Überraschung, Überraschung: Es gibt schon wieder ein neues Buch von mir! Damit sind es schon drei neue dieses Jahr… man munkelt, dass ich fleißig war. Jedenfalls stelle ich dir in diesem Blogartikel vor, worum es in diesem Buch geht. Kleiner Spoiler: „Die Würde des Ungeimpften“ ist ein Manifest von mir und Christopher Reusch gegen die Diskriminierung von ungeimpften Menschen!

Teil 2 des Trailers erscheint am 5. Dezmber 2021!

Medienecho:

… wird hier aktualisiert …

Mein fünftes Buch: „Die Würde des Ungeimpften“

Kurzinfos:

Kaufen bei Tredition
Bald erhältlich bei: Amazon | Thalia | Mayersche | Hugendubel & Co.

Titel: Die Würde des Ungeimpften – Ein Freiheitsgelübde in Kurzgeschichten
Kosten: Hardcover 13€ | Softcover 25€ | eBook 9,99€€
ISBN: Hardcover 978-3-347-47754-4  | Softcover 978-3-347-47752-0  | eBook 978-3-347-47757-5
Verlag: Tredition
Seitenzahl: 254
Wörter: ca. 48.000
Format: DIN Taschenbuch (19×12,5cm)
Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2021
Leseprobe: auf Tredition

Der Klappentext zum Buch lautet:

Die COVID-19-Pandemie wird ein historisches Ereignis für die Menschheit sein. Nicht, weil die Menschheit droht durch ein Virus ausgelöscht zu werden, sondern weil sich nun zeigt, mit welchem Bewusstsein die Menschheit in die Zukunft schreiten möchte.

Wollen wir die Diskriminierung gegenüber Andersdenkenden weiter akzeptieren?

Die aktuellen Debatten über Impfpflichten – Österreich hat die allgemeine Impfpflicht für 2022 bereits angekündigt – und 2G-Regeln (geimpft und genesen) sprechen für sich. Die Welt droht im Chaos ihrer eigenen Gesundheitsdiktatur zu versinken.

„Die Würde des Ungeimpften“ soll der Gesundheitsdiktatur und der Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Mit anschaulichen Kurzgeschichten über die Freiheit wird dem Leser aufgezeigt, welche irrwitzigen und tragischen Wege das Leben im 21. Jahrhundert angenommen hat.

Und wie die Gesellschaft wieder zu einem sinnvolleren Leben zurückkommen kann.

Die Würde des Ungeimpften – Ein Freiheitsgelübde in Kurzgeschichten (2021)

Du siehst, lieber Leser, mein guter Freund & Co-Autor Christopher und ich haben schon in der Zusammenfassung des Buches klare Worte gefunden. Noch deutlicher sind wir dann auch in unserem Buch „Die Würde des Ungeimpften“ geworden, denn wir haben unsere Gedanken Zum Zeitgeschehen in Form von Kurzgeschichten verpackt. Aktueller und metaphorischer kann ein Buch wirklich nicht sein.

Wir sind gegen die bewusste Diskriminierung, gegen die unverhältnismäßigen Einschränkungen und gegen die zunehmende Ungleichbehandlung von friedlichen und insbesondere ungeimpften Menschen! Das aktuelle Klima ist weder förderlich für den Ausgang der Pandemie, noch hilft es uns dabei, einen konstruktiven Austausch zu schaffen. Wir beobachten zunehmend, dass geimpfte Menschen ungeimpfte Menschen diskriminieren. Außerdem beobachten wir, dass ungeimpfte Menschen zunehmend wütend auf geimpfte Menschen für die Schikane werden. Beide Seiten sind verständlich, denn schließlich wollen wir endlich wieder freiheitlich leben können. Nur leider wird der Diskurs von Politikern und Medien zunehmend blockiert und in falsche Bahnen gelenkt… dabei bräuchten wir doch unbedingt den Austausch! Nicht nur, um gemeinsam Lösungen für die aktuelle Misere zu finden, sondern auch um unsere sozialen Bedürfnisse zu befriedigen.

Aber was können wir für dieses Ziel tun? In unserer Situation erscheint es geradezu unmöglich, einen alternativen Weg zu gehen und diesen mit friedlichen Methoden einzuleiten. Selbst der Versuch von #coronaaussoehnung hat nicht funktioniert.

Wir könnten sicherlich viele Fakten zur COVID-19-Pandemie und zur Diskriminierung nennen. Wir könnten darauf verweisen, wie Schweden die Krise gemeistert hat. Wir könnten auf wissenschaftliche Arbeiten wie die vom renommierten Epidemiologen John P. Ioannidis verlinken. Wir könnten über die Aufklärungsarbeit von Institutionen wie Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V., Swiss Policy Research oder Multipolar berichten. Auf der anderen Seite könnten wir bemerken, dass ungeimpfte Studenten an manchen Universitäten keinen Zugang mehr bekommen und Österreich für 2022 eine generelle Impfpflicht angekündigt hat. Aber schlussendlich haben wir bemerkt, dass diese Debatte weniger faktisch und mehr emotional ist.

Es geht hierbei um Angst und welche Rolle der Tod in unserer Gesellschaft spielt.

Die derzeitige Krise ist also kein epidemiologisches Dilemma – dies wurde auch bereits von einigen Forschern bemerkt und daher wurde der Ansatz versucht, die „Pandemie“ in eine „Syndemie“ umzubenennen – sondern auch eine philosophische Tragödie. Die Menschen haben vergessen oder verdrängt zu philosophieren und zu reflektieren! Und zwar darüber, was sie vom Leben und wollen und was sie erwarten.

In unserer aktuellen Situation macht es den Anschein, als würden die Menschen ihre eigene Verwundbarkeit unterdrücken wollen. Sie wollen sich nicht darum bemühen, ihre Verletzlichkeit anzuerkennen und potentiellen Gefahren vorzubeugen – sie wollen ihr selbstzerstörerisches Verhalten (rauchen, trinken, fernsehen, shoppen, Fastfood essen, Angst haben, Medien konsumieren…) immer weiter fortsetzen.

Das kann natürlich nicht der Sinn des Lebens sein. Und das kann auch keinem klar denken Menschen ein wirklich sinnerfülltes Leben bieten!

Ein sinnerfülltes Leben kann nur derjenige führen, der Verantwortung für sich selbst übernehmen kann. Eine Impfpflicht – genauso wie alle anderen Maßnahmen während der Pandemie – sind nur möglich, weil die Menschen keine Verantwortung übernehmen können. Damit meine ich nicht, dass die Menschen sich nicht an die Regeln der Regierung halten – im Gegenteil. Die Maßnahmen können nur dann umgesetzt werden, wenn die Menschen nicht daran glauben können, dass sie – wie es in der biopsychosozialen Medizin heißt – eine autoregulative Selbstkompetenz besitzen (Mehr dazu findest du auch im Buchtrailer und in der Einleitung des Buches).

Der Begriff der „autoregulativen Selbstkompetenz“ beschreibt ganz einfach den Zusammenhang zwischen dem eigenen Motiven, dem Verhalten und der Gesundheit des eigenen Körper-Geist-Systems. Alles drei hängt zusammen, genauso, wie auch Körper, Geist und Soziales analog miteinander verbunden sind. Ich weiß wovon ich da spreche, denn schließlich habe ich über das Biopsychosoziale Gesundheitsmodell in Bezug auf die COVID-19-Pandemie in Deutschland meine Masterarbeit geschrieben.

Anstatt diese Krise also weiterhin faktisch anzugehen, versuchen wir einen Neustart: Wir wollen allen Menschen eine Perspektive bieten, die über die Sachebene hinausgeht. Wir wollen jedem Interessierten eine Geschichte erzählen, die unsere aktuelle Zeit reflektiert. Wir wollen unsere Erzählungen mit Poesie, Ironie und Zynismus würzen, damit auch wirklich jeder einen Zugang zu diesem Thema bekommt.

Wir wollen mit unserem Buch keine Schuldzuweisung formulieren! Wir sehen es in unserer Pflicht zu reflektieren, wie wir in 20 oder 30 Jahren auf die aktuelle Situation schauen werden. Können wir dann mit gutem Gewissen sagen, dass wir alles Mögliche getan haben, um eine ethische Verwahrlosung zu verhindern?

Ich – Tristan Nolting – werde meinen Enkeln in 50 Jahren erzählen, dass ich die Diskriminierung nicht hingenommen habe. Ich habe für die Würde, für das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie gekämpft. Wir möchten jeden bitten, dies ebenso zu tun.

Eine Geschichte aus unserem Buch wollen wir bereits in diesen Blogbeitrag mit einfließen lassen.

Eine Spritze voller Liebe

Dies ist die Geschichte von Mino Weiß, einem 14 Jahre alten Achtklässler auf einem Gymnasium. Die Stadt spielt in dieser Geschichte keine Rolle, es könnte jede Stadt in Deutschland oder einem anderen Land sein.
 
Mino ist ein guter Junge, der brav auf das hört, was seine Eltern ihm sagen. Er versucht stets seine Eltern zu beeindrucken, indem er gute Noten schreibt und bei seinem Lieblingshobby, dem Fußballspielen, sein Bestes gibt. Seine Eltern sind auch sehr stolz auf ihn und erzählen regelmäßig den befreundeten Paaren, welche neuen Erfolge Mino in der Schule oder beim Sport erzielt hat.
Seit Mino klein ist, möchte er Arzt werden wie sein Vater. Sein Vater ist aber kein klassischer niedergelassener Arzt, der nach der gängigen schulmedizinischen Methode handelt, sondern nach den Leitlinien der naturheilkundlichen Therapie, genauer gesagt der Homöopathie. Häufiger schon wurde der Junge auf seinen Vater angesprochen, da Dr. Weiß in der Stadt sehr bekannt ist. Im Grunde genommen gibt es da zwei Lager. Die einen sind zutiefst überzeugt von Dr. Weiß und seinen Methoden, die anderen verachten ihn dafür, dass er sich von den streng wissenschaftlichen Leitlinien verabschiedet hat. Lustigerweise waren diejenigen, die von Dr. Weiß überzeugt waren gerade die, die schon einmal in Behandlung bei ihm waren, während diejenigen, die ihn verachteten, einfach Vorurteile hatten. Aber so viel zum Thema Wissenschaft und Erfahrung.

Mino hatte mit der Zeit gelernt, mit negativen Kommentaren gegenüber seinem Vater umzugehen. Meistens erwiderte er nur „Ich vertraue meinen Eltern. Vertraust du deinen?“
 
Dies war tatsächlich auch nicht gelogen. Mino wurde schon öfter von seinem Vater behandelt und wusste daher, dass die Homöopathie eine sinnvolle Heilmethode war. Mino war auch schon nach schulmedizinischen Methoden behandelt worden, aber diese hatten für ihn immer erhebliche Nebenwirkungen bedeutet. Insbesondere die Behandlung mit Schmerzmitteln – eine Marke sei an dieser Stelle nicht genannt - führte bei ihm oft zu starken Entzündungen im Körper. Wie sagt man so schön: „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.“ Der ausschlaggebende Punkt für Dr. Weiß war jedoch, als ein befreundeter Arzt am Universitätsklinikum im Alter von sechs Jahren Stimmbandknötchen bei Mino festgestellt hatte. Von nun an sollte sich Mino vierteljährlich auf unbestimmte Zeit einer Operation unterziehen, damit die Knötchen nicht größer wurden.
 
Dies veranlasste Dr. Weiß mit der Schulmedizin zu brechen. Er suchte mit Mino einen Homöopathen auf, der ihm ein Mittel („C-irgendwas“, wie Mino gerne zu sagen pflegte) gegen die Krankheit verschrieb. Und siehe da: Innerhalb weniger Wochen war die Beschwerde abgeheilt und trat nie wieder auf.
 
Die Einfachheit der Anwendung und die Abgestimmtheit der Homöopathie auf den Patienten stimmten Dr. Weiß schließlich dazu ein, selbst Homöopath zu werden. Er wusste, dass der Schritt nicht leicht wird. Viele namhafte Ärzte hatten schon ihren Ruf verloren, weil sie die Heilmethode gewechselt hatten. Nun, da Mino vor Kurzem 14 geworden ist, wendet Dr. Weiß schon seit mehreren Jahren die Homöopathie erfolgreich an.

Natürlich war Mino in seiner Kindheit auch geimpft worden. Nicht gegen alles, aber gegen so manches. Im Gegensatz zu den meisten Ärzten nahm sich Dr. Weiß immer Zeit, um eine ausgewogene Risiko-Nutzen-Abwägung für seine Patienten anzustellen, insbesondere auch bei seinem Sohn. Er hielt es für unmöglich, wie manche Ärzte sich nur zehn Minuten oder noch weniger Zeit für ein Impfaufklärungsgespräch nahmen. Aber Dr. Weiß wusste auch, dass dies am System lag. Würde ein Impfgespräch auch ohne erfolgreich vermittelte Impfung vergütet werden, würden wahrscheinlich sehr viel weniger Kinder geimpft werden. Aber da er selbst kein Kinderarzt war, ging er letztlich mit seinem Sohn zu einem Kollegen, der ähnlich dachte.

Wogegen er sich jedoch ganz und gar wehrte, war der Druck, Mino vor COVID-19 impfen zu lassen. Nur zum Verständnis: Dr. Weiß war ganz und gar kein Impfgegner! Er erkannte den Wert, den das Impfen der Menschheit gebracht hatte. Impfungen konnten vor vielen Krankheiten schützen und haben dies auch schon oft in der Menschheitsgeschichte bewiesen.

Bei COVID-19 war dies jedoch anders. Oft redete er mit Mino, um ihm klar zu machen, dass er keine Angst zu haben brauche, COVID-19 zu bekommen. Er habe ein starkes Immunsystem, das mehr als fähig sei, dieses Virus auszuhalten. Auch ganz ohne Schmerzen! Mino würde, so sagte er ihm, ganz bestimmt nicht schwer an der Infektion erkranken, egal was die anderen zu ihm sagen würden. Für Mino bedeutete COVID-19 nicht mehr als ein grippaler Infekt. Außerdem würde er auch niemand anderes durch die Impfung schützen, da die Impfung keine sterile Immunität erzeuge.

Mino vertraute seinem Vater auch in dieser Hinsicht. Doch leider ging es hier weniger um eine individuelle Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.

Eines Tages kam Mino von der Schule nach Hause. Seine Mutter fragte ihn, warum er so bedrückt gucken würde, doch Mino antwortete nur: „Es ist nichts.“ Als dann abends sein Vater Dr. Weiß nachhause kam, berichtete ihm seine Frau, dass Mino sehr niedergeschlagen sei und den ganzen Tag auf seinem Zimmer verbracht hatte. Also klopfte Minos Vater am Kinderzimmer und fragte, ob er reinkommen dürfte: „Ja, komm herein.“

„Hey, deine Mutter hat mir erzählt, dass du den ganzen Tag auf deinem Zimmer geblieben bist… ist alles in Ordnung?“, fragte der Vater vorsichtig. „Ich möchte nicht darüber reden.“, gab Mino zurück. „Bist du dir sicher? Manchmal ist es sehr hilfreich, wenn man sich seinen Frust von der Seele redete.“

Mino schaute weg und überlegte einen Moment.

„Okay, ich sage es dir, aber versprich mir, dass du nicht gegen meine Entscheidung bist!“

Der Vater guckte erschrocken. „Was mag der Junge nur haben?“, fragte er sich. Schließlich antwortete Dr. Weiß: „Nun gut, ich sage dir meine Meinung, aber ich werde dich nicht umstimmen.“

Sein 14-jähriger Sohn antwortete ihm: „Der Tag heute war schrecklich! Weißt du, bisher hat es mir nie etwas ausgemacht, nicht geimpft zu sein. Aber heute war es anders. Uns wurde in der Schule gesagt, dass wir demnächst auf Klassenfahrt fahren. Alle dürfen mit, aber nur, wenn sie geimpft sind! Und… dann… du weißt doch, ich habe dir letztens erzählt, dass unsere Schule vor dem Sommer eine Jugend-Disco veranstaltet. Unsere Lehrer haben uns aufgefordert, Mädchen zu fragen, ob sie mit uns tanzen wollen. Also habe ich heute all meinen Mut zusammengenommen und Arielle gefragt… Aber (und er fing an zu schluchzen) … Sie hat gesagt, dass sie nicht mit mir tanzen will, weil ich nicht geimpft bin…“

Der Vater blickte traurig seinen Sohn an. Er wusste nicht, was er sagen sollte.

„Ich will mich impfen lassen!“, schluchzte Mino, „bitte Papa! Sonst werde ich nicht mehr glücklich.“

„Aber Mino …“, Dr. Weiß wollte gerade protestieren, doch dann merkte er, wie ernst es um seinen Sohn war. Er nahm seinen Sohn in den Arm.

„Weißt du, mein Sohn…“, fing Dr. Weiß an, „…das Wichtigste war mir immer, dass du gesund und glücklich bist. Und auch wenn ich glaube, dass du die Impfung nicht brauchst, so will ich nicht, dass du unglücklich bist. Ich mache einen Termin für gleich nächste Woche aus. In Ordnung?“

„Danke Papa, du bist der Beste!“, platzte es aus Mino heraus. 
„Und nun komm, es gibt Abendessen.“

Und während Mino schon mal zum Abendessen vorging, ging Dr. Weiß kurz in sein Arbeitszimmer. Für einen Moment kamen viele Gefühle in ihm auf. Wut. Trauer. Verzweiflung. Und dann dachte er sich: „So weit ist es also schon gekommen? Wir machen eine Impfentscheidung von der sozialen Teilhabe abhängig? Wie vielen Kindern ist es wohl schon so gegangen? …

…ist das noch die Medizin, an die ich glauben kann?“

Für das weitere Lesen und Stöbern wünschen viel Spaß!

Christopher Reusch & Tristan Nolting
1. Dezember 2021


Autorenportraits

Geschrieben von Tristan

Christopher Reusch ist ein freundlicher und umsichtiger Zeitgeist, der gerne auf Deutsch und Englisch philosophiert. Genauer gesagt ist er Autor, Podcaster und Waldliebhaber.

Wenn er nicht gerade den Wald zum Abenteuerspielplatz macht, dann lässt er uns über seine Kanäle (https://christopher-reusch.com) an seinen vielfältigen Erkenntnissen teilhaben. Am liebsten spricht er über Spiritualität, Angst, Ernährung und Workouts (Calisthenics). Und mit diesen Themen hat er nicht zu wenig Erfahrungen gesammelt…

Neben seiner Spontanität zähle ich den Mut zu seinen bedeutendsten Eigenschaften. Mal eben mit dem Fahrrad 300km nach Amsterdam fahren? Bei Nacht im Wald die Slackline spannen und dann akrobatisch über das Seil tanzen? Das kann nur Christopher. 

Christopher zeigt uns auch in hoffnungslosen und dunklen Situationen, wie wir unser Licht zum Leuchten bringen können. Wenn du dich für seine intuitive Sichtweise öffnen kannst, wirst du eine Menge lernen.

Hör doch einfach mal bei „Spiritual advice from a barbarian lunatic“ rein!

Geschrieben von Christopher

Tristan Nolting ist der beste Freund, den du haben kannst. Er ist wortgewandt, respektvoll und voller Wissen. Zumindest ist er das, wenn dein Ego mit ihm klarkommt. Wenn es das nicht tut, dann ist Tristan immerhin ein hervorragender Diskussionspartner, denn auch hierbei wird er niemals unter die Gürtellinie zielen.

Mir wurde Tristan damals von einem gemeinsamen Freund mit den Worten: „Das ist Tristan. Er hat ein Buch geschrieben.“, vorgestellt. Sofort hatte ich das Gefühl, ich wollte ihn näher kennenlernen. Wieso konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht sagen, aber ich wusste, dass dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden würde.

Umso glücklicher war ich natürlich, als sich herausstellte, dass Tristan und ich ein Projekt gemeinsam starten würden. Da dieser Abschnitt Tristan vorstellen soll, versuche ich mich kurz zu halten und ihn wirklich akkurat zu beschreiben:

Tristan bildet sich sehr gerne weiter und liest Bücher, bei denen die meisten einfach weglaufen oder gar nichts verstehen würden. Tristan steckt voller Kraft und man sollte ihn trotz seines ruhigen Auftretens nicht unterschätzen.

Er ist ein sehr fokussierter Mensch und weiß vermutlich gar nicht, was Langeweile ist. Dazu hat er nämlich zu viele Ideen und Projekte, die ihn beschäftigt halten. Sein Podcast, seine Bücher und noch vieles mehr aus seiner Kreativkiste findest du auf seiner Homepage.


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In spannenden Gesprächsrunden versuche ich Interesse durch Bewusstheit und Einfachheit mit Wissenschaft & Esoterik zu kombinieren. Dabei entstehen dann faszinierende Denkansätze, welche zu mehr Fantasie und Kreativität anregen können. Nimm dir ein wenig Zeit und lass dich von den Ideen anstacheln.

☼ Setz dich in Bewegung und die Welt mit dir ☽

Folge 61 – Die Würde des Ungeimpften (Teil 1) DENKMAL Podcast

In dieser Folge geht es um eine neue Buchveröffentlichung: Gemeinsam mit meinem guten Freund Christopher Reusch habe ich das Buch "Die Würde des Ungeimpften" geschrieben.

Immer wieder lese ich in den Medien – aber auch von Wissenschaftsjournalisten – dass man Intoleranz nicht tolerieren dürfe. Dabei ist diese Auslegung der Toleranz nicht mehr als eine pervertierte Interpretation von Karl Poppers Ansicht. Der folgende Beitrag soll dabei helfen, eine tolerante Ansicht über das Toleranz-Paradox in intoleranten Zeiten zu erhalten.

Zu erst einmal zum Menschen: Wer war Karl Popper?

Karl Popper, Wissenschaftsphilosoph

Karl Popper war ein britisch-österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, der den kritischen Rationalismus begründete. Der kritische Rationalismus ist eine Form der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten und beschreibt eine ideale Haltung zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen. Der kritische Rationalist soll somit nach Popper ein Mensch sein, der weder wissenschaftsgläubig (Szientismus) noch viel zu skeptisch gegenüber anderen Meinungen ist (Relativismus). Diesen Sachverhalt hat Karl Popper in seinen Büchern und seinen Vorträgen verarbeitet, unter anderem in Alles Leben ist Problemlösen und Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (Band 1 und 2).

Der von Popper entwickelte Falsifikationismus kann durchaus als sein Vermächtnis angesehen werden, da er gleichzeitig eine Lösung für den kritischen Rationalisten darstellt. Der Falsifikationismus sagt in Einklang mit dem Gödelschen Unvollständigkeitssatz, dass es kein in sich geschlossenes logisches System und damit auch keine vollständige Theorie geben kann. Somit ist jede Theorie, egal wie ausgereift sie sein mag, zu irgendeinem Zeitpunkt unlogisch oder inkonsistent.

Der kritische Rationalist kann idealerweise die Unvollständigkeit der eigenen Weltanschauung erkennen und bemüht sich damit stetig, seine eigenen Theorien zu verbessern. Karl Popper schreibt schon 1965 in Das Elend des Historizismus:

Diese Methode der rechtzeitigen Fehlerkorrektur zu verfolgen ist nicht nur eine Weisheitsregel, sondern geradezu eine moralische Pflicht: es ist die Pflicht zur dauernden Selbstkritik, zum dauernden Lernen, zu dauernden kleinen Verbesserungen unserer Einstellung, unserer Urteile auch der moralischen und unserer Theorien.

Popper (1965)

Unter eben jenen Gesichtspunkten von Karl Popper wollen wir auch das Toleranz-Paradox verstehen lernen.

Das Toleranz-Paradox in den Medien

Das Toleranz-Paradox wird von Medien, Politikern, Journalisten und sogar Wissenschaftlern immer wieder auf das folgende Zitat von Popper reduziert:

„Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

Popper, 2003, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Dazu möchte ich ein paar Beispiele geben:

  • Der Autor Till Eckert bezeichnet in einem Artikel für ZEIT (16. Oktober 2017) das Toleranz-Paradox als „logische Gleichung“, welches bei der Frankfurter Buchmesse bei Rechten anzuwenden gewesen wäre. Denn: „Rechtes Gedankengut ist stark, es lässt Austausch nicht zu, keinen Dialog und auch keine Toleranz. Rechtes Gedankengut ist per se ein intolerantes.“ Wer wiederum gegen Menschen mit „rechtem Gedankengut“ angekämpft hat, würde Haltung zeigen (auch wenn man dabei „nicht so ruhig“ geblieben wäre, wie die Frankfurter Buchmesse). Übrigens: 2021 ist die Diskussion erneut aufgeflammt.
  • In einem Video von mailab vom Mai 2021 referiert Mai Thi Nguyen Kim über das Toleranz-Paradox: „Rassismus beispielsweise darf in einer freien, toleranten Gesellschaft nicht toleriert werden, wenn man Freiheit und Toleranz schützen möchte. Alles zu tolerieren führt zu Intoleranz“. Darum werden zukünftig potentiell antitolerante Kommentare gelöscht. Bleibt die Frage: Woher kommt die Intoleranz in den Kommentaren von mailab?
  • Auch im Spiegel (Autor: Hasnain Kazim, 7. März 2020) wird das Toleranz-Paradox behandelt – sogar mehrfach. Traurig deshalb, dass der Artikel zur Streitkultur mit folgender Passage endet: „Versuchen wir also, mit den Intoleranten zu reden. Aber wenn sie nicht bereit sind, vernünftig zu diskutieren, wenn sie nicht auf rationale Argumente hören, wenn sie gar zu Gewalt greifen und die Grundpfeiler unseres demokratischen Gemeinwesens einreißen wollen – dann auf sie mit Gebrüll!
  • In der SZ schneidet Autor Martin Beyer (8. November 2020) das Toleranz-Paradox an. Jedoch vornehmlich, um seine Argumentation zu stützen, dass Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen falsch sei: „Begriffe wie „Widerstand“ oder „Freiheit“ werden – ohne sie historisch einzuordnen – in diesem neuen Kontext ad absurdum geführt.“ Die Intoleranz sei auf eine „Filterblase“ zurückzuführen. Von der Gefährlichkeit der Grundrechtseinschränkungen – was auch eine Form der Intoleranz darstellt – fehlt im Artikel des geschichtsbelesenen Autors jede Spur.

Glücklicherweise gibt es auch sehr aufschlussreiche Artikel über das Toleranz-Paradox, welche sehr viel vorsichtiger formuliert sind: beispielsweise im DLF oder im Tagesspiegel. In diesen Artikeln wird auch näher behandelt, dass für Toleranz Mut gebraucht wird: „Toleranz, im Sinne eines Existierenlassen des Menschen, nicht der Meinung, muss immer die Voraussetzung sein – für jede Diskussion, für jede persönliche Haltung. […] Toleranz ist schließlich nichts für Feiglinge.“ (Tagesspiegel). Außerdem wird auch angeregt, das engstirnige und überhebliche Konzept von Toleranz zu überwinden, da es den Menschen auf bestimmte Eigenschaften reduziert: „Denn wer eine Minderheit nur toleriert, reduziert sie weiterhin nur auf die eine Eigenschaft, die sie als Minderheit definiert, zum Beispiel das Muslimischsein. Jemanden zu akzeptieren hieße, diese Eigenschaft nicht mehr in den Mittelpunkt zu stellen – mit der Folge, dass sich dieser Unterschied zu den Nichtmuslimen allmählich auflöst.“ (DLF) Bedeutet: Echte Toleranz führt zur Anerkennung verschiedener Positionen, zum Brückenbauen und zum Herstellen von Gemeinsamkeiten.

Ich möchte jedoch an dieser Stelle lieber auf die – meiner Meinung nach – hermeneutische Fehlinterpretation des Toleranz-Paradoxons eingehen. Ich stimme hierbei nicht nur nicht mit den Medien überein, sondern auch nicht mit Popper (zumindest nicht 100 %) – auch wenn ich viele Gedanken des Wissenschaftsphilosophen sehr schätze. Ich denke, dass jeder mal falsch liegen kann, darin bin ich eingeschlossen. Trotzdem respektiere ich Poppers Meinung und möchte deshalb wohlwollende Kritik anbringen.

Ein vorsichtiges Verständnis

Für mich sind immer die vorsichtigeren Interpretationen des Toleranz-Paradoxons richtiger als die radikaleren Positionen. Auch Karl Popper vertrat diese Ansicht und war sich bewusst, dass man selbst nur in ausweglosen Situationen selbst intolerant sein dürfe (Ultima Ratio).

Als intolerant erkennt Popper also zwei Gruppen von Menschen: Solche, die sich dem kritischen Diskurs verweigern und solche, die zu Gewalt aufrufen oder sie gegen Andersdenkende anwenden.

Erst wenn jemand in seiner Toleranz eingeschränkt wird, solle man laut Popper selbst intolerant werden, um weitere Intoleranz zu verhindern. Dass diese Gleichung mehr als irrational ist, erkennt man auch an der vereinfachten Gleichung des Paradoxons:

Intoleranz + Intoleranz = Toleranz

Unterstützt wird diese Gleichung aber von der Erfahrung, dass intolerante Menschen untereinander Anklang finden und somit wieder füreinander Toleranz empfinden. Zumindest in ihren intoleranten Positionen.

Ein bisher unwiderlegbares Gegenargument zu dieser Position ist jedoch der Umkehrschluss. Wenn Intoleranz + Intoleranz = Toleranz ist, dann müsste Toleranz + Toleranz = Intoleranz sein.

Spaßeshalber lassen wir jedoch den Umkehrschluss an dieser Stelle nicht gelten. Dann könnten wir auch versuchen, das Ganze mathematischer zu formulieren. Dann wird Intoleranz zum Minus-Pol und Toleranz zum Plus-Pol. So würden Intoleranz und Intoleranz tatsächlich zu Toleranz führen und Toleranz und Toleranz würden Toleranz bleiben, aber Intoleranz und Toleranz würden nur zu mehr Intoleranz führen (1+2=3). Gewinnen also am Ende doch die Intoleranten wenn, sie genug sind – so wie Karl Popper gesagt hat? Würden die Toleranten vernichtet werden, wenn die Intoleranten vernichtet werden?

Ich halte diesen Ansatz ehrlich gesagt für sehr kurz gedacht. Diese Ansicht geht in keiner Weise darauf ein, WARUM Menschen überhaupt intolerant werden. Das ist doch der ausschlaggebende Punkt, um den wir uns als Gesellschaft kümmern sollten!

Eine mögliche Lösung

Menschen, die intolerant werden, sind unzufrieden. Es ist erst einmal wichtig, dies anzuerkennen. Wir sollten nicht die Menschen auf ihre Intoleranz reduzieren, damit verstärken wir sie ja nur in ihrer Ideologie. Ein gutes Beispiel hierfür sind Querdenker. Ungeachtet der Tatsache, dass Querdenker auch ganz normale Menschen wie du und ich sind, tragen die Medien ganz entscheidend dazu bei, dass diese Menschen intolerant werden. Aber nicht ohne Grund, sondern weil die Medien und Politik ihrem Anliegen auch intolerant gegenüber sind!

Aktuelle Beispiele: ZEITcampus, Hessenschau, taz

Das ist angewandter kritischer Rationalismus! Zu erkennen, dass die Intoleranz irgendwo ihren Anfang genommen hat und sich nicht einfach so gebildet hat. Es ist immer leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Dass dadurch, dass ich mit dem Finger auf andere Menschen zeige, Menschen verletze und sie somit zwinge, sich in ihrer Würde und ihrem Stolz zu verteidigen, das wird gerne vergessen.

In vielen Fällen ließe sich Intoleranz ganz einfach dadurch vermeiden, dass man bestimmte Menschengruppen einfach mal in Ruhe ließe. Oder indem man das vorurteilsfreie Gespräch mit Andersdenkenden sucht. Doch im Angesicht der Corona-Syndemie scheint das kaum noch möglich zu sein. Kein Wunder also, dass tatsächlich immer mehr Menschen radikalisieren. Aber nicht nur bei den Querdenkern, sondern in allen Gesellschaftsgruppen.

Einige Politiker wollen, dass Ungeimpfte eingeschränkt werden.
Einige Geimpfte wollen, dass Ungeimpfte nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen.
Einige Medienvertreter wollen, dass Querdenker gelyncht werden.
Einige Ideologen wollen, dass die BRD abgeschafft wird.

und und und …

Das hängt alles miteinander zusammen. Hat es schon jemals geholfen, die AfD und ihre Anhänger systematisch auszugrenzen? Dies führt doch nur zu noch mehr Leid und zu noch mehr Extremen. Radikalisierung findet immer auf allen Seiten statt, denn ein Kampf wird nicht nur von einer Seite aus geführt. Das nächste Mal, wenn jemand etwas vom Toleranz-Paradox erzählt, dann kannst du hoffentlich entgegnen:

Was ist denn die primäre Ursache für die Intoleranz?

Wenn wir uns die offene Gesellschaft bewahren wollen, dann sollten wir aufhören zu kämpfen und versuchen, uns zu vertragen. Niemand muss in den sozialen Medien einen Streit provozieren. Niemand muss mit aller Gewalt die Welt retten. Das Schicksal der Welt liegt nicht auf „dem einen Medienverteter“, sondern auf allen Menschen. Wir alle sind füreinander verantwortlich. Und dies anzuerkennen schafft vielleicht etwas mehr Toleranz und Gerechtigkeit in der Welt. Und vielleicht auch etwas mehr Vielfalt.

Ein Sinnbild für Schönheit durch Vielfalt.

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Es ist mal wieder so weit. Nach monatelanger Tüftelei kann ich endlich wieder ein neues Buch veröffentlichen. Das Buch heißt „Warum Ernährungslehren scheitern – Und was Ernährungsgurus dir nicht verraten“. und ist inzwischen das vierte Buch im Bunde. Außerdem erhält mein Kommunen-Buch eine Neuauflage.

Mein 4. Buch: Warum Ernährungslehren scheitern

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Titel: Warum Ernährungslehren scheitern – Und was Ernährungsgurus dir nicht verraten
Kosten: Hardcover 30€ | Softcover 18€ | eBook 9,99€
ISBN: Hardcover 978-3-3474-5323-0  | Softcover 978-3-3474-5322-3  | eBook 978-3-3474-5324-7
Verlag: Tredition
Seitenzahl: 150
Wörter: ca. 13.000
Format: DIN A6
Veröffentlichungsdatum: 11. November 2021
Quellenangaben: 30
Leseprobe: Bald auf Weiterlesen.de

Der Klappentext zum Buch lautet:

Ein Update für Ernährungsgurus. Die rein materielle Auffassung von Lebensmitteln – Kalorien, Nährstoffe, Diäten – führt nicht zu einem verbesserten Wohlbefinden oder zur Linderung von chronischen Krankheiten. Im Gegenteil, häufig führen Vorsätze und Vorgaben zu mehr Verwirrung und Leid bei Menschen, die ihre Ernährung verbessern wollen.

Woran liegt das? Ein wirkliches Verständnis für die eigene Ernährung wird durch das intuitive Gespür möglich. Erst dann wird erkannt, was Körper und Geist wirklich brauchen. Anhand der Fünf-Finger-Methode erklärt der Autor in diesem ernährungspsychologischen Buch, worauf es wirklich bei gesunder Ernährung ankommt.

Nun dürftest du einen ersten Eindruck haben, worum es in dem Buch geht. Ich möchte mich mit dem Buch von bisherigen Konzepten lösen, die dir erzählen wollen, dass die neue Diät oder das neueste Pflanzenextrakt deine Gesundheit verbessern. Es geht für mich bei gesunder Ernährung also ganz und gar nicht um die optimale Lebensmittelauswahl und Nährstoffzufuhr. Ich beobachte seit Jahren solche Ratgeber und Blogs, die (auch angetrieben von wissenschaftlichen Erkenntnissen) erzählen, wie toll Magnesium, Chrom oder Mangan sind. Oder wie perfekt Low-Carb bis hin zu ketogener Ernährung funktioniert.

Das alles möchte ich in dem Buch nicht behandeln. Ich möchte dich eher zu einer gewissen Gleichgültigkeit gegenüber dem quantitativen Aspekt der Ernährung aufrufen. Ganz sicher sind Nährstoffe nicht unnütz oder unnötig. Aber ich glaube, dass dort der falsche Punkt ist, um bei der Reise zur individuellen Ernährung zu starten. Denn wenn Menschen sich auf diesen Punkt fixieren, dann sind sie ihr Leben lang abhängig davon, dass ihnen die Wissenschaft sagt, ob Nitrat gerade förderlich oder schädlich ist. Ein kurzer Spoiler: Vermutlich ist es wie bei allem der Mittelweg.

Ich möchte dich mit der von mir entwickelten 5-Finger-Methode auf einen Weg einladen, der dir die psychologische Seite der Ernährung beibringt. Du könntest dieses Buch also auch als Ernährungspsychologie-Buch betrachten.

Über die 5 Finger-Methode erkläre ich dir die fünf psychologischen Aspekte, auf die es ankommt, damit Ernährung gelingen kann. Mir fällt zum Beispiel auf, dass Menschen eine gute Nährstoffzufuhr haben, die Nährstoffe aber irgendwie nicht dorthin kommen, wo sie hinsollen. Woran kann das liegen? Vielleicht – und so ist meine Annahme – sind die Bedingungen nicht die richtigen.

Vielleicht versteht dieser Mensch, der einen Nährstoffmangel hat, einfach nicht, dass es nicht darauf ankommt, immer mehr Protein, Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe in sich hineinzustopfen, sondern er müsste lernen, dass er sich entspannen muss, um Nährstoffe richtig aufzunehmen. Vielleicht empfindet dieser Mensch Ernährung sogar als Last, die ihm aufgebürdet wurde, um sich gesund zu erhalten. Und ganz vielleicht ist dieser Mensch auf der Stufe der physiologischen Grundbedürfnisse stehen geblieben, anstatt nach höherem zu streben, beispielsweise nach Selbstverwirklichung und Transzendenz.

Dies sind nur einige Aspekte, die ich herausgreifen möchte. Ich habe diese Themen tiefergehend in meinem Buch erläutert und jeweils in Bezug zur 5-Finger-Methode erläutert.

Das spannende an dieser Methode ist letztlich auch, dass du dir meine Ausführungen dadurch besser behalten kannst. Wenn dir die symbolische Bedeutung des Daumens (z. B. Pi Mal Daumen, Daumen hoch …) klar ist, dann kannst du sie auch auf die Ernährung übertragen. Außerdem wirst du dann nie wieder vergessen, wie Ernährung aus psychologischer Perspektive gelingen kann.

Einen kleinen Abschnitt aus meinem Buch möchte ich dir schon zur Verfügung stellen:

«Die Hand selbst ist ein Instrument des Menschen, welches dem Menschen hilft, sich selbst und seine Umwelt zu be-greifen und zu (be)hand-eln. Der Mensch handelt nicht nur mit Nahrungsmitteln, letztlich ist die Ernährung ein zentrales physiologisches Grundbedürfnis, dass für sein Überleben sorgt und Wachstum ermöglicht. Alles Handeln und Behandeln ist somit auch immer Grundlage der eigenen Existenz. Weiterhin können Nahrungsmittel dem Menschen auch helfen, sich selbst und seine Umwelt zu begreifen. Dies trifft nicht nur für Nahrungsmittel zu, die direkt die Psyche eines Menschen verändern (psychoaktive Mittel), sondern auch ganz alltägliche Nahrungs- und Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Süßigkeiten wie Schokolade. Jedes Nahrungsmittel hat einen mindestens subtilen Einfluss auf den Menschen; und so wundert es nicht, dass einst der Satz: „Du bist was du isst.“, zur Versinnbildlichung dieses Gedankens erfunden wurde.

Versteh mich nicht falsch. Eingangs beschrieb ich noch, dass der Effekt von Nahrungsmitteln auf den Menschen überschätzt werde. Dies meine ich auch so, da von vielen Menschen der Effekt der Nahrungsmittel auf den Körper überschätzt wird. Andererseits wird er von vielen Menschen, die sich leider unbewusst der Be-sinn-ungs-los-igkeit hingeben, auch unterschätzt.

Der tatsächliche Effekt der Nahrung wird deutlich, wenn wir die psychologische Komponente der Ernährung verstehen. Der Geist – darin inbegriffen sind Gedanken, Gefühle und Erfahrungen – hat über das zentrale Nervensystem als „Mittelkraft“ einen ganz realen Einfluss auf den Körper. Deine geistige Verfassung ist somit dafür verantwortlich, auf welche Nahrungsmittel du Lust hast, wie du sie konsumierst und wie du dich danach fühlst. Gleichzeitig können bestimmte Lebensmittel diesen Effekt noch potenzieren: Burger, Pommes, Snacks & Co. können dauerhaft zur Kompensation bestimmter Emotionen und Gedanken genutzt werden. Während die meisten Wissenschaftler das Übel in eben jenen Lebensmitteln selbst sehen, sehe ich erfahrungsgemäß, dass die Menschen sich nicht darüber bewusst sind, wieso sie überhaupt das Bedürfnis haben, diese Lebensmittel zu konsumieren. Und hier greift wieder die Metapher der Hand: Die Menschen begreifen nicht, wieso sie tun, was sie tun. Dies liegt daran, dass sie nicht in sich selbst schauen, um zu erkennen, welche geistigen Bedürfnisse sie haben.»

Wenn du also etwas aus meinem Buch lernen kannst, dann warum dich die modernen Ernährungsgurus nicht zu einer gesunden Ernährung und einem intuitiven und ausgewogenen Gespür bringen können. Meine These ist: Das kannst nur du selbst, indem du dich besser kennen lernst.

Ich freu mich sehr, wenn du mich unterstützen willst!


Neuauflage: Leben in Kommunen

Kurzinfos:

Kaufen bei Tredition: Leben in Kommunen
Ebenso erhältlich bei: Amazon | Thalia | Mayersche | Hugendubel & Co.

Titel: Leben in Kommunen – Ein Modell zur spirituellen Weiterentwicklung der Gesellschaft
Kosten: Hardcover 11€ | Softcover 22€ | eBook 4,99€
ISBN: Hardcover 978-3-347-46950-1 | Softcover 978-3-347-46949-5  | eBook 978-3-347-46951-8 
Verlag: Tredition
Auflage: 2
Seitenzahl: 279
Wörter: ca. 38.000
Veröffentlichungsdatum: 11. November 2021
Format: DIN A5
Quellenangaben: 38
Leseprobe: Bald auf Weiterlesen.de

Der Klappentext zum Buch lautet:

Kommunen sind nicht mehr als eine Utopie?

Diesem Argument hält der Autor einfache und pragmatische Argumente entgegen, die das zukünftige Zusammenleben der Gesellschaft nachhaltig verändern könnten.

Die moderne Zivilisation kann sich nur dann gegen die aktuellen Krisen behaupten, wenn miteinander gelebt und gearbeitet wird und nicht gegeneinander. Das Leben in Kommunen bietet nicht nur einen Ausweg für Unzufriedene, sondern schafft auch Lösungen für die aktuellen Probleme.

Wie kurz zu Beginn erwähnt, erhält mein zweites Buch „Die wahre Bedeutung der Kommunion“ eine Neuauflage und heißt nun:

Leben in Kommunen – Ein Gesellschaftsmodell zur spirituellen Weiterentwicklung der Menschheit

Der Grund für die Umbenennung liegt schlicht in der Verständlichkeit und Klarheit. Mir gefällt der Name der ersten Auflage nach wie vor gut, aber ich möchte es auch deutlich machen, worum es in diesem Buch geht. Mit der Kommunion verbinden die meisten Leute heute leider die katholische Kirche.

Neben der Namensänderung und einigen Fehlerkorrekturen finden sich auch umfangreiche Ergänzungen in dem Text. Beispielsweise habe ich sehr ausführlich das Leben des indischen Meisters Osho und seinen Traum der Kommune beschrieben, der meinem Traum sehr ähnlich sieht. Doch haben Osho und seine Neo-Sannyasins für mich entscheidende Fehler im Aufbau und Leben der Kommune gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Letztlich ist wie bei jeder anderen Gesellschaftsform auch höchste Achtsamkeit im Umgang miteinander und in der Kommunikation geboten. Für mich ist die Osho-Bewegung dennoch ein lehrreiches Exempel, durch das auch meine Vorstellung der Kommune immer reifer wird.

Weiterhin habe ich auch über die sogenannten Tiny Houses geschrieben. Vielleicht haben einige von euch schon etwas über diesen Trend gehört. Im Grunde genommen ist die Idee von „kleinen Häusern“ im Zuge des Minimalismus und suffizienten Lebens entstanden. Durch den ressourcenschonenden und energieeffizienten Bau eignen sich die Tiny Houses doch vielleicht sogar für kommunenähnliche Projekte, oder? Diese Frage möchte ich dir ebenfalls im Buch beantworten.

Als dritte Ergänzung möchte ich noch einige aktuelle Entwicklungen charakterisieren. Im Zuge der COVID-19-Pandemie ist schließlich bei vielen Menschen das Bedürfnis entstanden, von der Stadt auf das Land zu ziehen. Aber hält dieser Trend an? Was hat die COVID-19-Pandemie mit der Idee der Kommune zu tun? Und werden es überhaupt jemals genug Menschen, damit eine Kommunen-Revolution erfolgreich sein kann?

Antworten auf diese Fragen und noch vieles mehr findest du in der zweiten Auflage meines Kommunenbuches. Übrigens: Zuletzt habe ich noch einige system-theoretische Ergänzungen hinzugefügt. Wer an fachgesimpel Gefallen findet, wird hier nicht zu kurz kommen.

Ein kurzer Abschnitt aus dem Buch:

Der Grund für das Zusammenleben ist uns Menschen in die Wiege gelegt. Durch die Fähigkeit des Menschen, sich in alles Mögliche spezialisieren zu können, gibt es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, der Kreativität in dieser Welt Ausdruck zu verleihen. Kreativität kann allerdings nur gelebt werden, wenn der Mensch sich aus seiner Zwangsrolle löst, die er in der Gesellschaft angenommen hat. Der Zwang, einzig dem Leistungsdruck in der Gruppe gerecht zu werden und sonst keiner höheren Aufgabe verpflichtet zu sein, schafft eine Abwärtsspirale der Unterdrückung und Ausbeutung, aus der sich besonders Arbeiter nahe der Armut nicht befreien können. Dafür ist die Angst vor der Einsamkeit und der Verbannung aus der Gruppe zu groß. Die Ausbeutung der Arbeitskraft (heute spricht man bereits vom Begriff des Humankapitals) innerhalb bestehender Gesellschaften schafft eine äußere Illusion der Verbundenheit. Im Inneren herrscht jedoch die Einsamkeit, denn die Isolation und Loslösung von spirituellen Wurzeln begrenzt auch die Freundschaft und den liebevollen Umgang mit Mitmenschen auf materielle Weise. 

Dieses Problem wurde bereits von Denkern wie Ken Wilber beleuchtet und im Quadranten-Modell eingehender dargestellt. Kurzum: Die Wirklichkeit lässt sich aus der Perspektive von innen oder außen betrachten und vom Standpunkt des Individuums oder des Kollektivs. Daraus entstehen vier Quadranten, der intentionale (innerlich, individuell), der kulturelle (innerlich, kollektiv), der verhaltensbezogene (äußerlich, individuell) und der soziale (äußerlich, kollektiv). Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte offenbart nach Wilber eine Verwesung der gesamten Inneren Sphäre, insbesondere jedoch der individuell-inneren Sphäre. Die Gesellschaft in der Postmoderne scheint sich mehr für die kollektiven Fragen zu interessieren und blendet demnach das Individuum und seine Bedürfnisse fast vollständig aus. Ein Beispiel: Nicht selten erleben Menschen, dass ihre Meinung als „subjektiv“ abgestempelt wird und damit nichts wert ist, weil es im Gegensatz zur allgemeingültigen Wissenschaft steht. Ein weiteres Beispiel: Insbesondere in Deutschland ist kaum noch Kultur vorhanden, dies hat der Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoguz deutlich gemacht: „Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“[1]

Demgegenüber blüht die Politik der Sozialsysteme, der deutsche Bürger, so scheint es, kommt kaum ohne seine Rentenversicherung, Krankenversicherung, Kfz-Haftpflichtversicherung oder sein Arbeitslosengeld aus. Aber nicht nur die obligatorischen Sozialsysteme haben Hochkonjunktur, insbesondere auch die freiwilligen Sozialversicherungen sind gefragter denn je. Hier schlägt der „äußere Quadrant“ ganz eindeutig den „inneren Quadranten“. Zur Veranschaulichung füge ich eine einfache Darstellung des Quadranten-Modells ein...
Abbildung: Das Quadranten-Modell in der Integralen Theorie nach Ken Wilber. Jeder Quadrant stellt dabei eine Perspektive der Wirklichkeit dar. *Eigene Darstellung
[1] Andreas von Delhaes-Guenther (2017). Keine deutsche Kultur. Bayernkurier. URL: https://www.bayernkurier.de/inland/25087-keine-deutsche-kultur/

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Vor einigen Tagen, es muss der 14. Oktober 2021 gewesen sein, kam die Horror-Meldung: Hessen „erlaubt“ 2G – also ausschließlicher Zutritt für Geimpfte und Genesene – für Supermärkte. Dies hat mich dazu entschlossen, einen gepfefferten Leserbrief zu schreiben und an die größten Tageszeitungen des Landes zu schicken. Denn ganz ehrlich: Ich weiß nun nicht mehr, ob wir noch in einem freien demokratischen Land leben. Aber den Brief könnt ihr hier selbst anbei nachlesen. Ich habe versucht, einen möglichst kurzen Leserbrief zu verfassen, der alle relevanten Themen anspricht. Vielleicht ist mir dies gelungen. Falls der Leserbrief veröffentlicht wird, werde ich es auch hier in diesem Beitrag vermerken. Und wahrscheinlich auch auf meiner Startseite unter „Aktuelles“.

Veröffentlichung bei 1bis19

Update: Zurückgemeldet hat sich bisher nur die TAZ, veröffentlicht wurde es bisher aber nur von 1bis19.

Das kannst du tun!

Neben dem Leserbrief noch ein anderes wichtiges Thema: Viele Menschen fühlen sich hilflos angesichts der Diskriminierung und fragen sich, wie sie dagegen vorgehen können. Hierzu möchte ich nur kurz einige Beispiele auflisten, die mir bekannt sind und etwas bewirken können.

  1. Aufhören die eigene Zeit und Energie in Nachrichten zu stecken! Nachrichtenportale finanzieren sich durch deine Klicks in Form von Werbung und solange du Meldungen unterstützt, die Pro-Diskriminierung sind, wird sich auch nichts an der Sensations-Berichterstattung ändern. Die Medien haben mehr Einfluss als du vielleicht glaubst.
  2. Aktionen wie #2Ggehtgarnicht unterstützen. Bei dieser Aktion kannst du ein Bild + Statement an die Mailadresse des Vereins Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. schicken und dies wird dann unter der Aktion veröffentlicht. Mittlerweile sind dort über 1000 Statements gegen 2G und 3G gelistet.
    E-Mail-Adresse: hallo@2ggehtgarnicht.de, Webseite: 2ggehtgarnicht.de
  3. Klagen finanziell unterstützen, die gegen 2G und 3G Einspruch einlegen. Mir bekannt sind:
    Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. (unterstützt ausgewählte Fälle auf finanzieller Basis in Zusammenarbeit mit dem bewährten Team, welches auch schon gegen das Masenschutzgesetz geklagt hat)
    Initiative freie Impfentscheidung e.V. (hat unter anderem das Rechtsgutachten von Prof. Dr. Dietrich Murswieck in Auftrag gegeben)
    – Kennst du weitere Klagen, die man unterstützen kann? Teile es mir gerne mit, dann liste ich es hier auf!
  4. Du bist Betreiber eines Restaurants, Hotel o.ä.? Dann zeig mit einem Aufkleber von KaiserTV, dass alle Menschen bei dir Willkommen sind! In anderen Ländern wie Frankreich und den Niederlanden gibt es auch ähnliche Initiativen.
  5. Auch auf Social Media kannst du Gesicht zeigen, unter anderem mit den Hashtags #2ggehtgarnicht oder #ichmachdanichtmit
  6. Teile die interdisziplinäre Arbeit „COVID-19 ins Verhältnis setzen, Alternativen zu Lockdown und Laufenlassen“ (#coronaaussoehnung) von Prof. Dr. Ulrike Guerot, Dr. Martin Hirte, Prof. Dr. Dr. Christian Schubert und vielen mehr.
  7. Sprich mit Menschen in deinem Umfeld über Diskriminierung! Ich weiß, die Pandemie dauert schon lange und niemand hat mehr Lust auf das Thema COVID-19. Aber es war nie wichtiger als jetzt! Versuch nicht stumpf andere Menschen zu überzeugen, sondern zeig die gesellschaftlichen Missstände auf und versuche Brücken zu schlagen wie #coronaaussoehnung!
  8. Du hast Kinder? Dann schütze sie vor übergriffigen und überambitionierten Lehrern, die Kinder zu Impfungen überreden wollen. Zum Beispiel mit der Aktion von Kinderrechte Jetzt e.V.
  9. Und zuletzt: Mach es wie ich, schreib Leserbriefe an die großen Portale und sprich dich gegen die aktuellen Entwicklungen aus. Deine Stimme zählt!
  10. … Fällt dir noch mehr ein? Ich halte inzwischen nicht mehr so viel von Petitionen oder Demonstrationen, weil ich bei beiden kaum Erfolgschancen sehe, dafür jedoch Stigmatisierung.

Der Leserbrief:

„Nun hat Hessen als erstes Bundesland die Möglichkeit geschaffen, ungeimpfte Menschen auch vom Supermarkt auszuschließen. Diese Verordnung ist eine der vielen Entscheidungen während dieser Pandemie, die mich an unserem Rechtsstaat zweifeln lassen. Aber wenn ich nur zweifeln würde, würde ich die Füße stillhalten. Diese Entscheidung der hessischen Landesregierung offenbart für mich eine völlige Verachtung der Menschenrechte und eine Diskriminierung ohne Gleichen. 

Was mich sprachlos macht, ist die Begründung von Ministerpräsident Volker Bouffier für diese Anordnung. Er gehe nämlich davon aus, dass die Option eh nur teilweise genutzt werden würde.

Bei dieser Entscheidung geht es eben nicht nur darum, ob die Option genutzt wird oder nicht! Natürlich lässt sich auch darüber streiten, ob es sinnvoll ist, dass ungeimpfte Menschen nun statt zum naheliegendsten Supermarkt fünf Kilometer weiterfahren müssen. Ist das entsprechend dem Ziel der Politiker, den als apokalyptisch angesehenen Klimawandel aufzuhalten? Das kann doch wohl nicht wahr sein.

Nein, es geht auch darum, was für ein Vorbild wir als Gesellschaft sind und welche Schritte wir gehen, um das wertvolle Gut der Gesundheit aufrechtzuerhalten. Seit dem Zweiten Weltkrieg war die deutsche Mentalität geprägt von Toleranz, weil niemand mehr eine solche verheerende Menschenverachtung ertragen konnte. Wir Deutschen wollten um jeden Preis eine neue Form der Diskriminierung gegenüber einer bestimmten Gesellschaftsgruppe verhindern. Aber nun, wenn es um Gesundheit geht, ist es plötzlich in Ordnung? Ist Gesundheit mehr wert als Einigkeit, Recht und Freiheit? Anscheinend schon, wenn es den Menschen vollkommen gleichgültig zu sein scheint, mit welcher Hautfarbe, Haarfarbe, welchem BMI, welcher Gesinnung, welcher Religion oder welchen Vorstrafen ein Mensch in den Supermarkt geht. Dann beim Thema Impfung werden Menschen aber plötzlich systematisch ausgeschlossen.

Ich möchte gar nicht dieses Tor öffnen, ob Menschen mit Vorstrafe in den Supermarkt dürfen oder nicht. Dies wäre mir nie im Leben eingefallen, wenn die hessische Landesregierung nicht den Schritt gewagt hätte, ungeimpfte Menschen zu diskriminieren. Jede Form der Diskriminierung ist für mich eindeutig ein Tor zur Hölle und ich ertrage es nicht, diese furchtbare Entwicklung mit anzusehen.

Natürlich kann und möchte ich Politikern keine böse Absicht unterstellen. Aber im Angesicht dieser Entwicklungen frage ich mich, wie geschichtsvergessen eine ganze Gesellschaft sein kann, wenn sie diese politischen Beschlüsse akzeptiert. Die bekannten Worte des deutschen Journalisten und geflohenen FDP-Politiker Karl-Hermann Flach sind nirgendswo anders als in diesem Kontext zu verstehen:


„Die Freiheit stirbt zentimeterweise.“

Karl-Hermann Flach

Es ist schon lange an der Zeit, die Pandemie für beendet zu erklären, den „Freedom-Day“ auszurufen. Wenn Länder wie Dänemark oder Norwegen es sich erlauben können, warum nicht auch Deutschland? Es geht hier jedoch inzwischen weniger um eine Erlaubnis durch die deutschen Politiker, wieder in den Normalzustand zurückkehren zu dürfen. Es ist den deutschen Bürgern ein Recht, ihr altes Leben wiederzubekommen, nachdem jung und alt so lange Zeit auf elementarste Bedürfnisse nach Nähe, Geborgenheit und soziale Anerkennung verzichtet haben.

Ich bitte an dieser Stelle nicht darum, den Freedom-Day auszurufen, weil ich ungeimpft bin. Ich habe gute Gründe dafür, dass ich mich nicht impfen lasse und ich muss mich dafür auch bei niemandem rechtfertigen. Weder beim Arbeitgeber noch in meinem sozialen Umfeld. Und für dieses Prinzip würde ich die gesellschaftliche Diskriminierung („Ohne Impfung darfst du hier nicht rein!“) noch lange ertragen!

Ich bitte darum, dass der Freedom-Day ausgerufen wird, damit auch die Auswirkungen der psychosozialen Gesundheit anerkannt werden, welche in den letzten Jahren völlig vernachlässigt wurden und erheblichen Schaden an Gesellschaften weltweit angerichtet haben. Wer wie ich seine Masterarbeit über „Biopsychosoziale Aspekte der COVID-19-Pandemie in Deutschland“ geschrieben hätte, der wüsste ganz genau, dass die psychosoziale Gesundheit kein „goodie“, kein „nice-to-have“ ist, sondern essentiell in der Prävention und Therapie. Die psychosoziale Gesundheit wirkt sich ganz real auch auf das körperliche Befinden aus.

Der Freedom-Day würde nicht nur zur Verringerung von psychosozialen Folgeschäden durch die Pandemie führen, sondern auch zur Reparatur von soziokulturellen Werten, zur Entstigmatisierung und Entdiskrimimierung von Bevölkerungsgruppen sowie zur Anerkennung von kollektivem Leid und Angst.“

Danke fürs Lesen!
Tristan


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In spannenden Monologen und Gesprächsrunden versuche ich Interesse durch Bewusstheit und Einfachheit mit Wissenschaft & Esoterik zu kombinieren. Dabei entstehen dann faszinierende Denkansätze, welche zu mehr Fantasie und Kreativität anregen können. Nimm dir ein wenig Zeit und lass dich von den Ideen anstacheln.

☼Setz dich in Bewegung und die Welt mit dir ☽

In Krisenzeiten hat es niemand leicht. Weder derjenige, der unter den Folgen der Krise unmittelbar leidet, noch der, der darüber berichtet – denn derjenige wird Tag für Tag mit dem entstehenden Leid konfrontiert und dies ist ebenso real für die Gefühlslage eines Menschen. Wir Menschen könnten uns die Krise erleichtern, aber stattdessen wird nur all zu häufig noch mit dem Hammer oben drauf gehauen und jeder versucht seinen Profit aus der Krise zu machen. Warum dies aber auch in unseren wichtigsten Lebensbereichen ein Fehler sein könnte, das möchte ich dir in diesem Beitrag aufzeigen.

Ich bin wohl einer der Menschen, der am Wenigsten durch die Folgen der Krise gelitten hat. Dennoch bin ich nicht ungeschoren davongekommen: Die Erfahrung des kollektiven Leids, der kollektiven Unfreiheit und des Schmerzes ist für mich aber auch für viele andere Menschen ein extrem leidvoller Prozess. Woran dies liegt? Ich würde mal schätzen an der Fähigkeit des Menschen (und damit auch meiner Fähigkeit) zur Empathie syn. zum Mitgefühl. Und Mitgefühl heißt primär: Ich fühle mit anderen mit.

Wenn wir uns versuchen würden, an Ken Wilbers Integraler Theorie zu orientieren, so wäre das Mitgefühl auf der Ebene des Subjektiven und Intersubjektiven anzusiedeln. Mehr noch: Ich würde sagen, dass das Mitgefühl die Ebene des Subjektiven (Individuum/Innen) und Intersubjektiven (System/Innen) verbindet. Ohne Empathie gibt es keine Brücke, keine Verbindung des Individuums mit anderen Individuen und dem Kollektiv. Ohne Empathie könnte dem Individuum „schnurz piep-egal sein“, was mit anderen Individuen und dem Kollektiv passiert.

Dass Empathie jedoch eine dem Menschen grundsätzlich angeborene Fähigkeit darstellt, die er jedoch sowohl verlernen als auch vergessen kann, dafür gibt es zahlreiche Hinweise (vor allem anhand von Kindern).

  • Neben genetischen Einflüssen sind auch soziale Umstände für die Ausprägung der Empathie wichtig – grundsätzlich besitzt der Mensch jedoch die (biologische/psychologische) Ausstattung, um empathisch sein zu können.1
  • Ein gutes Beispiel hierfür sind die Spiegelneuronen. Inzwischen wissen wir, dass die Spiegelneuronen nicht nur für das Lernen zuständig sind, sondern, dass durch sie die Sozialität und das Zusammenleben mit anderen Menschen möglich wird. Babys weinen also aufgrund der angeborenen Lernfähigkeit (Spiegelneuronen), wenn sie andere Babys weinen hören.2
  • In bewusstseinserweiternden Zuständen, wie sie durch Ayahuasca hervorgerufen werden können, kann die Erfahrung des Kollektiven Bewusstseins gemacht werden.3 Hierbei spielt Empathie eine zentrale Rolle.
  • Auch ganz real erfahrbar: Wenn die jemand anderes eine Geschichte erzählt und du still-schweigend zuhörst und dich in die Person und in den Moment der Geschichte hineinversetzt, so bist du in dem Moment empathisch, da du die Geschichte nachempfindest.
  • … fallen dir weitere Beispiele ein?

Ich gehe jedenfalls von einem Menschen aus, der die Fähigkeit besitzt, empathisch zu sein. Und ich gehe auch noch einen Schritt weiter: Ich postuliere, dass die Empathie eine der wichtigsten Fähigkeiten des Menschen überhaupt ist.

Leider lernen Kinder in der Schule nicht, mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen. Stattdessen lernen sie Gedichtsanalye, Stochastik und viele Dinge mehr, die sie größtenteils nie wieder in ihrem Leben brauchen. Das Fehlen essentieller Kenntnisse und Fähigkeiten ist ein Hauptproblem für mich, wenn es zu solchen Krisen kommt, wie der aktuellen Pandemie. Denn auch, wenn alle immer wenn „Solidarität“ sprechen, so weiß doch niemand wirklich, was dies bedeutet. Allerdings wird der Begriff immer genau dort benutzt, wo eigentlich Empathie gebraucht wird. Solidarität ist in gewisser Weise ein Ersatzbegriff für die fehlende Empathie der Menschen. Vielleicht ist Solidarität sogar zu einem internalisierten (d.h. durch gesellschaftliche Werte anerzogenes Verhalten) Dogma geworden, welches der Empathie eher hinderlich ist.

EmpathieSolidarität
Angeboren, ErlernbarInternalisiertes Konstrukt
Individuelle und kollektive Werte bedeutsamKollektive Werte bedeutsamer
Ausgewogene EntscheidungsfindungSystematisierte Entscheidungsfindung
ICH & DU GefühlWIR Gefühl
Instinkt & IntuitonÜberzeugungen

Der Begriff Solidarität wird heute vielfach (Flutkatastrophe, Klimawandel, COVID-19-Krise) benutzt, wenn an die Mitmenschen appelliert wird, um sie zum uneigennützigen Handeln zu bewegen. Es wird kein Raum gelassen, um eine eigenmächtige und selbstbewusste Entscheidung zu treffen, sondern es wird ein Raum erschaffen, indem nur das Kollektiv zählt. Diese sehr reduktionistische Ansicht (Flachland, wie Ken Wilber sagen würde), führt letztlich zur Aushöhlung des Menschen, wie bei einem Kürbis an Halloween.

Versteh mich nicht falsch, anderen zu helfen ist eine wunderbare Eigenschaft eines Menschen. Allerdings empfinde ich diese als für den Menschen „qualitativer“ oder „zufriedenstellender“, wenn sie aus eigenem Antrieb stattfindet. Dem Menschen wird heute nicht mehr zugesprochen, Entscheidungen zu seinem eigenen Wohl und dem anderer fällen zu können. Statt den Menschen gewähren zu lassen, wird der natürliche Egoismus ausgeheblt und versucht mit der Brechstange zu bekämpfen. Dabei ist es nicht nur schwierig, sondern unmöglich die angeborenen Bedürfnisse des Menschen langfristig zu unterdrücken, ohne, dass er Schaden nimmt.

Und hier komme ich wieder zum Anfang zurück: Das Leid, welches entstanden ist, ist vielfach nicht nur durch die Krise zu erklären („das böse Virus“, „der böse Klimawandel“, „das böse Unwetter“), sondern auch durch die Unfähigkeit des Menschen, Empathie zu zeigen.

Der Mensch kann keine Empathie mehr zeigen, weil er weder gelernt hat, mit seinen eigenen Gefühlen umzugehen, noch die Sinnhaftigkeit in eben jener Handlung sieht. Wie aus diversen psychologischen Arbeiten hervorgeht (Psychoneuroimmunologie, Traumaforschung, Analytische Psychologie), kann eben jener fehlende Umgang mit den eigenen Gefühlen sich langfristig auch in Krankheit manifestieren. Und dieser Trend, der sich bereits vor der Krise etabliert hat, kommt nun nur noch stärker zur Geltung.

Wie können wir diesen Trend umkehren? Dafür müssen wir uns folgende Frage stellen:

Worauf kommt es für dich an?

Nun, darauf wirst du deine ganz eigene Antwort finden. Und dies ist auch gut so. Das, was dich zufrieden macht (und dazu gehört auch die Integration der eigenen Schattenseite, wie der Psychologe C.G. Jung bemerken würde), führt dich letztlich auch dazu, empathischer zu werden. Denn: Empathisch kann nur derjenige sein, der mit sich selbst im reinen ist. Wie soll ein Mensch jemand anderes verstehen und mit ihm mitfühlen können, wenn er sich selbst noch nicht einmal versteht? Dazu C.G. Jung in seiner Biographie Erinnerungen, Träume, Gedanken4:

„Die Hoffnung auf größere Freiheit wird durch vermehrte Staatssklaverei zunichte gemacht, nicht zu sprechen von den fürchterlichen Gefahren, denen uns die glänzendsten Entdeckungen der Wissenschaft aussetzen. Je weniger wir verstehen, wonach unsere Väter und Vorväter gesucht haben, desto weniger verstehen wir uns selbst, und helfen mit allen Kräften, die Instinkt – und Wurzellosigkeit des Einzelmenschen zu vermehren, so daß er als Massenpartikel nur noch dem «Geist der Schwere» folgt. Verbesserungen nach vorne, d. h. durch neue Methoden oder «gadgets» sind zwar unmittelbar überzeugend, aber auf die Dauer zweifelhaft und auf alle Fälle teuer bezahlt. Keinesfalls erhöhen sie das Behagen, die Zufriedenheit oder das Glück im großeii und ganzen. Sie sind meist hinfällige Versüßungen des Daseins […]“

Das Gefühl der Kohärenz, die allgemeine Stimmung („Gestimmtheit“) ist in diesem Sinne auch für das Kollektiv von äußerster Wichtigkeit. Das Indivduum kann sich niemals vollständig dem kollektiven Prozess entziehen, selbst wenn es sich von der Gesellschaft abspalten würde. Die Verbindung ist immer da und dies ist auch gut so. Denn über die eigenen Gefühle hat das Individuum einen Zugang zum Kollektiv und auch noch allgemeiner zur Wirklichkeit. Wenn das Individuum lernt, mit seinen Gefühlen umzugehen ohne diese Erfahrung zu einer Werteinstellung für alle Menschen machen zu wollen, kann möglicherweise wesentlich leichter mit solchen Krisen umgegangen werden.

Dazu nochmal C.G. Jung an anderer Stelle über den Sinn des Lebens (S. 363-364):

Ich bin zufrieden, daß mein Leben so gegangen ist. Es war reich und hat mir viel gebracht. Wie hätte ich so viel erwarten können? Es waren lauter nicht zu erwartende Dinge, die sich ereigneten. Manches hätte vielleicht anders sein können, wenn ich selber anders gewesen wäre. So war es aber, wie es sein mußte; denn es ist geworden dadurch, daß ich so bin, wie ich bin […] Ich habe Wunderbares von Menschen erfahren und habe selber mehr geleistet, als ich von mir erwartete. Ich kann mir kein endgültiges Urteil bilden, weil das Phänomen Leben und das Phänomen Mensch zu groß sind. Je älter ich wurde, desto weniger verstand oder erkannte oder wußte ich mich. Ich bin über mich erstaunt, enttäuscht, erfreut. Ich bin betrübt, niedergeschlagen, enthusiastisch. Ich bin das alles auch und kann die Summe nicht ziehen. Ich bin außerstande, einen definitiven Wert oder Unwert festzustellen, ich habe kein Urteil über mich und mein Leben. In nichts bin ich ganz sicher. Ich habe keine definitive Überzeugung – eigentlich von nichts. Ich weiß nur, daß ich geboren wurde und existiere, und es ist mir, als ob ich getragen würde. Ich existiere auf der Grundlage von etwas, das ich nicht kenne. Trotz all der Unsicherheit fühle ich eine Solidität des Bestehenden und eine Kontinuität meines Soseins. Die Welt, in die wir hineingeboren werden, ist roh und grausam und zugleich von göttlicher Schönheit. Es ist Temperamentssache zu glauben, was überwiegt: die Sinnlosigkeit oder der Sinn. Wenn die Sinnlosigkeit absolut überwöge, würde mit höherer Entwicklung die Sinnerfülltheit des Lebens in zunehmendem Maße verschwinden. Aber das ist nicht – oder scheint mir – nicht der Fall. Wahrscheinlich ist, wie bei allen metaphysischen Fragen, beides wahr: das Leben ist Sinn und Unsinn, oder es hat Sinn und Unsinn.

Hier komme ich zum eigentlichen Sinne des Beitrags zurück: Ich möchte dir einmal verdeutlichen wie wichtig Freundschaft ist. Sowohl für das Kollektiv, als auch für das Individuum.

Denn in Freundschaften lernt das Indviduum Vertrauen und Geborgenheit außerhalb des „sicheren“ Umfelds Familie. Dies trägt enorm zur eigenen Lebensqualität bei, denn wer ständig Angst hat, vor lauernden Gefahren, der hat gar nicht erst die Möglichkeit, sich mit sich selbst zu befassen und sich um seine Stimmung zu kümmern. In diesem Sinne können Freundschaften auch Ängste lindern, indem Menschen ihre Gefühle mitteilen. Und dazu gehören auch Zukunftsängste über Viren, Klimawandel und Unwetter.

Auch die Harvard University meint nach Abschluss ihrer 75-jährigen Langzeitstudie: Die zufriedensten Menschen haben die qualitativsten Beziehungen bzw. Freundschaften (nicht die meisten!).5 Dies merken wir auch ganz unmittelbar an den Veränderungen in der Gefühlslage, an der Beeinflussung des Ernährungsverhalten u.v.m., wenn unsere Beziehungen gerade nicht so gut laufen oder stressig sind (bspw. auf dem Arbeitsplatz oder in der eigenen Beziehung).

Meine abschließende Frage: Wann hast du deinen Freunden das letzte Mal deine Wertschätzung gezeigt? Vielleicht bewirkt dies so einiges bei dir… aber auch im Kollektiv…

Literaturverzeichnis

1 Warrier, V., Grasby, K., Uzefovsky, F. et al. (2018). Genome-wide meta-analysis of cognitive empathy: heritability, and correlates with sex, neuropsychiatric conditions and cognition.Mol Psychiatry 231402–1409. https://doi.org/10.1038/mp.2017.122

2 Dewar, G. (2016). The social world of newborns: Why babies are born to learn from our sensitive, loving care. ParentingScience. URL: http://parentingscience.com/newborns-and-the-social-world/

3 Rätsch, C., Müller-Ebbeling, C. & Adelaars, A. (2006). Ayahuasca: Rituale, Zaubertränke und visionäre Kunst aus Amazonien. AT Verlag, 3. Auflage, S. 247 ff. ISBN: 3038002704.

4 Jaffe, A. & Jung, C.G. (1993). Erinnerungen, Träume, Gedanken. Walter. ISBN: 3530407348

5 The Harvard Gazette (2017). Good genes are nice, but joy is better. Health & Medicine. URL: https://news.harvard.edu/gazette/story/2017/04/over-nearly-80-years-harvard-study-has-been-showing-how-to-live-a-healthy-and-happy-life/

Es ist dunkel. Das erste was ich höre ist eine lauter und greller Maschinenton, der immer im Abstand von 3 Sekunden auftritt. Einige Zeit später nehme ich eine tiefe männliche Stimme wahr: »Der Patient wird wach, das EKG schlägt aus. Sein Herzschlag beschleunigt sich.« Dann wendet sich die Stimme an mich: »Können Sie mich hören? Bitte antworten Sie und öffnen Sie langsam ihre Augen.«

Ich versuche meine Augen zu öffnen und nehme erste Lichtstrahlen wahr. Zuerst wirkt alles noch verschwommen, dann wird das Bild klarer: Ich bin in einem weißen Zimmer, welches durch Jalousien verdunkelt wird. In meinem Arm befindet sich die spitze Nadel einer Kanüle. Obwohl ich vermutlich mit Schmerzmitteln vollgepumpt bin, spüre ich den schmechenden Schmerz der Nadel deutlich. Langsam wird es mir bewusst: Ich bin im Krankenhaus. 

Aber etwas ist merkwürdig: Die beiden Ärzte, von denen ich stark hoffe, dass sie Ärzte sind, stehen in Schutzkleidung vor mir: Gummianzug, Handschuhe, Schutzhelm. Sie sehen aus, als würden sie sich auf eine Expedition in einen hochgiftigen Sumpf vorbereiten. Es scheint mitten am Tag zu sein und die Sonne scheint, denn auch wenn die Jalousien des Krankenhauszimmers heruntergezogen sind, treffen einige Lichtstrahlen auf den Helm der Schutzkleidung und reflektieren diesen, sodass ich das Gesicht der Ärzte nicht erkennen kann. Voller Verwunderung starre ich die beiden Gestalten an und hoffe, dass sie die Kleidung nur anhaben, um sich einen Scherz zu erlauben. 

Mein Magen fühlt sich flau an.

Die Stimme, die mich gebeten hat, die Augen zu öffnen, stammt von einem Mann, genauer gesagt scheint der Mann links von mir zu stehen. Ich schaue nach rechts und schließe von der Körperhaltung darauf, dass die rechte Gestalt in Schutzanzug eine Frau ist. Die Frau fängt an mit mir zu reden:

»Wissen Sie, wo sie sind?«

»Im Krankenhaus?«, entgegne ich. Auch wenn man es schon weiß, so ist das Aussprechen immer noch mal schlimmer, als es nur zu denken. Denn dann muss man es akzeptieren und kann es vor sich selbst nicht mehr leugnen. »Richtig. Was ist das Letzte, woran sie sich erinnern können?« fragte mich die Ärztin.

Ich schwieg für eine Weile, unfähig mein Unglück zu realisieren. Ich antwortete: »Ich war auf dem Weg in mein Büro… Habe ich dort einen Unfall gehabt?«

Der andere Arzt übernahm wieder: »Ja, sie sind in einen Autounfall verwickelt gewesen. Es war nicht ihre Schuld. Sie waren nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Derjenige, der Schuld am Unfall hatte, ist im Gegensatz zu Ihnen mit weniger Schaden davongekommen. Sie hingegen…«

Der Arzt zögerte. »Was?«, fragte ich. »Sie lagen etwa 12 Jahre im Koma. Wir hatten kaum noch Hoffnung, dass sie überhaupt aufwachen. Wir sind froh, dass Sie nun wieder hier bei uns sind.«

Stille.

Das war einer dieser Momente, in der sich die Zeit merkwürdig plastisch vorkommt. Als ob die Welt auf dem Kopf stehen würde. Oder, als ob ich unfähig wäre, einfachste Worte zu verstehen – dabei hatte ich jedes Wort verstanden, ich konnte es nur nicht realisieren.

»12 Jahre?!«, platzte es aus mir heraus. 

»Ich weiß, es ist schwierig zu verarbeiten«, sagte der Arzt, »aber je früher sie damit anfangen…«. Da unterbrach ihn die Ärztin und meinte: »Nehmen sie sich so viel Zeit dafür, wie sie brauchen. Es ist nicht leicht und wir versuchen sie dabei zu unterstützen, wo wir können.«

Für einen Moment tat ich dies als schlechten Scherz ab. Niemand liegt 12 Jahre lang im Koma. Ich meine, irgendwann werden doch einfach die Maschinen abgeschaltet. Und immerhin stehen die Ärzte hier noch nicht einmal in Person vor mir, sondern versteckten sich hinter ihrer Schutzkleidung. Das ist lächerlich. Als ob ich die Pest hätte. Die Ärzte spürten mein Unbehagen und auch, wenn ihr ihre Mimik nicht durch die Schutzkleidung sehen konnte, erkannte ich die Verlegenheit der Ärzte. 

Dann siegten meine Zweifel und mein Verstand über meine Hoffnung. Ich sagte den Ärzten, ich wolle alles wissen: Welches Jahr wir haben, was in der Zwischenzeit passiert ist, wie es meiner Familie geht usf. Die Ärzte versicherten mir, ich würde alles erfahren. Zu meinem Schutz dürfe ich meine Familie erst in ein paar Tagen sehen. Doch ich würde Unterstützung von einem Psychiater erhalten, der mich schon am nächsten Tag besuchen würde. Nun bräuchte ich erst mal etwas Ruhe. Soll mir nur Recht sein. Auch wenn ich warten hasse, so hasse ich es noch mehr mit Figuren aus Among Us zu sprechen.

Abgesehen von meinem geistigen Ausnahmezustand und meiner Verwirrtheit ging es mir gut. Ich war schon immer recht anpassungsfähig gewesen. Meine Erinnerungen waren bis auf den Unfall vorhanden. Soweit ich es beurteilen konnte, waren auch sonst alle kognitiven Fähigkeiten vorhanden. Es waren keine Wunden mehr vom Unfall auf dem Körper zu sehen, allerdings sind in der Zwischenzeit meine Muskeln atrophiert, sodass ich in den nächsten Wochen ein intensives Aufbautraining absolvieren musste, um wieder laufen und meine anderen Muskeln beanspruchen zu können. Außerdem wurden noch einige Tests mit mir durchgeführt, inwiefern ich sonst körperlich oder kognitiv eingeschänkt war. Das Körperliche wieder geradezubiegen war vermutlich auch nicht das Problem. Viel schwieriger war es wohl, sich von dem Schock zu erholen. In einer falschen Zeit aufzuwachen bedeutete, dass sich meine Familie, Freunde und Mitmenschen verändert hatten und ich meine Wohnung verloren hatte. Ich hatte 12 Jahre an Lebenszeit verloren, geschweige denn von den Ereignissen, die sich in der Zwischenzeit ergeben hatten und die ich verpasst hatte. Die sich nun einstellende Traurigkeit war für mich ein Produkt aus dem Verlust an Lebenszeit und Lebensqualität. Ich war inzwischen gealtert und meine Vitalität hat sich extrem gemindert. Und auch wenn ich mich in der Zeit nach dem Aufwachen elendig fühlte und in Selbstmitleid versank, so wusste ich doch, dass ich mich davon erholen würde. Aber ich weiß nicht, ob mein Psychiater dabei eine so große Hilfe war.

»Erzählen sie mir alles, was nach meinem Unfall passiert ist.«, überging ich hektisch die freundliche Begrüßung des Psychiaters. Ich ignorierte einfach Mal, dass er ebenso wie die anderen Ärzte in diesem Krankenhaus Schutzkleidung trug. Immerhin konnte ich sein Gesicht durch den Schutzhelm sehen, meine Augen waren wieder besser geworden und das Licht blendete nicht mehr so sehr. Auf seinem Schild stand: Dr. Lachmit.

Dr. Lachmit runzelte die Stirn und überlegte vermutlich, wo er anfangen sollte. »Wie sie sicherlich noch wissen, John, war Ihr Unfall im September 2018. Heute ist der 21. August 2030. Ihrer Familie geht es gut, Sie waren lange Zeit besorgt um Sie, wurden aber informiert, dass Sie aufgewacht sind und freuen sich, sie in den nächsten Tagen wiederzusehen.« Ich stieß einen Seufzer aus. »Immerhin das«, dachte ich mir. Ich wusste, dass sie in der Zwischenzeit vermutlich die Hoffnung aufgegeben hatten. Aber ich konnte es Ihnen nicht verdenken. »Und was ist sonst passiert?«, fragte ich. »Warum läuft hier jeder in Schutzkleidung herum, ist Ebola ausgebrochen?«

Dr. Lachmit lachte: »Gott sei dank nicht das auch noch.« Dann wieder Stille. Ich sah ihn fragend an. Er merkte, dass er nicht um diese Antwort herum kam. Auch er seufzte jetzt und schilderte mir die Entwicklung der letzten Jahre.

»Ende 2019 ist das sogenannte SARS-CoV-2-Virus in China ausgebrochen, oder wie jeder es inzwischen nur noch nennt: das Corona-Virus. Wenn sie mich fragen, ist die Bezeichnung etwas irreführend, da es viele Coronaviren gibt, aber wie dem auch sei. Seit dem Ausbruch hat sich die Welt ganz schön geändert. Einige Zeit lang versuchten die Regierungen der Welt die Verbreitung des Virus mit verschiedenen Lockdowns zu begrenzen. Dies hat zu einer erheblichen Anzahl an sozialen und psychologischen Schäden in der Gesellschaft geführt, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Existenzen, die vernichtet wurden. Dennoch war die Mehrheit der Gesellschaft für diese Maßnahmen.

Im Jahr 2022 kam es dann zu einem erheblichen Anstieg an Toten. Keiner weiß so genau warum. Manche sagen, die Regierungen hätten einen Weg gefunden, das Virus schlimmer aussehen zu lassen, als es ist. Andere sagen, dies sei durch die Impfung entstanden. Wieder andere sagen, dass die langfristigen Schäden („Long-Covid“) einer Infektion mit dem Corona-Virus daran Schuld seien. Was genau die Ursache ist, weiß niemand so genau.

Die offizielle Version ist, dass das Corona-Virus die Gesellschaft vor ungeahnte Herausforderungen stellt. Diese Herausforderungen könnten noch Jahrzehnte dauern und die Regierung tue alles dafür, um diese Herausforderungen zu meistern. Genauer spezifiziert wird es nicht. Der Bevölkerung reicht es jedenfalls. Seitdem verbringen die Menschen den Großteil ihres Tages zu Hause, mehr noch, als vor dem Corona-Virus. Lebensmittel bringen Drohnen nachhause. Die herkömmliche Arbeit haben bis auf einige wenige Ausnahmen Maschinen übernommen. Die Menschen arbeiten nun Vollzeit im Home-Office. Immerhin wird den Menschen eine Stunde am Tag gewährt, um draußen Spazieren zu gehen. Treffen dürfen sie sich nur über Social Media. Haushaltsfremder Kontakt ist genau wie Sport jedoch verboten, da dies die Verbreitung des Corona-Virus fördern soll. Durch die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2022 hat die Regierung auch die rechtliche Befugnis, dies durchzusetzen. Verstöße werden mit Freiheitsstrafen in Isolation verbüßt.«

Dr. Lachmit sah mich schweigend an. Ich wusste nicht so recht, was ich sagen sollte. »Es ist nicht unbedingt eine Dystopie«, sagte Dr. Lachmit, »aber lebenswert ist es auch nicht unbedingt… Wir nehmen es jedenfalls hin, weil wir wissen, dass es für eine gute Sache ist. Das sollten sie auch. Was du vielleicht noch wissen solltest: Versuche keinen Ärger zu machen. Jeder, der seinem Frust in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit freien Lauf gegeben hat, wurde von den Medien und Regierungen als asozial und unsolidarisch diffamiert. Friedlicher Protest ist erlaubt, begrenzt sich aber auf Kommentare in Internet-Plattformen von Zuhause aus, bei denen der Upload-Filter dafür sorgt, dass keine überscharfe Kritik oder Beleidigungen veröffentlicht werden. Kanäle müssen sich an die Richtlinien zur Meinungsfreiheit halten, sonst werden sie gebannt.

Du wirst dich nach deinem Krankenhausaufenthalt unverzüglich in dein Appartement begeben. Deine Familie hatte es in der Zwischenzeit untervermietet. Ich habe mit deiner Mutter per Telefon gesprochen, sie meint, du kannst nach deinem Aufbautraining wieder dort einziehen. Mehr wirst du von deiner Familie erfahren.

Kann ich dir noch irgendwie behilflich sein? Hast du Fragen? Wir haben nicht mehr allzu viel Zeit.«

Nein, ich hatte eigentlich keine Fragen. Oder besser gesagt, ich wollte nicht nachfragen. Ich wollte ehrlich gesagt aufwachen, wie aus einem Albtraum. Dr. Lachmit hatte recht. Eine solche Welt ist nicht wirklich lebenswert. Aber was tun? Alternativen gibt es auch nicht, oder? Ich konnte schließlich nicht einfach wegrennen. Weder körperlich, noch geistig. Es schwirrten so viele Gedanken in meinem Kopf umher. Zu viele, als ich im Stande wäre, alle gleichzeitig zu verarbeiten. 

»Ja, ich würde gerne noch etwas wissen.«, sagte ich zu Dr. Lachmit. 

»Bitte.«

»Wie viele Menschen sind denn an dem Virus gestorben? Und was halten sie davon?«

»Nun, eine genaue Zahl kennt niemand. Inzwischen ist nur noch die Inzidenz bekannt, welche laut Regierung konstant >250 liegt. Bis 2021 sollen etwa 100.000 Menschen an dem Virus gestorben sein. Ab 2022 wurde eine Politik fokussiert, die die Fallsterblichkeit und Todesfälle ausschließt und lediglich die 7-Tage-Inzidenz zentriert. Viele Wissenschaftler waren sich zum damaligen Zeitpunkt einig, dass dies eine gute Lösung darstellen wird. Was ich persönlich davon halte… Nun, mir steht eine Meinung nicht zu. Ich bin lediglich Psychiater. Das überlasse ich den Virologen und Epidemiologen. Wie bereits gesagt, ich denke, wir tun das Richtige.« Dann schaute Dr. Lachmit auf die Uhr, verabschiedete sich mit einem: »Ich muss zum nächsten Patienten.«, und huschte aus dem Krankenhauszimmer. Und ich war wieder allein.

Die nächsten Tage verbrachte ich in Einsamkeit. Bis auf den automatischen Servierservice, der mir mein klinisches Krankenhaus essen brachte, bekam ich niemanden zu Gesicht. Ich hatte viel Zeit, mir Gedanken über das Virus zu machen, über das alle sprachen. Zu einer Meinung kam ich jedoch nicht. Dafür wusste ich zu wenig.

Ich habe diese seltsame Verbindung zu einer Frau namens Flore Celestine Thérèse Henriette Tristán y Moscoso (Flora Tristan). Erstmalig habe ich in meinem Werk „Die wahre Bedeutung der Kommunion – Kommunen als Modell zur spirituellen Weiterentwicklung“ aus gegebenem Anlass über sie geschrieben. Aber auch vorher haben sich schon interessante Parallelen zwischen uns aufgetan:

  • Wir beide haben am 7. April Geburtstag (1801/1998)
  • Wir beide heißen (offensichtlich) Tristan
  • Wir beide interessieren uns für Sozialismus und Frauenrecht
  • Uns beide verbindet die außergewöhnliche Leidenschaft für Peru (auch wenn ich noch nie da war, ich kann es mir kaum erklären)
  • Wir beide sind Schriftsteller (ihr erstes Buch veröffentlichte sie 1837, 37 ist eine Zahl zu der ich eine besondere Verbindung seit der Jugend pflege)
  • Wir beide sind gläubig
  • Die Beschreibungen ihres Charakters sind erstaunlich ähnlich zu meinem Charakter (ungestüm, häufig rational, wenn auch leidenschaftlich, ehrgeizig)

Ich möchte mich mit der Ähnlichkeit zu ihr in keiner Weise hervortun, sondern vielmehr aufzeigen, weshalb ihr Leben und Wirken mich so fasziniert: Ganz einfach, weil mich vieles von dem, was sie schreibt, berührt und ich mich in sie hineinversetzen kann. Und dafür kommen wir nun zu ihr.

Flora Tristan ist weitestgehend aus den deutschen Geschichtsbüchern verschwunden (falls sie je enthalten war), was dazu führt, dass die meisten Menschen sie nicht kennen. Da sie französisch-peruanischer Abstammung ist, ist sie etwas bekannter in Frankreich und Peru. In Lima (der Hauptstadt von Peru) gibt es beispielsweise die Flora Tristan Bibliothek. In Frankreich wurde mit ihr 1984 zu Ehren der Frauen eine Briefmarke bestückt. Wie in Portraitzeichnungen erkennbar, soll Flora Tristan eine recht schöne Frau gewesen sein (was aus Briefen mit Zeitgenossen und ihren Notizen hervorgeht).

Was viele nicht wissen: Ihr Enkel war der bekannte und eigentümliche Maler Paul Gauguin. Er kannte sie nicht, da sie bereits 1844 in Bordeaux starb, hatte aber auch nicht unbedingt positive Worte für sie übrig: „Wahrscheinlich konnte sie nicht kochen. Ein sozialistischer und anarchistischer Blaustrumpf.“ Dies lag vermutlich auch einfach daran, dass das Leben von Paul und Flora so unterschiedlich war. Einen guten Einblick gibt das Doppelportrait des Romans „Das Paradies ist anderswo“ von Mario Vargas Llosa. Vieles von dem, was Llosa schreibt ist historisch gut belegt, anderes, wie die Begegnung mit dem Finder des Kommunismus Karl Marx, ist wohl eher eine Fiktion.

Nun sollte direkt eine Frage aufflammen: Was war ihre Verbindung zu Marx? Unglaublicherweise hat sie in ihren Büchern den Grundstein für Marx‘ und Engels Kommunismus gelegt. Wenn wir das in der Schule gelernt hätten… aber in der Regel haben wir im Geschichtsunterricht noch nicht mal den Kommunismus in seiner fundamentalen Theorie behandelt, sondern eher im Zuge des Nationalsozialismus am Rande durch die Sowjet-Union mitbekommen.

Und wie kam es dazu? Flora Tristan hatte ein recht anstrengendes und auch gefährliches Leben Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihr Vater Mariano Tristán y Moscoso, ein peruanischer Adeliger, starb schon zu frühen Kindheitstagen. Weil die Ehe mit seiner Frau Anne-Pierre Laisnay nicht anerkannt wurde (ein offizielles Dokument gab es nicht), wurde Flora mit ihrer Mutter mittellos in Paris zurückgelassen. Ihre Mutter drängte sie aufgrund der Armut mit 15 eine Ausbildung in einer Graveurwerkstatt anzufangen und mit 18 eine Vernunftehe mit dem Arbeitgeber André Chazal einzugehen. Kurz und bündig: Chazal war eine toxische Persönlichkeit, die Flora mehrmals misshandelt und vergewaltigt hat. Da die Ehe jedoch gültig war, gab es für Flora keine Möglichkeit ihn anzuzeigen oder sich vor ihm durch das Gesetz zu schützen (Code Napoléon). Darum floh sie vier Jahre später in tiefster Schmach, wissentlich, dass sie damit im Ansehen ihrer Mutter und Zeitgenossen wohl zutiefst fallen würde. Man fragt sich aber auch, was Flora für eine Mutter hatte, denn sie bestand darauf die Ehe mit Chazal aufrechtzuerhalten, obwohl sie vom Missbrauch wusste. Nach dem Ehebruch schienen sich Mutter und Tochter wohl weitestgehend aus dem Weg zu gehen. Armut kann einen wohl weit treiben.

Mit Chazal hatte Flora drei Kinder (wohl unter Höllenqualen geboren), von denen nur Aline Chazal, die Mutter von Paul Gauguin, überlebte. Um sich und ihre Tochter nun über Wasser zu halten (der Sohn, der zu dem Zeitpunkt noch lebte, blieb wohl beim Vater), arbeitete sie 5 Jahre lang als Reisebegleiterin (1825-1830). 1833 fasste sie dann den Entschluss mit dem Schiff nach Peru zu segeln, um von ihrem Onkel Don Pío Tristán y Moscoso etwas von dem Erbe ihres Vaters zu erhalten. Die Schiffsfahrt selbst erscheint für sie als Höllenfahrt: „Ich war völlig allein, verloren mitten im Ozean, krank, jeden Augenblick in Gefahr, einen grässlichen Tod zu erleiden, von den Beschimpfungen der groben Seeleute belästigt, in der abscheulichsten Lage, in der sich ein weibliches Wesen befinden kann“ (Sparre, 2012, S. 139).

Dabei entpuppt sich ihre gefährliche und lange Reise trotz der Mühe (teils) als Farce: Bis auf Höflichkeiten und eine geringe Entschädigung durch den Onkel erhält sie nicht viel. Sie darf ihm eine Zeit lang als Kriegsberaterin dienen (Peru war zu dem Zeitpunkt Kriegsgebiet zwischen den Provinzen Perus und deren Interessen) und hilft ihm später sogar in die Position des Generalgouverneurs. Doch zum Ausgleich erhält sie nur 2500 Francs pro Jahr (eine Umrechnung in heutige Standards gestaltet sich schwierig, die Summe scheint für damalige Verhältnisse jedoch nicht besonders viel gewesen zu sein, vllt. mehrere hundert Euros).

Flora hat jedoch einen ganz anderen Verdienst aus Peru erhalten: Durch die gesellschaftlichen Missstände wurde ihr Interesse für den Sozialismus geweckt. Dies führte dazu, dass sie ihre Notizen über die politischen und gesellschaftlichen Zustände in Peru zu einem Reisebericht ausformulierte und nach ihrer Rückkehr in Paris veröffentlichte. Die Beschreibungen der Frauen Limas („Tapadas“) decken sich mit denen, von dem bekannten Evolutionsbiologen Charles Darwin, der auf seiner Reise ein Jahr nach Flora Peru bzw. Lima besuchte. Laut Katharina Städtler sei Floras Reisebericht „die erste in Westeuropa erschienene kritische Studie der politischen, sozialen und kulturellen Realitäten der außereuropäischen Welt aus der Sicht einer Frau“ (Städtler, 2004, S. 129). Außerdem schrieb sie zeitgleich die Broschüre „Über die Notwendigkeit fremden Frauen einen guten Empfang zu bereiten.“ Der veröffentlichte Reisebericht führte erstmals dazu, dass sie Bekanntheit erlangte und in die „höheren Kreise“ von Paris eingeladen wurde. Dort lernte sie unter anderem George Sand kennen, die sie nicht sonderlich ausstehen konnte, da Sand sich als Mann ausgab, um als Schriftstellerin Erfolg zu haben. Sie lernte aber die Person selbst oder zumindest die Lehren des Charles Fourier, Prosper Enfantin und Victor Hugo kennen.

Sobald Chazal von Flora’s Rückkehr erfuhr, entführte er mehrmals die Tochter Aline (die während Floras Reise bei ihrer Großmutter lebte), ohne, dass Flora sich wehren konnte (sie war ja immer noch offiziell verheiratet). Außerdem wurde bekannt, dass Chazal Aline mehrmals unsittlich anfasste. Flora klagte ihn daraufhin an und erlangte das Sorgerecht für Aline. Am 20. Mai 1838 zeichnet Chazal einen Grabstein mit der Inschrift: „Die Paria. Es gibt eine Gerechtigkeit, vor der du fliehst, die Dich aber einholen wird. Ruhe in Frieden als Beispiel für diejenigen, die sich soweit vergessen, Deinen unmoralischen Geboten zu folgen […]“ (Sparre, 2021, S. 166). Aus Rache an Flora für das entzogene Sorgerecht schoss Chazal am 4. September 1838 mehrmals auf Flora und versuchte sie somit umzubringen. Die Kugeln trafen sie nahe des Herzens, wodurch sie sich kurzzeitig in Lebensgefahr befand und bis an ihr Lebensende unter der Verletzung litt. Ein Portier half ihr, sich zu retten. Glück im Unglück: Der Prozess und die Verurteilung Chazals zu Deportation und 20 Jahren Zwangsarbeit ermöglichten ihr endlich die Scheidung.

Nach ihrer Genesung und dem Gerichtsprozess stürzt sie sich wieder in ihre literarische Arbeit und verfasst weitere sozialkritische Bücher. Darunter auch ein Roman, in dem sie ihre Erlebnisse verarbeitet. Der Roman wird nicht sonderlich erfolgreich. 8 Monate nach dem Mordanschlag, am 10. Mai 1839, reist sie nach England und schreibt ihre Beobachtungen über die Zustände der englischen Arbeiterklasse nieder (noch fünf Jahre vor Friedrich Engels‘ Die Lage der arbeitenden Klasse in England): „Im Dickicht von London„. Ihr Mut in England bringt sie auch in gefährliche Situationen für eine Frau: Sie besucht das Parlament und verschafft sich Eintritt, indem sie sich als Mann verkleidet (Frauen war der Zutritt versagt), außerdem beobachtet sie, wie Arbeiter ihre Freizeit verbringen. Sie kritisiert, dass die harte und lange körperliche Arbeit entwürdigend sei und dazu führe, die freie Zeit damit zu verbringen, den eigenen Frust zu kompensieren. Dies geschehe nur allzu oft durch Demütigung (wie beispielsweise anhand des Beispiels der Freudenhäuser, in dem nicht selten Frauen wie Tiere und schlimmer behandelt werden). Außerdem wäre der Lohn so schlecht, dass viele Familien nicht wüssten, wie sie über die Runden kommen. Eine eingehende Behandlung der Themen Floras findet sich auch in meinem Buch „Die wahre Bedeutung der Kommunion“:

„Für das beginnende 19. Jahrhundert war diese Unternehmung ein Spiel mit dem Feuer, denn damals waren Frauen in ihrer persönlichen Freiheit, durch die auf den Mann ausgelegten Gesetze, sehr stark eingeschränkt. Floras prägnante Beschreibungen über das damalige Dasein von Arbeitern und den Elendsvierteln in Frankreich, England und Peru waren nicht nur äußerst erschreckend, sondern wecken auch heute noch tiefes Mitgefühl. Sie geben nicht nur Denkanstöße für unsere heutige festgefahrene Sichtweise über Themen, die uns in der Schule als eindeutig und wahrhaftig beigebracht werden, sondern ermöglichen eine ungeahnte Dankbarkeit für den heute vielzählig als so selbstverständlich erachteten Lebensstandard. Eines ihrer bedeutendsten Themen war die Gegenüberstellung der Proletarier und Sklaven. Während der Sklave einen Lohn (Nahrung) für eine Dienstleistung erhält, an die er ausweglos gebunden ist, sind Proletarier in dem Glauben frei zu sein, da sie in ihrer Arbeit niemandem gehören, jedoch in den engen und unhygienischen Verhältnissen der Stadt mit ihrem Lohn für die Familie nur sehr geringe Überlebensmöglichkeiten haben und dadurch in ihrer Existenzangst der fortwährenden Apathie (Gleichgültigkeit) unterworfen sind. Flora Tristan beschreibt es als eine agonische Lebensweise (allmählicher Sterbeprozess), denn die Umstände der Proletarier des 19. Jahrhunderts lassen sich nicht mehr nur als Armut beschreiben, sondern vielmehr als grausames Elend. Es kommt nicht selten vor, dass Flora Tristan bei ihren Expeditionen auf Großfamilien trifft, die nicht nur kein Geld für Grundbedürfnisse wie Nahrung und Wasser haben, sondern auch bis auf einige Stofffetzen keine Kleidung besitzen, sich nicht waschen können und letzten Endes unter unhygienischen Bedingungen versterben, ohne den Nachkommen Überlebenschancen zu bieten. Müssten wir heutzutage, als aufgeklärte Menschen, unter diesen genauen Beschreibungen des bürgerlichen Elends, nicht die Schuldfrage stellen? Gab es jemanden, der bewusst die Arbeiter unterdrückt und sie glauben lässt, dass diese Zustände unvermeidlich seien?“

Tristan Nolting, Die wahre Bedeutung der Kommunion, 2020

Für Flora war es zum damaligen Zeitpunkt undenkbar, dass die Arbeiter durch die Politik aus ihren sklavenähnlichen Verhältnissen befreit werden oder zumindest Unterstützung erhalten. Dies führte dazu, dass Flora Ende des Jahres 1843 bis 1844 mit der Postkutsche und mit dem Schiff kreuz und quer durch Frankreich reiste und Vorträge hielt, um die Arbeiter zu bewegen, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Für sie ging die Gleichstellung der Frau und die Befreiung der Arbeiter Hand in Hand. Grundlage für ihre Reisen war das Werk „The Workers Union“ (Die Arbeiterunion), welche sie für den Selbstkostenpreis unter den Arbeitern verkaufte. „The Workers Union“ enthielt einen konkreten Plan zur Selbstorganisation der Arbeiter. Ihre Unternehmungen stießen in der Presse auf Spott und auch durch die Polizei musste sie sich schikanieren lassen. Schließlich starb sie am 14. November 1844 in einer Pension in Berdeaux (der Stadt, in der sie mit dem Schiff nach Peru aufbrach) an Typhus. Die Krankheit brach vermutlich durch die Erschöpfung aus, die sich im Laufe ihres Lebens, vor allem aber in den letzten Jahren, angesammelt hat. Ihr Wille war vermutlich stärker als ihr Körper. Sie wurde noch einige Zeit von ihrer Schülerin und späteren Biographin Éléonore Blanc gepflegt, bis sie unter Schmerzen verstarb. Es ist wirklich tragisch und zugleich interessant, wie gut Floras Geschichte dokumentiert ist. Ich kann jedem nur eine Leseempfehlung aussprechen, auch, um sich in die leidvolle Geschichte Floras hineinzuversetzen und ihre Ziele und Träume zu verstehen.

Was lernen wir also aus Floras Geschichte?

Flora hat Zeit ihres Lebens ihren Traum nicht verwirklichen können: Den Traum einer aufrichtigen Gemeinschaft, in der nicht nur die Interessen der Adeligen und Aristokraten zählen, sondern vor allem das Miteinander der Arbeiter / Bürger. Diesen Traum können wir ihr helfen zu erfüllen, indem wir Bekanntes und Beständiges bezweifeln. Ist unsere derzeitige Lage, die derzeitige COVID-19-Krise, nicht ein Aufruf an die Arbeiter sich unabhängiger zu machen? Ist die gesellschaftliche Spaltung nicht ein Aufruf, sich nicht von den Scharlatanen kontrollieren zu lassen, die uns erzählen wollen, was richtig und was falsch ist? Die Geschichte Floras zeigt doch, das wir nicht erwarten können, dass unsere Probleme von „oben“ gelöst werden. Vielmehr sollten wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und eigenständig Lösungen schaffen, um das Zusammenleben auf dem Planeten Erde ein Stück weit harmonischer zu machen. Wer eine moderne Auffassung von „The Workers Union“ sucht, der wird mit „Die wahre Bedeutung der Kommunion“ gut bedient sein.

Danke fürs Lesen.

Tristan

„Die Gefühle, das Gedankenspiel einer Frau bergen so große Kräfte in sich, eine Frau verfügt über solch immensen geistigen Reichtum!„

Flora Tristan an ihre Freundin Olympe Chodzko

Literatur

Katharina Städtler: Literatura de viaje y género – Flora Tristán, Étienne de Sartiges y Johann Jakob von Tschudi en el Perú (1830-40). In: Sonja Steckbauer, Günther Maihold (Hrsg.): Literatura – Historia – Política. Articulando las relaciones entre Europa y América Latina. Vervuert, Frankfurt am Main 2004. ISBN 3-86527-182-0. S. 127–136. Zitat S. 129.

Susanne Knecht: Flora Tristan und Lady Callcott. Die zweite Entdeckung Lateinamerikas. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2004. ISBN 3-434-50573-3. S. 157.

Florence Hervé (Hrsg.): Flora Tristan oder: Der Traum vom feministischen Sozialismus. Dietz, Berlin 2013, ISBN 978-3-320-02293-8.

Arbeiterunion. Sozialismus und Feminismus im 19. Jahrhundert, ISP-Verlag, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-88332-128-1.

Im Dickicht von London oder Die Aristokratie und die Proletarier Englands, ISP-Verl., Köln, 1993, ISBN 3-929008-20-3.

SparreSulamith: „Hier bin ich, die Wegweisern“ Flora Tristan (1803-1844), Feministin, Sozialistin, Schriftstellerin. Schneekluth Verlag Kg, 1997. ISBN: 3-936049-60-2.