blickwinkeln betrachteten. Von nun an akzeptierten sie den Glauben der anderen.

Aber nicht nur das. Sie zogen sogar umher und verbreiteten die Lehre des alten Mannes. Denn sie wollten die tolerante Lehre weitergeben und allen Streit der Welt lösen.

Aber irgendwo auf ihrem Weg der Erlösung verliefen sie sich. Denjenigen, die ihren Glauben behalten wollten, warfen sie Dummheit und Ignoranz vor. Und ehe sie sich versahen, verkamen ihre Worte in einer Tradition, die nur denen Frieden brachte, die sie praktizierten. Und alle anderen, die die Lehre nicht achteten, wurden zu Übeltätern und Ungebildeten, die es zu bekehren oder auszulesen galt.

Welch ein Jammer. Der Streit der drei Gläubigen wurde zwar geschlichtet, dafür entbrannte jedoch ein viel heftigerer Streit. Ein Streit, der nicht mit der Vergebung aller Menschen endete, sondern einem Exklusivrecht, dass ihrer Tradition galt. Aber nein, eine Tradition kann man es wohl nicht mehr nennen. Ein sinnentleerter Brauch, das kommt dem Ganzen näher.«

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Danke für die Aufmerksamkeit! Ich wünsche reges Interesse beim Lesen. Und natürlich eine unbändige Gesundheit und Lebensfreude für den kalten Winter, der uns bevorsteht.

Seid achtsam,
euer Tristan.

Ein Beitrag aus Sicht der Hermetik

In den letzten Tagen habe ich vermehrt über die Frage nachgedacht, was uns Menschen wichtiger ist: Das Gefühl der Geborgenheit, Schutz und Behütung (Sicherheit) oder das Gefühl von Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit (Freiheit)? Lasst uns hierzu etwas tiefgründiger schauen und die beiden Elemente richtig einordnen.

Auf meinen Instagram-Kanälen @tristanstrivium und @tristannolting habe ich dazu eine Umfrage gestartet und folgendes Ergebnis erhalten.

Dies ist natürlich keine repräsentative Umfrage. Die Umfrage ist zudem durch die derzeitigen Diskussionen um die Freiheitseinschränkungen der Corona-Pandemie getrübt. Sobald den Menschen entweder ihre Sicherheit oder ihre Ordnung genommen wird, scheinen sie sich wieder danach zu sehnen. Was aber hat es mit diesen beiden Elementen in der Bedeutung für den Menschen auf sich?

Freiheit und Sicherheit sind Ideale und in ihrer extremen Ausprägung Gegenteile, auch wenn sie sich, wie jedes Gegensatzpaar, gegenseitig bedingen. Die folgenden Überlegungen beziehen sich jedoch nicht nur auf die Ideen hinter den Begriffen, sondern auch auf die damit verbundenen Ideologien der Sicherheit und der Freiheit.

Die Ideologie der maximalen Sicherheit schafft die Rechte des Menschen (analog zur rechten analytischen Gehirnhälfte), ja fordert sogar dessen Verschärfung, wodurch es jeder Menge an regelkonformen Bürokraten bedarf, die diese Ordnung verwalten. Sicherheit bewahrt somit Ordnung und minimiert zudem mögliche Zufälle und Gefahren. Durch die Beherrschbarkeit wird der Glaube an eine Welt ohne Gefahren möglich.

Die Ideologie der Freiheit hingegen wird von tendenziell linken Typen (analog zur linken emotional-kreativen Gehirnhälfte) gelebt, die sich die Wahlmöglichkeit zur freien Gestaltung ihres Lebens (und auch des Todes) erhalten wollen. Gesetze stehen dem entgegen, da sie die Handlungen des Individuums einschränken. Ob dies gut oder schlecht ist, ist in erster Instanz irrelevant, denn die Freiheit will sich nur die Wahlmöglichkeit erhalten. Durch die Wahlmöglichkeit wird somit der Glaube an eine freie selbstbestimmte Welt geschaffen.

Wenn wir diese Zeilen reflektieren, merken wir, dass Freiheit versucht zu bewahren, während Sicherheit versucht zu schaffen. Sicherheit ist ein illusionäres, analytisches Konstrukt, das von dem Menschen erschaffen wurde, um sich vor Gefahren zu schützen. Sicherheit gibt es in der Natur nicht. Freiheit ist jedoch ebenso eine Illusion, da die Idee vor der Erkenntnis der eigenen Limitationen schützen soll. Tiere sind in ihrer Rolle ebenso limitiert, haben jedoch keine Möglichkeit wie der Mensch dies zu reflektieren und gehen daher einfach ihrer Bestimmung nach. Politisch gesehen könnte man die Freiheit als Liberalismus und die Sicherheit als Konservatismus definieren. Zusammengefasst heißt dies:

  • Freiheit = Bewahrung
  • Sicherheit = Erschaffung

Männlichkeit & Weiblichkeit

Diese beiden Pole der Bewahrung und Erschaffung finden sich auch in dem ureigenen Spiel der Männlichkeit und Weiblichkeit (Dualität) wieder. Im Kybalion (Hermetik) steht hierzu geschrieben:

„Geschlecht ist in allem; alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip; Geschlecht manifestiert sich auf allen Plänen.“

Das Kybalion

Die Hermetik World Bibliothek führt dies mit Bezug auf die heutige moderne Naturwissenschaft noch detaillierter aus:

„[…] Das Wort Geschlecht (genus) ist verwandt mit „zeugen, erzeugen, schaffen, hervorbringen, Schöpfung“. Eine kurze Überlegung wird zeigen, dass das Wort eine viel weitere und allgemeinere Bedeutung hat als der Ausdruck Sexualität; letzterer bezieht sich auf die physischen Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Lebewesen. […]

Die Aufgabe von Geschlecht ist zu schaffen, hervorzubringen usw. Seine Manifestationen sind auf jedem Plan von Phänomenen sichtbar. […]

Die Aufgabe des männlichen Prinzips scheint darin zu liegen, eine gewisse angebotene Energie auf das weibliche Prinzip zu richten und so den Schöpfungsvorgang in Tätigkeit zu setzen. Das weibliche Prinzip ist aber immer dasjenige, welches das aktive schöpferische Werk vollbringt; und so ist es auf allen Plänen. […]

Die öffentliche Meinung hat sich eine ganz irrtümliche Ansicht über die Eigenschaften des sogenannten negativen Poles von elektrifizierter oder magnetisierten Materie gebildet; die Ausdrücke positiv und negativ werden von der Wissenschaft auf diese Phänomene ganz fälschlich angewendet: Das Wort positiv bedeute etwas Reales und Starkes, im Gegensatz zu einer negativen Unrealität oder Schwäche. Nichts liegt dem wahren Sachverhalt bei elektrischen Phänomenen ferner. […]

Es ist nicht nötig, euere Zeit zur Besprechung der wohlbekannten Phänomene in Anspruch zu nehmen, wie „Anziehung und Abstoßung“ der Atome, chemische Affinität, Liebe und Hass der Atome, Anziehung oder Kohäsion zwischen den Molekülen der Materie. Diese Tatsachen sind zu gut bekannt, als dass sie einer weiteren Erklärung bedürfen. Aber habt ihr je schon bedacht, dass alle diese Tatsachen Manifestationen des Prinzips vom Geschlecht sind? […]“

Ähnliche Ideen finden sich beispielsweise auch bei Rudolf Steiners geisteswissenschaftlich basierter Anthroposophie oder auch bei vielen fernöstlichen Philosophien wie dem Hinduismus.

Männliche und weibliche Elemente sind immer im Menschen gemischt, wie auch bei den Protonen und Elektronen des Atoms, auch wenn es ein fest definierbares biologisches Geschlecht am Menschen gibt (auch die verschiedenen Atome weisen Merkmale einer weiblichen und männlichen Klassifizierung durch ihr Verhalten auf). Je nachdem, welche Anteile im Menschen vorherrschend sind, manifestiert sich letztlich auch die Biologie. So steht es auch im hermetischen Gesetz der Entsprechung geschrieben.

Ebenso wie die männlichen und weiblichen Elemente im Menschen vermischt sind, sind auch die freiheitlichen und rechtlichen Vorstellungen und Fiktionen vermischt.

Die Existenz der Lebendigkeit (des Menschen, der Tiere, der Pflanzen etc.) ist jedoch nur denkbar, wenn das Verhältnis beider Geschlechter (Polarität) zueinander gewahrt wird. Dieses Phänomen ist in allen bekannten Disziplinen der Wissenschaften bekannt, von der Psychologie und Physiologie über die Ökologie bis zur Chemie. Sobald ein Geschlechtsmerkmal übermäßig stark wird, beginnt die eintretende Starre (Ordnung) oder die Konfusion (Chaos). Besonders anschaulich wird dies auch in der Kinderserie Avatar: Die Legende von Korra (2/8) durch die Kräfte von Raava und Vaatu dargestellt.

Machen wir dies doch noch an zwei anschaulichen Beispielen fest, um das Ausmaß dieser naturwissenschaftlichen Erkenntnis zu vertiefen.

1. Beispiel: OSHO

In der Dokumentar-Filmreihe Wild Wild Country auf Netflix erhält man Einblicke in das Leben und Wirken des indischen Philosophen „Rajneesh“ Chandra Mohan Jain (OSHO) und seiner Anhänger (Sannyasins). Der Dalai Lama bezeichnete OSHO beispielsweise als „erleuchteten Meister, der mit allen Möglichkeiten arbeitet, um den Menschen zu helfen, diese schwierige Phase in der Entwicklung des Bewusstseins zu überwinden.“

In der Filmreihe wird in der zweiten Folge genauer auf die Umsiedlung OSHO’s von Indien nach Oregon nahe der Stadt Antelope (U.S.A.) eingegangen. Es wird beschrieben, wie die Sannyasin’s innerhalb kürzester Zeit eine Kommune für das Zusammenleben mit OSHO auf der Big Muddy Ranch errichteten. Den Bewohnern der 40-Einwohner großen Stadt Antelope gefiel das gar nicht und so entbrannten Streits zwischen den beiden Lagern, die zwischenzeitlich sogar für das Aufkaufen und Umbenennen der Stadt (durch OSHO’s Generallbevollmächtigte Ma Anand Sheela) und wiederum Bombenattentate auf Sannyasins führte. Wie kann jedoch ein solcher Glaubenskrieg entstehen?

Der Konflikt liegt klar in der Gegenüberstellung der Kulturen. Die amerikanischen Einwohner, geprägt von Konservatismus, pflegten einen Alltag der ihnen ein Gefühl von Sicherheit gab, wohingegen die Sannyasins zur damaligen Zeit als Kultur der unorthodoxen freiheitlichen Praktiken konträr zu christlichen Werten galt. Dies wurde durch die Einblicke von Praktiken des Films Ashram in Poona (1981) noch verschärft. Der Film war bekannt für seine Aufnahmen von nackten, kreischenden und ausflippenden Menschen in einer Sannyasin-Therapiegruppe (Hier ansehen).

Außerdem kam hinzu, dass Shannon Jo Ryan, Tochter des ehemaligen Kongressabgeordneten Leo Ryan, der die Gemeinde Jonestown des Volkstempels in Guyana untersuchte und dort 1978 von Anhängern des Tempels beim Massaker von Jonestown, getötet wurde, der Sannyasin-Bewegung nach Oregon folgte und von Medien nun vermutet wurde, dass sich eine solche Sekte wie Jonestown wiederholt. Es gab Anlass zur Sorge für die amerikanischen Bürger und Medien, dass sich eine solche Tragöde wie Jonestown, bei der 909 Menschen Suizid begangen haben, wiederholt.

Wir stellen also fest: Hier trafen zwei Gruppen aufeinander, die konträr von freiheitlichen und konservativen Glaubenssätzen geprägt waren. Die Unterschiedlichkeit begünstigte den Konflikt. Viele der damaligen Handlungen waren auf Vorurteilen gebaut. Es wird also deutlich, dass das fehlende Verständnis zum Teil auch durch die unterschiedliche Ausrichtung der Menschen erfolgt ist. Für die einen war Sicherheit das wichtigste – für die anderen die Ausübung ihrer Freiheit.

2. Beispiel: Pandemien

Wie wir es auch in der aktuellen Pandemie erleben, gibt es Befürworter und Kritiker der politischen Maßnahmen. Dreh- und Angelpunkt ist gewiss auch die Ausübung der Grundrechte, welche dem Menschen gewisse Freiheiten gewähren. Während die Sicherheitsfanatiker argumentieren, dass die Opfer der aktuellen Pandemie um jeden Preis gering gehalten werden muss, argumentieren die Freiheitsliebhaber um die Ausübung ihrer Wahlmöglichkeiten. Plakativ und in extremer Ausprägung würde eine solche Differenzierung wie folgt aussehen:

Sicherheit

– Virus Gefahr eliminieren
– Isolieren und Kontakt scheuen
– Impfstoff zur Immunität entwickeln
– Wenn nötig Rechte einschränken, damit
sich jeder an die Vorgaben hält

Freiheit

– Mit dem Virus leben lernen
– Arbeit & Sozialleben normal weiterführen
– Natürliche Immunisierung
– Grundrechte um jeden Preis bewahren

Durch die „neue Gefahr“ wird somit ein Kampf zwischen den in den Menschen vorherrschenden Tendenzen geschaffen, die, wenn die Situation als nicht bedrohlich gewertet werden würde, sich im Gleichgewicht gegenseitig erhalten. Nun kämpfen die freiheitlich gesinnten Menschen um die Bewahrung der Rechte, um die sie auch geschichtlich nachvollziehbar seit tausenden von Jahren schon kämpfen, während die Menschen, die nach Sicherheit streben, um eine weitere Einschränkung trachten, damit absoluter Schutz gewährt ist. Die Freiheit und Sicherheit erstreckt sich dann auch in anderen Fragestellungen, wie etwa der Moral oder Sozialität (ist das Abnehmen der Maske in der Öffentlichkeit asozial?).

Vielfach werden Symbole, wie die Masken, als Freiheits oder Sicherheitssymbol aufgeladen, je nachdem aus Perspektive sie betrachtet wird. Die Sicherheitsfanatiker sehen ihre Freiheit in der Sicherheit. Die Freiheitsfanatiker sehen ihre Sicherheit in der Freiheit (Wortspiel verstanden?). Bei Parteien versuchen für das Gute zu kämpfen. Oder zumindest wird ihnen gesagt, dass sie für das Gute im Menschen kämpfen. Wie auch Theodor W. Adorno feststellte, sind die Menschen bereit fast alles zu tun, solange es sich in ihren Augen um „das Gute“ handelt.

Aber was ist das Gute? Ist es Sicherheit oder Freiheit?

Ich möchte hier keiner Position den Vorrang zusprechen. Ich möchte viel lieber dazu anregen, dass das Gleichgewicht beider Verhältnisse langfristig der beste Weg ist, um (mit einer Gefahr) zu leben. Maßnahmen zur Sicherheit sind keinesfalls schlecht. Genau so wenig, wie die Freiheit des Menschen zu verteidigen. Beides sollte jedoch, gerade auch in Anlehnung an den Zeitgeist, mit den Menschen abgestimmt sein. Die Bereitschaft ist hier eine wichtige Komponente. Wir sehen es an Schweden – Gebote sind vielfach vorteilhafter, als Verbote. Auch, um die freiheitlichen Ideale des Menschen nicht zu sehr zu bedrohen. Denn ansonsten rebelliert der Mensch und realer Krieg ist die Folge.

Krieg kann somit als eine Folge der (teils illusionären) Einschränkungen der eigenen Freiheit gewertet werden. Der „temporäre“ Krieg soll dazu dienen, die Freiheit wieder herzustellen. Ähnlich ist es auch mit SARS-CoV-2 – hier wurde vielfach Kriegsrhetorik angewandt, um den vermeintlichen Kampf gegen das Virus zu gewinnen. Wie beim Krieg dient die zeitweilige Einschränkung der Freiheit des Menschen zur vollständigen Wiederherstellung. Einschränkungen sind der Freiheit dienlich – so zumindest die Argumentation von Politikern wie Karl Lauterbach (siehe ARTE Doku). Aber kann das der richtige Weg sein?

Wie auch bei der Geschichte von OSHO und der Sannyasin-Bewegung zu erkennen, gibt es durch die Themen Freiheit und Sicherheit ein hohes Radikalisierungspotential. Dabei wird dann gerne auch damit argumentiert, dass der Gegner immer radikaler wird, man selber müsse also dementsprechend handeln (und radikaler werden). Die eigene Freiheit zu wahren wird dann zu einem Machtkampf.

Letztes Beispiel hierzu: Die bekannte Seite Volksverpetzer hat vielfach polarisierende und brachiale Rhetorik genutzt und nutzt diese auch immernoch, um die Menschen, die für ihre Freiheit demonstrieren, als Ideologen zu diffamieren. Der Wortlaut nimmt dabei Züge an, wie etwa: „Während diese Woche bereits 848 Menschen gestorben sind, demonstrieren sektenhafte-Pandemie-Leugner mit „Wo sind die Toten?“-Laternen, die sie ihren Kindern in die Hand drücken. Wie abgedreht ist diese Ideologie eigentlich inzwischen?“

Pauschal kann ich also die anfängliche Frage, was wichtiger ist, ob Freiheit oder Sicherheit, nicht beantworten. Dies hängt vielfach von der innerlichen Geistesverfassung des Menschen ab.

Zum Abschluss dieses Blogbeitrags habe ich noch eine Geschichte für euch. Es handelt sich um die alte Parabel vom schwarzen Schaaf, welche ich für euch so aufbereitet habe, dass es in unseren Kontext von Freiheit und Sicherheit passt. Ich wünsche aufrichtiges Hinterfragen der hier geteilten Inhalte und zudem guten Genuss der Geschichte!


Das schwarze Schaaf

Ja, das ist die Geschichte vom freien Denken,

vom schwarzen Schaaf, das ließ sich nicht mehr vom Hirten lenken.

Und als es sich aus seinen Zügeln losriss

Und seinen Hirten das erste Mal biss –

da ward es ausgestoßen und in die weite Welt gesetzt.

Zögerlich zog es von dannen, voller Angst entsetzt.

Da bemerkte es, dass auch andere Tiere ohne Hirten lebten,

und ganz ungeniert für sich in den Tag hineinlebten.

Nun wollte es zurück und seinen Kameraden berichten,

die hatten aber kein Interesse daran, den Streit zu schlichten.

Verächtlich sahen sie ihn als Verräter, 

die Freiheit machte das dumme Schaaf zum Übeltäter.

Und so blieb es, wie es immer schon war,

Schaafe lieben Sicherheit, das ist wohl klar.


Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen und ihr habt etwas Neues über die Themen Hermetik, Dualität, Freiheit, Sicherheit und Wissenschaft gelernt. Falls ihr Anregungen, Fragen oder Kritik an mich habt, dann schreibt mir doch auf Social Media oder per Mail.

Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren.

Benjamin Franklin:

Bleibt verständnisvoll,
euer Tristan.

Am 1. November 2020 erschien meine Analyse „COVID-19 (SARS-CoV-2) holistisch betrachtet“ auf Englisch mit einem Update auf researchgate. Ich habe mir nach Rückmeldungen von wiss. Mitarbeitern und Professoren die Mühe gemacht, meinen Artikel auch für ausländische Wissenschaftler verfügbar zu machen und außerdem um die mediale, wissenschaftliche und politische Entwicklung von Mai bis November zu ergänzen.

Anbei findet ihr nun den Link zum englischen Dokument sowie die Übersetzung auf Deutsch exklusiv auf meinem Blog. Für Rückmeldungen und Kritik stehe ich euch auf Whatsapp zur Verfügung. Ich wünsche viele Erkenntnisse und spannendes Hinterfragen!

Hier geht’s zum englischen Artikel auf researchgate.


Update

1. November 2020:

Während ich meine Analyse vom Deutschen ins Englische übersetzte, kam mir die Idee, einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland zu geben. 

Die typische Grippesaison verläuft von der 40. Kalenderwoche des aktuellen Jahres bis zur 20. Kalenderwoche des neuen Jahres. In diesen Wochen nimmt die Zahl der Virusinfektionen enorm zu, sodass der Influenza-Bericht des Robert-Koch-Instituts nicht mehr nur monatlich, sondern wöchentlich erscheint.[1] Im Jahr 2020 begann die 40. Kalenderwoche am 4. Oktober 2020, und ab diesem Zeitpunkt begannen auch die SARS-CoV-2-Infektionen zyklisch zu steigen. Am 15. Oktober 2020 erreichte die Zahl der SARS-CoV-2-Infektionen den höchsten Stand seit Beginn der Tests. Am 22. Oktober 2020 überschritt die Zahl der Infektionen zum ersten Mal die Anzahl von 10.000 (11.287, um genau zu sein). Seitdem schwankt die Zahl der Neuinfektionen zwischen 10.000 und 20.000. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass auch die Testkapazität gestiegen ist (von 7.115 in KW 11 auf 272.397 in KW44).[2]

Quelle: Wikipedia COVID-19 Pandemie-Daten, 2020.[3]

Die zunehmende Fokussierung der deutschen Medien und Politik auf die Zahl der Neuinfektionen hat zu einer zunehmenden Dramatisierung der Situation geführt. Dabei geht es nicht um eine Verharmlosung von SARS-CoV-2 (COVID-19), sondern um die tatsächlich messbaren Auswirkungen (Erkrankungen, Todesfälle, Folgeschäden) der Infektionen als eine zentrale Kenngröße für den Ausgang dieser Pandemie. 

Da jedoch die messbaren akuten Schäden der Pandemie zunehmend aus dem politischen Blickfeld geraten sind und sich der Fokus nun auf die steigende Zahl der Infektionen verlagert hat, haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Bundesministerpräsidenten und ihre Berater am 2. November 2020 für die Notwendigkeit eines erneuten Lockdowns in Deutschland entschieden, der dazu beitragen soll, die Kurve der Neuinfektionen abzuflachen.[4]

Obwohl dieses Dokument keine politischen Statements enthalten soll, muss festgestellt werden, dass viele Politiker diese Entscheidung stark kritisiert haben. Der Vizepräsident des Bundestages[5], Wolfgang Kubicki, appellierte sogar gegen diese politische, aber aus seiner Sicht rechtlich nicht haltbare, Entscheidung Klage zu erheben.[6] Diese Entscheidung wurde von Merkel ohne Zustimmung des Parlaments im Deutschen Bundestag getroffen. Deshalb argumentierte Kubicki: „Die Beschlüsse bleiben von solch einer bemerkenswerten Widersprüchlichkeit, dass nur fraglich erscheint, wann das erste Gericht sie kippt und nicht ob.“[7]

Was jedoch von größerem Interesse sein sollte, ist die wissenschaftliche Sicht auf die Auswirkungen dieser Entscheidung. Man muss die langfristigen Folgen dieser Entscheidung berücksichtigen. Der zweite Lockdown wird von der Politik dazu benutzt, die Welle der Neuinfektionen zu „brechen“, ohne ausgewogene Berücksichtigung der tatsächlichen COVID-19-Situation. Daher kann die Zahl der Infektionen jederzeit als zu hoch von Spitzenpolitikern wie Bundeskanzlerin Angela Merkel deklariert werden, was folglich neue Lockdowns rechtfertigen könnte, auch wenn ein Anstieg tatsächlich typisch für die Grippesaison ist. Was Politiker bei dieser Auffassung von Pandemien zudem nicht berücksichtigen, ist, dass das Virus weniger schädlich sein könnte, als noch zu Beginn.[8]

Wie man sieht, haben die Fehlinformationen und die Verwirrung der Bevölkerung durch Medien und Politik nicht aufgehört, obwohl jeder die faktischen Auswirkungen der Angst auf die psychische und physische Gesundheit aufgrund von Pandemien kennen sollte. Die Liste der Kritiker von Lockdown-Politiken und deren Langzeitschäden, darunter das Deutsche Netzwerk für Evidenzbasierte Medizin e.V.[9], das National Bureau of Economic Research (NBER)[10], das Institut der deutschen Wirtschaft (IW)[11], Leiter von Gesundheitsbehörden und andere, wurde jedoch noch viel länger.[12],[13][14],[15],[16],[17],[18] Im Folgenden ein Zitat der Stellungnahme der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die mit Hilfe von Prof. Dr. Hendrick Streeck, Prof. Jonas Schmidt-Chanasit und 32 unterstützenden Organisatione veröffentlicht wurde[19]:

„[…] Wieder auf Lockdowns zu setzen, könnte – in der Hoffnung Infektionszahlen zu senken – die reflexartige Konsequenz darauf sein. Aber wir haben in den Monaten der Pandemie deutlich dazugelernt. Der Rückgang der Fallzahlen ist politisch zwar eine dringende Aufgabe, aber nicht um jeden Preis. Wir erleben bereits die Unterlassung anderer dringlicher medizinischer Behandlungen, ernstzunehmende Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen durch soziale Deprivation und Brüche in Bildungs- und Berufsausbildungsgängen, den Niedergang ganzer Wirtschaftszweige, vieler kultureller Einrichtungen und eine zunehmende soziale Schieflage als Folge. […]”[20]

Obwohl ein neuer Lockdown fatal sein könnte, zielt die deutsche Politik darauf ab, „die Infektionsdynamik schnell zu unterbrechen, so dass in der Weihnachtszeit keine weitreichenden Einschränkungen notwendig sind“.[21] Die Einschränkungen für das öffentliche Leben werden für ab dem 2. November 2020 festgelegt. Selbst der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisationen, Dr. David Nabarro, hat eine Kehrtwende vollzogen, als er in einem Interview mit dem Spectator sagte: „Wir appellieren wirklich an alle führenden Politiker der Welt: Hören Sie auf, Lockdowns als primäre Kontrollmethode einzusetzen.[22] Und der Europäische Direktor der WHO, Hans Kluge, stimmte dieser Ansicht am 29. Oktober 2020 zu, während er auf die wirtschaftlichen Nebenwirkungen neuer Lockdowns hinwies.[23] Aber es scheint, dass die deutsche Politik sich der langfristigen Kosten der Lockdowns und der Warnungen renommierter Experten nicht bewusst ist.

Ein weiterer Streitpunkt in Bezug auf Langzeitschäden ist die aktuelle Debatte über die Mund-Nasenschutz-Regelungen. Die wichtigste Arbeit wurde im Juni/Juli 2020 von der Psychologin Daniela Prousa durchgeführt. In ihrer Studie: „Studie zu psychologischen und psychovegetativen Beschwerden durch die aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungenin Deutschland“ untersuchte sie die psychologischen und psychovegetativen Beschwerden des Mund-Nasenschutzes in einer Stichprobengröße von n=1010 in Deutschland. Die Ergebnisse sind recht erstaunlich:

„Die Tatsache, dass ca. 60% der sich deutlich mit den Verordnungen belastet erlebenden Menschen schon jetzt schwere (psychosoziale) Folgen erlebt, wie eine stark reduzierte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft aufgrund von aversionsbedingtem MNS-Vermeidungsbestreben, sozialen Rückzug, herabgesetzte gesundheitliche Selbstfürsorge (bis hin zur Vermeidung von Arztterminen) oder die Verstärkung vorbestandener gesundheitlicher Probleme (posttraumatische Belastungsstörungen, Herpes, Migräne), sprengte alle Erwartungen der Untersucherin. Die Ergebnisse drängen auf eine sehr zeitnahe Prüfung der Nutzen-Schaden-Relation der MNS- Verordnungen.“ (Daniela Prousa, 2020)[24]

Dennoch fordern Politik, Medien und Wissenschaftler wie Dr. Christian Drosten[25] und Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach[26] das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung, obwohl es keine entsprechenden Belege dafür gibt, dass asymptomatische Erwachsene und Kinder infektiös sind – oder, dass der Mund-Nasen-Schutz daran etwas ändern wird. Nachdem Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, den Nutzen von Gemeinschaftsmasken bezweifelte, forderte Karl Lauterbach seinen Rücktritt.[27] Aber es gibt noch weitere emotionale Äußerungen von Karl Lauterbach, vor allem was die Folgeschäden betrifft. Trotz der Tatsache, dass Grippe und andere Viren auch Folgeschäden verursachen[28], verwendete Lauterbach die Studie „Kognitive Defizite bei Menschen, die sich von COVID-19 erholt haben, im Vergleich zu Kontrollen“: Eine N=84.285 Online-Studie“ des Imperial College in London für seine Argumentation, obwohl sie nicht einmal von Fachkollegen begutachtet ist.[29] In der Talkshow Markus Lanz und auf seinem Twitter-Account nutzte er diese Studie, um seine Überzeugungen zu bekräftigen.[30],[31] Wissenschaftlich betrachtet, kann dies als zulässig angesehen werden, da es keine anderen Studien gibt, die dieses Ergebnis bestätigen. Daher sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Aussagen Lauterbachs zu bestätigen. Aber solche voreiligen Schlussfolgerungen sind in der deutschen Politik, wie man sehen kann, sehr verbreitet.

Die Maßnahmen der deutschen Politik, wie das Tragen von Kleidermasken in Fußgängerzonen und die Schließung oder Einschränkung von Restaurants und Bars zu späten Zeiten (23 Uhr)[32], sind nicht nur unbewiesen, sondern müssen auch hinterfragt werden. Die Verwirrung durch verschiedene Maßnahmen und Arten von Lockdowns jeden Tag oder jede Woche muss aufhören, um potenziell schädliche psychische Auswirkungen für die Gesellschaft zu reduzieren (wie oben erwähnt). Wir haben in Deutschland im Jahr 2020 immer noch keinen Beweis für eine erhöhte Sterblichkeit (10-Monats-Prävalenz) im Vergleich zu den Jahren 2019 oder 2018. Todesfälle mit SARS-CoV-2 (nicht wegen) sind im Vergleich zu anderen Krankheiten nicht auffällig erhöht.

Quelle: Statista, 20.Oktober 2020.[33]

Wer mit SARS-CoV-2, aber nicht an SARS-CoV-2 stirbt, gilt in Deutschland immer noch als Corona-Toter. Obwohl die Sterblichkeitsrate bei SARS-CoV-2 (10-Monats-Prävalenz) im Gegensatz zu anderen Ursachen (12-Monats-Prävalenz) recht niedrig ist, gibt es in der Politik einen Bestätigungsfehler (confirmation bias) über die Gesamtgefahr von SARS-CoV-2 für die Bevölkerung. Quelle: Statista, 20.Oktober 2020.[34]

Es gibt so viele Diskussionen darüber, was getan werden könnte, um eine Ansteckung zu vermeiden, dass das psychologische und wirtschaftliche Wohlergehen der Bevölkerung von politisch aktiven Wissenschaftlern wie Drosten oder Lauterbach völlig in Vergessenheit gerät. Wir als Gesellschaft sollten uns nicht primär im die Infektionsrate kümmern. Darauf wies auch der Epidemiologe Gerard Krause in dem Nachrichtenportal Dlf hin. Während die Deutsche Gesellschaft für Virologie über den natürlichen Weg der Immunisierung mit SARS-CoV-2 besorgt ist, können wir jetzt sehen, dass sich der besondere Weg Schwedens auszahlt.[35] Die Infektionsraten in Schweden steigen zwar (vermutlich wegen der Testkapazitäten und des Wetters), aber die Fallsterblichkeit von SARS-CoV-2 in Schweden ist seit dem 29. Juli 2020 stets niedriger als 5 Todesfälle pro Tag. Obwohl Anders Tegnell, der schwedische Staatsvirologe, vom Konzept der Herdenimmunität nicht überzeugt war („Das Streben nach Herdenimmunität ist weder ethisch noch anderweitig zu rechtfertigen. Selbst wenn jüngere Menschen weniger schwer erkranken und seltener sterben, kann es dennoch vorkommen […]“)[36], könnte es in der Gesamtstatistik Hinweise darauf geben. An dieser Stelle möchte der Autor noch einmal daran erinnern, dass radikale Maßnahmen gegen SARS-CoV-2 schwere Nebenwirkungen haben, wie höhere Selbstmordraten, Traumata und psychische Schäden vor allem bei Kindern, die kaum betroffen sind. Hinzu kommen höhere Angst- und Depressionsraten und die Verschiebung notwendiger Operationen.[37],[38],[39],[40] Der Einsatz von Herdenimmunität und die Verbesserung des Schutzes von Risikogruppen könnte die beste Lösung sein, um Langzeitschäden zu minimieren.

Quelle: Wikipedia COVID-19 Pandemie-Daten, 2020[41]

Diese Maßnahmen können nachgewiesen werden. Mund-Nasen-Abdeckungen sind in diesem Zusammenhang nur eine potenzielle Maßnahme zum Schutz von Risikogruppen, nicht der allgemeinen Bevölkerung. Die Pflicht zum Tragen von Masken könnte lediglich psychologische und psychovegetative Schäden verursachen und gleichzeitig die natürliche Art der Immunisierung verlangsamen. Aber das deutsche Verwaltungsgericht antwortete auf den Dringlichkeitsantrag von Daniela Prousa mit der Bitte, die Mund-Nasen-Schutz-Verordnung endgültig aufzuheben, dass es keine Notwendigkeit gebe, die deutsche Bevölkerung in ihrer psychischen Gesundheit zu schützen. Der Staat sei, wie das Verwaltungsgericht behauptet, nur für die körperliche Unversehrtheit verantwortlich: „Ein Eingriff liegt nicht schon dann vor, wenn nur das psychische oder emotionale Wohlbefinden betroffen ist, vielmehr muss die körperliche Unversehrtheit betroffen sein.“[42] Hier haben wir ein Beispiel für nationale Ignoranz gegenüber der modernen wichtigen medizinischen Sichtweise, dass es eine Verbindung zwischen Körper und Geist gibt. Wie bereits im ersten Teil der Analyse beschrieben, erhält der Geist bei der Entstehung von Krankheiten, wie bei Krebs, Diabetes oder Virusinfektionen, immer mehr Aufmerksamkeit. Und es liegt in der Verantwortung des Staates nachzuweisen, dass es zunächst keine Auswirkungen des psychischen Wohlbefindens auf den Körper gibt (vgl. auch Rudolf Steiners Anthroposophie).[43]

Man muss sich fragen, ob alternative und ganzheitliche wissenschaftliche Meinungen nicht willkommen sind, wenn moderne Medien (Facebook, Youtube, Google) versuchen, Online-Inhalte von ehemaligen renommierten Experten wie Dr. Sucharit Bhakdi oder Dr. Wolfgang Wodarg zu zensieren.[44],[45] Kürzlich bestätigte ein Topmanager von Google, dass Google in der Lage ist, die Macht der Suchmaschine zu nutzen, um Einfluss auf den politischen Kurs zu nehmen.[46] Medien und Suchmaschinen haben die Fähigkeiten, dies in Bezug auf ihre Nutzerraten zu tun. Wie das Projekt Veritas herausgefunden hat, nutzen sie diese jedoch auch bewusst und bieten sie ohne Kosten für demokratische Parteien an, um politische Meinungen zu beeinflussen.[47]

Wenn das tatsächlich der Fall ist, gibt es in den meisten verwendeten modernen Medien keine wirkliche Meinungsfreiheit. Oder es gibt Meinungsfreiheit in bestimmten Bereichen, wo Medien und Politik in den Industrieländern dies zulassen. Politiker wie Cem Özdemir riefen wegen der Black-Lives-Matter-Bewegung zum Handeln auf, bezeichneten Kritiker der deutschen Corona-Politik dagegen als „#Covidiots“ und erzwangen damit die weitere Spaltung in unterschiedliche Überzeugungen des „Virenthemas“.[48] Özdemirs Meinung spiegelte sich auch in den Berichten über die Black-Lives-Matter-Demonstrationen wider.[49],[50] Während die Demonstranten dieser Demonstration als Philantrophisten („weltweit vereint gegen Rassismus“)[51] gefeiert wurden, die sich nicht an die geltenden SARS-CoV-2-Bestimmungen halten müssen, scheinen die „#Covidiots“ nach wie vor unsichere Bürger, Esoteriker oder politische Extremisten zu sein („Sie sind durch ihren Hass auf den Staat vereint“).[52],[53] Ich möchte noch einmal auf die negativen Auswirkungen der Stigmatisierung hinweisen. Hier scheinen die Medienberichte ambivalent zu sein und offensichtlich unterschiedliche Maßstäbe anzulegen.[54],[55],[56]

Wie man sieht, werden einige Forscher von Politikern und Medien favorisiert, wie der Chefarzt und Charité-Virologe Dr. Christian Drosten sowie Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach. Es scheint, dass Politiker heutzutage nur noch auf den Charité-Virologen hören, nicht mehr auf einen anderen Experten. Man sollte auch die Zwispalte in der Wissenschaft bedenken, die durch seinen Appell im April 2020 in der Öffentlichkeit entstanden: „Verlassen Sie sich nicht auf irgendwelche Professoren oder Ärzte, die behaupten, Mediziner zu sein und über diese Dinge Bescheid wissen“. Es soll nur „wenige Wissenschaftler in Deutschland geben, die sich mit dieser speziellen Viruserkrankung beschäftigen.“[57]

Karl Lauterbach war der am häufigsten eingeladene Fernsehgast in der SARS-CoV-2-Debatte (14 Auftritte). Der einzige geladene Gast, der gelegentlich die Politik kritisiert, Hendrick Streeck, hatte nur 6 Auftritte. Bhakdi selbst behauptete nicht die gleiche Fernsehzeit zu bekommen wie andere Wissenschaftler, obwohl ihn sein Fachwissen zu einem wertvollen und gut informierten Experten machen würde.145 Auch wenn Streecks Heinsberg-Studie (2020) ausgezeichnet war und das SARS-CoV-2-Virus besser einschätzbar gemacht hat, wird seine Meinung leider immer noch nicht von der deutschen Politik anerkannt (Stanford Prof. Dr. Ioannidis bestätigte Streecks Ergebnisse kürzlich durch die Veröffentlichung einer Meta-Analyse bei der WHO, die zu dem Schluss kam, dass die Letalität von COVID-19 bei etwa 0,23 liegt, aber geringer wäre, wenn ältere Menschen wirksamer geschützt würden).[58]

Quelle: Spiegel, (2020).[59]

Während es in Deutschland noch immer kein Interesse zu geben scheint, ausgewogene oder gar politikkritische Debatten durch Medien wie Funk, Spiegel oder RTL zu organisieren, ist Servus TV der erste (österreichische) Fernsehsender mit regelmäßigen kritischen Gästen wie Dr. Sucharit Bhakdi und Dr. Stefan Homburg. Leider scheinen einige „populäre“ Wissenschaftler kein Interesse an einem stetigen Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen unter Kollegen zu haben. Beispielsweise ist Prof. Dr. Drosten nicht mehr an einem Austausch mit dem bekannten Kollegen Streeck interessiert. Wie WELT berichtet, schrieb Streeck E-Mails an Drosten, erhielt aber keine Antwort. „Streeck sagt, er gönne Drostens Erfolg nach, aber er glaubt, dass an ihn ein anderer Maßstab angelegt wird als an Drosten. Dieses Beispiel illustriert den ständigen Mangel an Kooperation zwischen Experten in Deutschland.

Ein weiteres Ergebnis von Streecks Heinberg-Studie war das geringe Risiko einer Infektion durch Oberflächen in der häuslichen Umgebung. Es gibt zwar einige Studien, die darauf hindeuten, dass SARS-CoV-2 einen Monat auf Oberflächen und damit zehn Tage länger als die Grippe überleben könnte[60], und andere, die behaupten, dass SARS-CoV-2 bei Raumtemperatur nur bis zu sieben Tage überlebt[61], aber es gibt noch keinen geeigneten Beweis für eine mögliche Erkrankung durch Schmierinfektion. Dennoch behauptet das deutsche Gesundheitsministerium dies auf seiner informativen Website https://www.zusammengegencorona.de, ohne seine Aussagen zu verifizieren. Und sie werben für die Verwendung von Masken zum Mund-Nasen-Schutz, aber nicht als Schutz vor Husten (angesichts des schwachen Schutzes von Gemeinschaftsmasken vor Viren, wie sie selbst schreiben), sondern gegen häufiges Berühren des eigenen Gesichts. Wiederum ohne jeden Beweis.

„Eine Maske aus Stoff fängt einen Teil der Tröpfchen auf.
Aber die Tröpfchen und das Virus sind winzig klein.
Das Stoff-Gewebe ist dagegen sehr grob.
Die Viren sind kleiner als die Löcher in dem Stoff.
Ein Teil der Viren kann trotzdem hindurch gelangen.

Warum sollten Sie trotzdem eine Maske aus Stoff tragen?

Auch eine Maske aus Stoff hilft,
damit sich weniger Menschen mit dem Corona-Virus anstecken.
Sie fassen sich zum Beispiel seltener in das Gesicht
und berühren nicht so oft Ihre Augen oder Ihre Nase.
Außerdem gibt es manchmal Momente,
bei denen Sie nicht den Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten können.
Zum Beispiel beim Einkaufen, im Bus oder in der Bahn.
Das Corona-Virus kann auch äußerlich übertragen werden
über sogenannte Schmier-Infektionen.“[62]

Wie man sehen kann, geht es in dieser Debatte nicht darum, eine wissenschaftlich fundierte und langfristige Lösung zu finden, die natürlich die Beziehung zwischen lang- und kurzfristigen Schäden bewerten sollte. Man sieht es vor allem, wenn man mit der bekannten Suchmaschine nach der Anzahl der Suchergebnisse sucht. Dort kann man nicht nur den Unterschied in der Qualität, sondern auch in der Quantifizierung der Berichte sehen. Mir scheint, dass es in den meistgenutzten Medien confirmation bias gibt, wenn es darum geht, neutral und unparteiisch über verschiedene Arten von Meinungen und auch in der Quantität der Berichte über bestimmte Wissenschaftler im Umgang mit SARS-CoV-2 zu kommunizieren.

„Streeck Corona“: 896.000 Ergebnisse
„Lauterbach Corona“: 6.190.000 Ergebnisse
„Drosten Corona“: 2.850.000 Ergebnisse
„Bhakdi Corona“: 1.070.000 Ergebnisse
„Wodarg Corona“: 159.000 Ergebnisse
„Wiehler Corona“: 537.000 Ergebnisse
„Robert Koch Institut Corona“: 30.400.000 Ergebnisse
(Google-Suchergebnisse, vom 24. Oktober 2020)

Meiner Meinung nach kann das Vertrauen in die Meinung von Experten nicht der künftige Standard sein. Jeder Bürger ist dafür verantwortlich, sich zu informieren, um die aktuelle Situation einzuschätzen. Für die Lockdown-Politik am 2. November muss jeder Bürger Bedenken und Überlegungen äußern, insbesondere wenn es um die eigene wirtschaftliche Existenz geht.[63] Und auch, um die vorherrschende Meinung der Regierung zu hinterfragen und sie zu einem politischen Kurswechsel im Interesse der Gesundheit aller, vor allem aber der Kinder zu bewegen, wie der Kinderforscher Michael Hüter die deutsche Politik warnt: „Eine ganze Generation ist kollektiv traumatisiert.“

Ich selbst habe angefangen, die Bedeutung von Platons Trivium zu erkennen, insbesondere wenn ich Nachrichtenberichte, Beiträge in den sozialen Medien lese und Fernsehberichte über SARS-CoV-2 sehe. In seinem Trivium definierte Platon die logischen Fehler, die sehr hilfreich sind, um andere Argumente abzuwägen. Wenn zum Beispiel jemand behauptet, etwas über SARS-CoV-2 zu wissen, nur weil ein Wissenschaftler etwas darüber gesagt hat, helfen die logischen Irrtümer dabei, es als einen Appell an die Autorität zu erkennen. Autorität kann niemals Argumente ersetzen, sonst würde die Gesellschaft nicht rational handeln. Ein anderes Beispiel könnte der Appell an die Angst sein, der viele Male als Instrument benutzt wurde, um bestimmte politische Regelungen zu erreichen. Es gibt noch weitere Beispiele und ich kann das Trivium nur empfehlen, um bestimmte Meinungen zu hinterfragen.

Abschließend möchte ich den Leser noch einmal an die Bedeutung der eigenen Gesundheit erinnern. Niemand anders kann für die körperliche und geistige Gesundheit verantwortlich sein als derjenige, der den Körper besitzt. Wir als Gesellschaft können nicht erwarten, dass die Wissenschaftler uns retten, wenn wir selbst die Bedeutung eines gesunden Lebensstils und der Krankheitsprävention vergessen. Angefangen bei uns selbst, können wir auch andere Menschen daran erinnern, hinauszugehen und die Natur, das Essen und unsere Kommunikation mit anderen zu genießen. Wenn wir versuchen, uns völlig zu isolieren, wird die Situation noch schlimmer werden. Das Immunsystem sollte wieder in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken. Nicht nur, um Krankheiten vorzubeugen, sondern auch, um das Leben für alle wieder sehr angenehm zu machen.

Vielen Dank fürs Lesen.

Tristan Nolting.


Literaturverzeichnis:

[1]https://influenza.rki.de

[2]Robert Koch-Institut. (29. Oktober, 2020). Laborkapazität für Tests auf das Coronavirus (COVID-19) in Deutschland bis KW 44 2020 (Tests pro Tag) [Graph]. In Statista. Zugriff am 30. Oktober 2020, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1110951/umfrage/testkapazitaeten-fuer-das-coronavirus-covid-19-in-deutschland/

[3]https://en.wikipedia.org/wiki/Template:COVID-19_pandemic_data

[4]https://www.welt.de/politik/deutschland/article218786968/Corona-Regeln-Neuer-Lockdown-Das-ist-verboten-das-ist-erlaubt.html

[5]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kubicki-nahezu-kompletter-lockdown-wird-lage-nicht-verbessern-a3366944.html

[6]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kubicki-ruft-zu-klagen-gegen-neue-corona-beschluesse-auf-a3367605.html

[7]https://www.liberale.de/content/kubicki-interview-fuer-die-passauer-neue-presse

[8]https://www.n-tv.de/wissen/Killer-oder-Schnupfen-Wie-mutiert-das-Virus-article21854892.html

[9]https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

[10]https://corona-transition.org/nber-studie-maskenpflicht-und-lockdown-brachten-nichts

[11]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/fdp-chef-kritisiert-corona-plan-der-regierung-a3366865.html

[12]https://www.servustv.com/videos/aa-2549xqckh2111/

[13]https://www.youtube.com/watch?v=k7blF3wmoeE

[14]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/oberster-richter-von-rheinland-pfalz-warnt-vor-sonderrechtsregime-der-bundesregierung-a3358500.html?meistgelesen=1

[15]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/gesundheitsamtsleiter-puerner-nach-kritik-ins-ministerium-zitiert-meine-meinung-lasse-ich-mir-nicht-verbieten-a3361419.html

[16]https://www.epochtimes.de/politik/ausland/wirtschaft-warnt-eindringlich-zweiter-lockdown-waere-fuer-deutschland-fatal-a3363610.html

[17]https://www.deutschlandfunk.de/epidemiologe-gerard-krause-erkrankungszahlen-sollten-der.676.de.html?dram:article_id=485544

[18]https://www.youtube.com/watch?v=k7blF3wmoeE

[19]https://www.kbv.de/media/sp/2020-11-02_KBV-Positionspapier_COVID-19.pdf

[20]https://www.kbv.de/media/sp/2020-11-02_KBV-Positionspapier_COVID-19.pdf

[21]https://www.thelocal.de/20201028/germanys-lockdown-proposal-to-save-christmas-leaked-what-you-need-to-know

[22]https://www.meinbezirk.at/niederoesterreich/c-regionauten-community/who-aendert-haltung-zu-lockdowns-und-spricht-sich-nun-dagegen-aus_a4288455

[23]https://www.epochtimes.de/politik/ausland/who-warnt-vor-negativen-nebeneffekten-landesweiter-corona-lockwdowns-a3368501.html

[24]Prousa, D. (2020). Studie zu psychischen und psychovegetativen Beschwerden mit den aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen. PsychArchives. https://doi.org/10.23668/PSYCHARCHIVES.3135

[25]https://twitter.com/karl_lauterbach/status/1272932776401162241?lang=en

[26]https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_88497902/virologe-drosten-erklaert-darum-sollten-sie-alltagsmasken-tragen.html

[27]https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-10/klaus-reinhardt-aerztepraesident-masken-schutz-karl-lauterbach

[28]Verkäufer SA, Hagan RS, Hayden FG, Fischer WA 2. Die versteckte Last der Grippe: Ein Überblick über die extra-pulmonalen Komplikationen einer Influenza-Infektion. Influenza Andere Atmungsviren. 2017;11(5):372-393. doi:10.1111/irv.12470

[29]Hampshire et al. (2020). Kognitive Defizite bei Personen, die sich von COVID-19 erholt haben, in Bezug auf Kontrollen Eine N=84285 Online-Studie. Pre-Print wurde am 21. Oktober von https://doi.org/10.1101/2020.10.20.20215863 heruntergeladen.

[30]https://www.youtube.com/watch?v=UDzONUyvfWA

[31]https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1322101344283537408

[32]https://www.tagesschau.de/inland/corona-gipfel-massnahmen-101.html

[33]gbe-bund.de. (19. Mai, 2020). Anzahl der Todesfälle in Deutschland nach Geschlecht im Zeitraum von 1950 bis 2018 [Graph]. In Statista. Zugriff am 26. Oktober 2020, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182907/umfrage/anzahl-der-todesfaelle-in-deutschland-nach-geschlecht-seit-1950/

[34]Statistisches Bundesamt. (19. Mai, 2020). Anzahl der Todesfälle in Deutschland nach häufigsten Todesursachen und Geschlecht im Jahr 2018 [Graph]. In Statista. Zugriff am 25. Oktober 2020, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/215791/umfrage/todesfaelle-in-deutschland-nach-todesursachen-und-geschlecht/

[35]https://twitter.com/c_drosten/status/1318188318555840512

[36]https://www.epochtimes.de/politik/ausland/schwedens-epidemiologe-tegnell-lockdowns-sind-keine-langfristige-loesung-a3366086.html

[37]https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/meldungen/article/experten-zunahme-von-depressionen-und-angststoerungen-durch-corona/

[38]https://www.welt.de/wirtschaft/article208557665/Wegen-Corona-In-Deutschland-wurden-908-000-OPs-aufgeschoben.html

[39]https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/So-hat-sich-die-Suizidrate-in-Deutschland-waehrend-der-Corona-Krise-entwickelt-id57332446.html

[40]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kindheitsforscher-die-corona-krise-ein-trauma-fuer-eine-ganze-generation-a3366036.html

[41]Wikipedia.org (2020). Vorlage:COVID-19 Pandemie-Daten. URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Template:COVID-19_pandemic_data

[42]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/klage-gegen-rki-abgelehnt-psychisches-oder-seelisches-wohlbefinden-spielt-keine-rolle-psychologin-empoert-a3350829.html

[43]Steiner, R. (2020): Zum Corona Rätsel – Ein Beitrag der Geisteswissenschaft. Rudolf Steiner Ausgaben.

[44]https://m.facebook.com/83788386909/photos/a.93443706909/10157137171071910/?type=3&source=48

[45]https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/soziales-netzwerk-aufsichtsgremium-entscheidet-nun-bei-facebook-ueber-strittige-inhalte/25805056.html?ticket=ST-2271542-L5zIhTVDWOzNo7R37yOh-ap6

[46]https://www.theeuropean.de/boris-reitschuster/youtube-loescht-einfach-ein-kritisches-video-mit-sucharit-bhakdi/

[47]https://www.epochtimes.de/politik/ausland/project-veritas-google-manager-vor-versteckter-kamera-politische-zensur-zugegeben-a3362534.html

[48]https://twitter.com/cem_oezdemir

[49]https://www.tagesschau.de/inland/georgefloyd-protest-deutschland-101~Lupe_pos-0.html

[50]https://www.tagesspiegel.de/berlin/black-lives-matter-demo-in-berlin-veranstalterin-ist-froh-dass-nicht-zu-viele-menschen-teilnahmen/25955494.html

[51]https://www.zeit.de/thema/black-lives-matter

[52]https://www.zeit.de/wissen/2020-09/corona-demos-berlin-rechtsextremismus-verschwoerungstheorien-sozialpsychologie

[53]https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ach-so-ja-nazis-sind-auch-da-a-7805e693-69e2-4f7e-be82-af54a01f4435

[54]https://www.nordbayern.de/politik/kommentar-bei-demos-darf-es-nicht-zweierlei-mass-geben-1.10168361

[55]https://www.tagesschau.de/kommentar/corona-demos-111.html

[56]https://www.fr.de/meinung/corona-krise-covid-19-berlin-29-08-leugner-nazis-verschwoerungstheorien-hildmann-merkel-90033426.html

[57]https://www.youtube.com/watch?v=9AV4MTs5Mj0

[58]Ionnidis, John P.A. (2020). Aus Seroprävalenzdaten abgeleitete Infektionstödlichkeitsrate von COVID-19. Bulletin der Weltgesundheitsorganisation. Meta-Forschungs-Innovationszentrum in Stanford (METRICS). https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf

[59]https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1119839/umfrage/meisteingeladene-gaeste-in-den-talkshows-rund-um-das-thema-corona/

[60]Riddell, S., Goldie, S., Hill, A. et al. Der Einfluss der Temperatur auf die Persistenz von SARS-CoV-2 auf gemeinsamen Oberflächen. Virol J 17, 145 (2020). https://doi.org/10.1186/s12985-020-01418-7

[61]Chan KH, Sridhar S, Zhang RR, et al. Faktoren, die die Stabilität und Infektiosität von SARS-CoV-2 beeinflussen. J Hosp-Infekt. 2020;106(2):226-231. doi:10.1016/j.jhin.2020.07.009

[62]https://www.zusammengegencorona.de/leichtesprache/wie-koennen-ihnen-masken-helfen/

[63]https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/bericht-bund-dringt-auf-drastische-anti-corona-massnahmen-ab-4-november-a3366551.html